Aurender N50 – konsequent getrennter Reference Music Server Aurender N50 – konsequent getrennter Reference Music Server Der Aurender N50 ist ein spezialisierter High-End-Musikserver und Digitaltransport für Systeme, in denen die digitale Quelle nicht nur Daten bereitstellen, sondern dem nachfolgenden D/A-Wandler möglichst definierte Arbeitsbedingungen liefern soll. Statt Server, Netzteil und digitale Ausgangsstufe gemeinsam in einem Gehäuse unterzubringen, verteilt Aurender diese Aufgaben auf drei separate Komponenten. Der N50 besteht aus einer Server Unit, einer Power Unit und einer Audio Unit. Alle drei Gehäuse gehören zwingend zum System und sind über separate Strom- und Datenverbindungen miteinander gekoppelt. Ein interner DAC ist bewusst nicht vorhanden. Der N50 ist daher keine komplette digitale Quelle mit Analogausgang, sondern eine hochwertige Schnittstelle zwischen Musikbibliothek beziehungsweise Streamingdienst und einem externen DAC. Gerade diese klare Aufgabenverteilung ist entscheidend für das Konzept. Ein leistungsfähiger Rechner erzeugt zwangsläufig hochfrequente Störungen, während digitale Ausgangsstufen auf möglichst geringe Störeinflüsse und präzise Taktung angewiesen sind. Der N50 versucht nicht, diese widersprüchlichen Anforderungen innerhalb eines einzigen Gehäuses zu lösen, sondern trennt sie bereits konstruktiv. Was zeichnet den Aurender N50 aus? Drei getrennte Funktionsbereiche statt eines gemeinsamen Gehäuses In der Server Unit befinden sich Prozessor, Arbeitsspeicher, Systemlaufwerk, Netzwerkverarbeitung, Musikbibliothek und die eigentliche Aurender-Softwareplattform. Die Audio Unit ist dagegen auf die synchronen digitalen Ausgangssignale und deren Taktung konzentriert. Die Power Unit versorgt beide Bereiche separat. Diese Aufteilung reduziert direkte elektrische und mechanische Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Funktionsgruppen. Das ist bei einem Digitaltransport relevant, weil nicht nur die korrekte Übertragung der Daten entscheidend ist. Auch hochfrequente Störungen und zeitliche Abweichungen können über digitale Schnittstellen bis in den D/A-Wandler gelangen oder dessen eigene Arbeitsbedingungen beeinflussen. OCXO-Referenz und FPGA-gesteuerte Clock-Architektur Für AES/EBU und die S/PDIF-Ausgänge setzt Aurender eine auf einem OCXO – Oven Controlled Crystal Oscillator – basierende Taktarchitektur ein. Ein solcher temperaturstabilisierter Quarzoszillator wird eingesetzt, um die Taktreferenz möglichst konstant zu halten. Die weitere Clock-Steuerung übernimmt ein FPGA. Die Aufgabe dieser Konstruktion ist nicht, digitale Audiodaten klanglich zu bearbeiten, sondern die zeitliche Ausgabe möglichst stabil zu organisieren. Bei synchronen Schnittstellen wie AES/EBU oder S/PDIF ist dies besonders relevant, weil das Taktsignal Bestandteil der übertragenen Datenstruktur ist. Für Systeme mit externer Clock besitzt der Aurender N50 außerdem einen 75-Ohm-BNC-Clock-Eingang. Unterstützt werden unter anderem 10 MHz und 12,8 MHz sowie Word-Clock-Signale auf Basis von 44,1 beziehungsweise 48 kHz und deren Vielfachen. Damit lässt sich der N50 auch in komplexere digitale Anlagen mit zentraler Taktreferenz integrieren. Separate Stromversorgung für Server und Audiosektion Die Power Unit arbeitet mit zwei getrennten Ringkerntransformatoren. Aurender kapselt die Transformatoren mechanisch und kombiniert die Versorgung mit mehrstufiger AC- und DC-Filterung. Damit sollen Störungen aus dem Stromnetz ebenso reduziert werden wie Wechselwirkungen zwischen Serverelektronik und Audiosektion. Die getrennte Versorgung ist hier mehr als eine konstruktive Besonderheit. Prozessor, Netzwerkcontroller und Massenspeicher erzeugen ein anderes Störspektrum als die für die digitale Ausgabe zuständige Clock- und Interface-Elektronik. Eine eigene Versorgung für diese Funktionsbereiche ermöglicht eine gezieltere Entkopplung. Galvanisch isolierte Netzwerk- und USB-Schnittstellen Auch am Netzwerkanschluss betreibt Aurender erheblichen Aufwand. Das Gigabit-LAN-Modul verwendet nach Herstellerangabe sieben Transformatoren zur galvanischen beziehungsweise elektrischen Entkopplung und Störfilterung. Der N50 wird kabelgebunden mit dem lokalen Netzwerk verbunden. Für DACs mit USB-Eingang steht ein separater galvanisch isolierter USB-Audio-Class-2.0-Ausgang zur Verfügung. Dieser Anschluss ist ausdrücklich von den beiden normalen USB-3.0-Datenports zu unterscheiden. Letztere dienen unter anderem zum Einlesen von Datenträgern und zur Verbindung kompatibler Steuergeräte. Wie klingt der Aurender N50? Ruhe und räumliche Ordnung statt künstlicher Klangsignatur Ein Digitaltransport besitzt keine analoge Ausgangsstufe, mit der sich eine bestimmte tonale Abstimmung erzeugen ließe. Trotzdem können unterschiedliche Streaming- und Serverlösungen in einer entsprechend transparenten Anlage hörbare Unterschiede verursachen. Entscheidend sind unter anderem Schnittstelle, Störpegel, Clocking und das Verhalten des verwendeten DACs. Beim Aurender N50 liegt die klangliche Zielrichtung deshalb nicht in demonstrativ angehobener Detailzeichnung oder künstlich betonten Konturen. Seine Konstruktion zielt vielmehr auf einen ruhigen, stabilen und sauber geordneten digitalen Ausgang. Einzelne Instrumente lassen sich in komplexen Arrangements klarer verfolgen, ohne dass die Wiedergabe auseinanderfällt oder analytisch zerlegt wirkt. Transienten, Timing und Bassstruktur Gerade bei dicht produzierter Musik ist weniger entscheidend, ob noch ein zusätzliches Detail hörbar wird, sondern ob gleichzeitig auftretende Impulse voneinander getrennt bleiben. Schlagzeug, Bass, Stimmen und räumliche Informationen sollen ihre eigenen Konturen behalten. Hier gehört die präzise zeitliche Darstellung zu den interessanten Eigenschaften des N50-Konzepts. Anschläge wirken klar definiert, Ausklingvorgänge bleiben nachvollziehbar und Bassinformationen können strukturiert statt lediglich kräftig erscheinen. Das Ergebnis ist weniger spektakulär als vielmehr selbstverständlich und kontrolliert. Tonfarben und räumliche Staffelung Bei Stimmen und akustischen Instrumenten fällt eine hochwertige digitale Quelle häufig nicht durch mehr Hochtonenergie auf, sondern durch stabilere Klangfarben und bessere Durchhörbarkeit leiser Informationen. Der N50 ist darauf ausgelegt, diese Informationen möglichst unbeeinträchtigt an den DAC weiterzugeben. Auch bei der Raumabbildung geht es weniger um eine künstlich vergrößerte Bühne als um die Trennung und Tiefenstaffelung innerhalb des vorhandenen Raumes. Die tatsächliche Ausprägung hängt dabei stark vom DAC, dessen Eingangsschaltung und der verwendeten Verbindung ab. USB, AES/EBU, S/PDIF und I2S können in derselben Anlage durchaus unterschiedlich reagieren. Für welche Anlagen eignet sich der Aurender N50? Der Aurender N50 ist vor allem dann sinnvoll, wenn bereits ein sehr hochwertiger externer DAC vorhanden ist und die digitale Quelle nicht zum begrenzenden Faktor werden soll. Seine zahlreichen Ausgangsmöglichkeiten machen ihn besonders interessant für DACs, bei denen mehrere digitale Schnittstellen qualitativ auf hohem Niveau umgesetzt sind. Besitzer von DACs mit Dual-Wire-AES/EBU, I2S oder einer Möglichkeit zur gemeinsamen externen Taktung können den Funktionsumfang des N50 besonders weit ausschöpfen. Gleichzeitig bleibt mit dem galvanisch isolierten USB-Ausgang eine universelle Verbindung zu modernen USB-DACs erhalten. Für eine Anlage, bei der Verstärker, Lautsprecher oder DAC noch deutlich größere klangliche Engpässe darstellen, wäre ein N50 dagegen nicht zwangsläufig die sinnvollste erste Investition. Seine Stärken werden dort relevant, wo die übrige Kette bereits genügend Auflösung und Stabilität besitzt, um Unterschiede auf der digitalen Quellenseite nachvollziehbar darzustellen. Lokale Musikbibliothek und Streaming Zwei frei bestückbare Laufwerksschächte Der N50 besitzt zwei 2,5-Zoll-Laufwerksschächte für vom Anwender installierte SSDs oder HDDs. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zur integrierten 480-GB-NVMe: Dieses Laufwerk wird für Betriebssystem und Cache verwendet und stellt nicht den eigentlichen Speicherplatz der Musikbibliothek dar. Aurender liefert den N50 laut aktuellem Quick Guide ohne installierten Bibliotheksspeicher aus. Dadurch kann die lokale Speicherkapazität passend zur eigenen Sammlung gewählt werden. Alternativ lassen sich Musikdateien über USB-Datenträger oder Netzwerkressourcen einbinden. Aurender Conductor Die zentrale Bedienoberfläche ist Aurender Conductor. Die Anwendung steht für iPad, iPhone sowie Android-Smartphones und -Tablets zur Verfügung und verbindet lokale Musikbibliothek, Wiedergabeliste, Geräteeinstellungen und unterstützte Streamingdienste in einer Oberfläche. TIDAL und Qobuz sind in das Aurender-System integriert, außerdem unterstützt der N50 Spotify Connect. Für Anwender, die ihre Bibliothek über Roon verwalten möchten, ist der Aurender N50 als Roon Ready zertifizierter Endpoint einsetzbar. Digitale Ausgänge des Aurender N50 USB Audio Der dedizierte USB-Audio-Ausgang unterstützt PCM bis 32 Bit / 768 kHz, natives DSD bis DSD1024 und DSD über DoP bis DSD256. Voraussetzung für den Einsatz ist ein kompatibler USB-Audio-Class-2-DAC. AES/EBU und S/PDIF Auf der Audio Unit stehen zwei AES/EBU-Ausgänge sowie koaxiale S/PDIF-Ausgänge über BNC und RCA und ein optischer Toslink-Ausgang zur Verfügung. Im normalen Betrieb werden über AES/EBU beziehungsweise S/PDIF PCM-Signale bis 192 kHz übertragen. Die beiden AES/EBU-Buchsen können zusätzlich als Dual-Wire-AES/EBU verwendet werden. Damit sind bei kompatiblen DACs PCM-Sampleraten bis 384 kHz und DSD128 über DoP möglich. I2S und MSB Pro ISL Die Audio Unit besitzt außerdem einen Modulplatz für eine zusätzliche digitale Schnittstelle. Je nach Konfiguration kann hier ein HDMI-basierter I2S-Ausgang oder eine MSB-Pro-ISL-Verbindung eingesetzt werden. Über I2S werden PCM bis 768 kHz, DSD256 über DoP und natives DSD bis DSD512 unterstützt. Da I2S über HDMI-Steckverbinder nicht herstellerübergreifend einheitlich belegt ist, sollte die konkrete Kompatibilität mit dem vorgesehenen DAC vor der Bestellung geprüft werden. Highlights des Aurender N50 Drei separate Gehäuse für Server, Stromversorgung und digitale Audiosektion OCXO-basierte, FPGA-gesteuerte Clock-Architektur für die synchronen Digitalausgänge Zwei getrennte Ringkerntransformatoren zur separaten Versorgung von Server- und Audiosektion Mehrstufige AC- und DC-Filterung innerhalb der Stromversorgung Galvanisch isolierter USB-Audio-Class-2.0-Ausgang Mehrfach isoliertes Gigabit-LAN-Modul für die kabelgebundene Netzwerkanbindung Dual-Wire-AES/EBU für kompatible High-End-DACs Modularer I2S-/Pro-ISL-Ausgang für spezielle DAC-Schnittstellen Externer Master-/Word-Clock-Eingang über 75-Ohm-BNC Zwei frei bestückbare 2,5-Zoll-Laufwerksschächte für die lokale Musikbibliothek 480-GB-NVMe-SSD für System und Cache TIDAL, Qobuz, Spotify Connect und Roon Ready 8,8-Zoll-IPS-Farbdisplay mit 1920 × 480 Pixeln Superkondensator-USV für ein kontrolliertes Herunterfahren bei Stromausfall Technische Daten Produktart: High-End-Musikserver / digitaler Netzwerktransport D/A-Wandler: nicht integriert Analogausgänge: keine Gehäuse: 3 separate Aluminiumgehäuse – Server Unit, Power Unit, Audio Unit Prozessor: Intel Quad Core Arbeitsspeicher: 8 GB RAM System-/Cache-Speicher: 480 GB NVMe SSD Musikspeicher: 2 × 2,5-Zoll-Laufwerksschacht, vom Anwender bestückbar; Laufwerke nicht serienmäßig installiert Display: 8,8 Zoll IPS-Farbdisplay, 1920 × 480 Pixel Netzwerk: galvanisch isoliertes Gigabit-Ethernet-Modul Steuersoftware: Aurender Conductor Streaming: TIDAL, Qobuz, Spotify Connect Roon: Roon Ready USB-Datenanschlüsse: 2 × USB 3.0 USB-Audio-Ausgang: dedizierter galvanisch isolierter USB Audio Class 2.0 AES/EBU: 2 × XLR, auch Dual-Wire-Betrieb S/PDIF koaxial: 1 × BNC, 1 × RCA S/PDIF optisch: 1 × Toslink I2S / Pro ISL: 1 × Modulplatz für HDMI-I2S oder MSB Pro ISL, abhängig von Ausstattung und Modul Clock-Eingang: BNC, 75 Ohm Unterstützte externe Taktsignale: 10 MHz, 12,8 MHz sowie 44,1-/48-kHz-basierte Word-Clock-Signale und Vielfache bis 512× USB Audio PCM: bis 32 Bit / 768 kHz USB Audio DSD: bis DSD1024 nativ, DSD256 über DoP S/PDIF / AES/EBU PCM: bis 32 Bit / 192 kHz Dual-Wire AES/EBU PCM: bis 32 Bit / 384 kHz S/PDIF / AES/EBU DSD: bis DSD64; Dual-Wire bis DSD128 über DoP I2S PCM: bis 768 kHz I2S DSD: bis DSD256 über DoP, bis DSD512 nativ Unterstützte Dateiformate: DSD/DSF, DFF, WAV, FLAC, AIFF, ALAC, M4A, APE und weitere DSD-zu-PCM-Konvertierung über Nicht-USB-Ausgänge: bis DSD512 MQA: MQA Core Decoder als Upgrade verfügbar USV: Superkondensator-basierte Schutzschaltung für kontrolliertes Herunterfahren Trigger-Ausgänge: 2 Leistungsaufnahme: ca. 40 W Wiedergabe, 70 W Spitze, 3,5 W Standby Abmessungen je Gerät mit Füßen: 430 × 106 × 353 mm Abmessungen je Gerät ohne Füße: 430 × 93 × 353 mm Gewicht Audio Unit: 14,92 kg Gewicht Server Unit: 14,16 kg Gewicht Power Unit: 18,61 kg Lieferumfang Aurender N50 Server Unit Aurender N50 Audio Unit Aurender N50 Power Unit Server-Stromverbindung zwischen Power Unit und Server Unit, 600 mm Audio-Stromverbindung zwischen Power Unit und Audio Unit, 600 mm Datenverbindung zwischen Server Unit und Audio Unit, 600 mm Netzkabel Quick Start Guide Unsere Einschätzung zum Aurender N50 Der Aurender N50 ist kein gewöhnlicher Streamer mit möglichst langer Ausstattungsliste, sondern eine sehr spezialisierte digitale Quelle. Der technische Aufwand konzentriert sich genau auf die Bereiche, die bei einem reinen Digitaltransport sinnvoll beeinflussbar sind: Stromversorgung, elektrische Entkopplung, Taktung, Schnittstellen und die konsequente Trennung störender Funktionsgruppen. Besonders überzeugend ist für uns, dass Aurender dabei nicht auf eine einzige proprietäre Verbindung setzt. USB, AES/EBU, Dual-Wire AES/EBU, BNC, RCA, Toslink und optional I2S beziehungsweise Pro ISL erlauben es, die Schnittstelle zu wählen, die mit dem vorhandenen DAC tatsächlich am besten funktioniert. Das ist gerade in einer hochwertigen Digitalanlage wichtiger als eine theoretisch maximale Datenrate. Der N50 gehört damit in Anlagen, bei denen ein sehr guter DAC bereits gesetzt ist und die digitale Quelle konsequent auf dasselbe Niveau gebracht werden soll. Wer dagegen noch über grundlegende Änderungen bei Lautsprechern, Verstärkung oder D/A-Wandler nachdenkt, sollte die Investition im Gesamtsystem betrachten. Genau hier ist eine sinnvolle Abstimmung wichtiger als der isolierte Blick auf einzelne Komponenten. Aurender N50 bei ART & VOICE Bei einem Digitaltransport dieser Klasse lohnt sich eine genaue Betrachtung des gesamten Systems. Entscheidend sind nicht nur der N50 selbst, sondern auch der vorhandene DAC, dessen bevorzugte digitale Schnittstelle, die Netzwerkinfrastruktur, eine eventuell vorhandene externe Clock und die gewünschte lokale Speicherkapazität. Wir beraten Sie gerne dazu, welche Konfiguration in Ihrer Anlage technisch und klanglich sinnvoll ist. Beratung zum Aurender N50 anfragen
Regulärer Preis: 39.900,00 €