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Unsere besten Plattenspieler von 1.000 bis 2.000 Euro – hier wird Analog richtig spannend

Zwischen 1.000 und 2.000 Euro wird die Auswahl bei Plattenspielern besonders interessant. In dieser Klasse sollte das zusätzliche Geld zunehmend nicht mehr in Komfortfunktionen oder eine möglichst lange Ausstattungsliste fließen, sondern in bessere Lager, aufwendigere Tonarme, stabilere Teller, präzisere Motorsteuerungen und eine sinnvollere Resonanzkontrolle.

Gleichzeitig gehen die Hersteller technisch sehr unterschiedliche Wege. Direktantrieb, klassischer Riemenantrieb, konsequenter Leichtbau, schwere Teller oder gefederte Subchassis verfolgen letztlich dasselbe Ziel: Der Tonabnehmer soll möglichst nur die Plattenrille lesen und nicht gleich noch Motor, Möbelstück und Holzboden mitinterpretieren.

Ab dieser Preisklasse wird außerdem die Abstimmung von Laufwerk, Tonarm, Tonabnehmer und Phonovorstufe immer wichtiger. Ein hervorragend gebauter Plattenspieler mit einem schlecht passenden Tonabnehmer kann sein Potenzial erstaunlich zuverlässig verstecken.

Hier deshalb unsere Auswahl interessanter Plattenspieler zwischen etwa 1.000 und 2.000 Euro – bewusst mit unterschiedlichen technischen Konzepten und nicht einfach nach der Länge des Datenblatts sortiert.

Testsieger und Bestenlisten – spätestens hier wird es schwierig

Natürlich gibt es auch für diese Preisklasse wieder Testsieger, Punktetabellen und den angeblich „besten Plattenspieler bis 2.000 Euro“.

Das Problem: Ein Thorens TD 403 DD mit Direktantrieb, ein ultraleichter Rega Planar 6, ein Pro-Ject X8 B mit über fünf Kilogramm schwerem Aluminiumteller und ein Amari LP-16S EU mit aufwendigem Subchassis lösen dieselbe Aufgabe konstruktiv völlig unterschiedlich.

Wer daraus einen eindeutigen Sieger mit 94 statt 93 Punkten ermittelt, hat zumindest die Tabellenkalkulation erfolgreich abgeschlossen.

Interessanter ist die Frage, welches Konzept zur Anlage, zum Aufstellungsort, zum gewünschten Tonabnehmer und zu den eigenen Ansprüchen passt. Genau dort liegen die Unterschiede, die man später tatsächlich hört und im täglichen Betrieb bemerkt.

Der Einstieg in die nächste Analogklasse - wirklich gute Plattenspieler



Pro-Ject Debut Reference 10 – deutlich mehr als nur ein besserer Debut

Pro-Ject Debut Reference 10 Plattenspieler Pro-Ject Debut Reference 10 – Acrylteller, 10-Zoll-Tonarm und True-Balanced-Option

Der Pro-Ject Debut Reference 10 hat mit einem einfachen Debut technisch nicht mehr besonders viel gemeinsam. Der große Acrylteller arbeitet mit einem Aluminium-Subteller, hinzu kommen ein aufwendigeres Chassis, gedämpfte höhenverstellbare Füße und eine elektronische Geschwindigkeitssteuerung.

Besonders interessant ist der 10-Zoll-Tonarm aus Carbon und Aluminium. Die größere effektive Länge reduziert den Spurfehlwinkel, VTA und Azimut sind einstellbar und damit bleibt das Laufwerk auch für spätere Tonabnehmer-Upgrades flexibel.

Ab Werk sitzt bereits ein Pick it PRO Balanced MM-System auf dem Arm. Zusätzlich steht ein symmetrischer Mini-XLR-Ausgang zur Verfügung, sodass sich mit einer passenden Phonostufe eine konsequent symmetrische Phonoverbindung aufbauen lässt.

Für uns ein sehr interessantes Komplettpaket für Musikfreunde, die deutlich über die klassische Einstiegsklasse hinauswollen, ohne gleich aus dem Plattenspielerbau ein Wochenendseminar machen zu müssen.

weitere Informationen zum Pro-Ject Debut Reference 10


Edwards Audio TT5 – britischer Purismus und Geheimtipp

Edwards Audio TT5 Plattenspieler Edwards Audio TT5 – unscheinbar, puristisch und konstruktiv erstaunlich ernsthaft

Der Edwards Audio TT5 ist optisch eher zurückhaltend. Wer HiFi grundsätzlich nach Gewicht, Chromanteil und Anzahl sichtbarer CNC-Fräsungen kauft, läuft vermutlich zunächst daran vorbei. Das wäre schade.

Der TT5 arbeitet mit einem präzise gefertigten Messing-Lagergehäuse, Aluminium-Innenteller und 11 Millimeter starkem Acrylteller. Dazu kommt der EA5-Tonarm mit VTA-Verstellung. Ein Tonabnehmer ist bewusst nicht fest vorgeschrieben.

Genau das macht den Edwards interessant. Statt ein spektakuläres Komplettpaket zusammenzustellen, konzentriert er sich auf eine saubere mechanische Basis und lässt bei der Systemwahl freie Hand.

Klanglich mögen wir ihn wegen seiner direkten, lebendigen und rhythmisch überzeugenden Spielweise. Einer dieser Plattenspieler, die auf einem Produktfoto weniger Eindruck machen als nach fünf Minuten Musik. Damit können wir gut leben.

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Clearaudio Compass – spielfertige Analogtechnik aus Deutschland

Clearaudio Compass Plattenspieler aus Deutschland mit T1-Tonarm und N1-MM-Tonabnehmer Clearaudio Compass – Acrylteller, T1-Tonarm und N1-MM-System aus deutscher Fertigung

Der Clearaudio Compass ist ein spielfertiges Komplettpaket aus Deutschland, bei dem Laufwerk, Tonarm und Tonabnehmer von Anfang an zusammengehören. Die klangentscheidenden Bauteile – darunter Tonarm, Tonabnehmer und Lager – werden in Clearaudios Manufaktur in Erlangen gefertigt.

Technisch stehen ein 20 Millimeter starker Acrylteller, ein präzisionsgedrehter Aluminium-Subteller und ein entkoppelter 12-Volt-Gleichstrommotor im Mittelpunkt. Das MDF-Chassis erhält durch eine massive Stahlbodenplatte zusätzliche Stabilität; die gehärtete Stahlachse des Tellerlagers läuft in einer Bronzebuchse auf einem Teflonspiegel.

Der T1 orientiert sich am bewährten Satisfy-Konzept und besitzt ein Aluminium-Tonarmrohr sowie Seilzug-Antiskating. Der N1 bringt einen elliptischen Nadelschliff mit und wird an einer passenden MM-Phonostufe betrieben. Höhenverstellbare, entkoppelte Füße und eine Acrylhaube gehören ebenfalls dazu.

Für uns eine interessante Wahl für Musikfreunde, die hochwertige Analogtechnik ohne langwierige Zusammenstellung einzelner Komponenten suchen. Kein Ausstattungsfeuerwerk, sondern ein geradliniger Plattenspieler mit nachvollziehbarer Mechanik und einer alltagstauglichen Komplettausstattung.

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Dual CS 618Q – spielfertiges Komplettpaket mit Phonoverstärker und Bedienkomfort

Dual CS 618Q Plattenspieler mit Ortofon 2M Blue, integriertem Phonoverstärker und automatischer Tonarmanhebung Dual CS 618Q – Direktantrieb, Ortofon 2M Blue, integrierter Phonoverstärker und automatischer Tonarmlift

Der Dual CS 618Q ist ein spielfertiges Komplettpaket für Musikfreunde, die einen hochwertigen Plattenspieler suchen, aber nicht auf sinnvollen Bedienkomfort verzichten möchten. Das Ortofon 2M Blue MM-System ist bereits montiert, ein abschaltbarer Phonoverstärker ebenfalls integriert. Damit lässt sich der Dual nach dem Aufbau und Einstellen direkt an einen normalen Line- oder AUX-Eingang anschließen.

Die mechanische Grundlage bilden ein quarzgeregelter Direktantrieb, ein Aluminium-Druckgussteller mit Gummiauflage und ein vollkardanisch gelagerter Aluminium-Tonarm mit vier Pivot-Kugellagern. Auflagekraft und Antiskating sind einstellbar, das abnehmbare Headshell erleichtert einen späteren Tonabnehmerwechsel.

Besonders angenehm im Alltag: Am Plattenende hebt der CS 618Q den Tonarm automatisch an und schaltet den Motor ab. Aufgesetzt wird weiterhin von Hand – ein Vollautomat ist er also nicht. Die Geschwindigkeitswahl erfolgt bequem per Drehschalter, die Endabschaltung lässt sich bei Bedarf deaktivieren.

Für uns eine sehr vernünftige Kombination aus ernsthafter Analogtechnik und Alltagstauglichkeit. Wer später mehr aus der Anlage herausholen möchte, kann den eingebauten Phonoverstärker umgehen und eine passende externe MM-Phonostufe verwenden. Man muss also nicht gleich alles einzeln zusammenstellen, bleibt aber trotzdem flexibel.

weitere Informationen zum Dual CS 618Q


Thorens TD 403 DD – Direktantrieb für Erwachsene

Thorens TD 403 DD direktgetriebener Plattenspieler Thorens TD 403 DD – Direktantrieb, TP-150-Tonarm und Ortofon 2M Blue

Der Thorens TD 403 DD ist eine interessante Alternative für alle, die bewusst einen hochwertigen Direktantrieb suchen. Keine Vollautomatik, keine eingebaute Phonostufe und kein unnötiges Beiwerk – einfach ein ernsthafter manueller Plattenspieler.

Der 22 Millimeter starke Aluminium-Druckgussteller bringt rund 1,4 Kilogramm auf die Waage. Noch interessanter ist der TP-150-Tonarm mit SME-Headshell sowie Höhen- und Azimutverstellung.

Mit dem vormontierten Ortofon 2M Blue ist der TD 403 DD bereits vernünftig bestückt und sofort nutzbar. Durch das wechselbare Headshell und die Einstellmöglichkeiten bleibt trotzdem genügend Spielraum für spätere Tonabnehmer.

Ein sehr geradliniger Plattenspieler für Hörer, die die Vorteile eines Direktantriebs mögen, aber nicht zwangsläufig einen Plattenspieler suchen, der aussieht, als würde gleich der nächste DJ übernehmen.

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Rega Planar 3 RS Edition – der Planar 3 als richtig rundes Komplettpaket

Rega Planar 3 RS Edition Plattenspieler Rega Planar 3 RS Edition – RB330, Nd5 und Neo PSU MK2 als stimmiges Gesamtpaket

Der Rega Planar 3 RS Edition ist für uns die besonders interessante Planar-3-Version, weil einige der sonst typischen späteren Upgrades bereits ab Werk erledigt sind.

Der bewährte RB330-Tonarm wird mit dem Rega Nd5 MM-Tonabnehmer kombiniert. Dazu kommen der Reference EBLT-Antriebsriemen und vor allem das externe Neo PSU MK2 mit elektronischer Geschwindigkeitsumschaltung und präziser Motorsteuerung.

Rega bleibt dabei seinem Prinzip treu: Das Laufwerk soll möglichst leicht und gleichzeitig steif sein. Statt Resonanzen mit möglichst vielen Kilogramm Material zu beruhigen, sollen sie möglichst gar nicht erst gespeichert werden.

Wer diese Philosophie mag, bekommt mit der RS Edition ein sehr schlüssiges Komplettsystem – und muss nicht schon beim Auspacken eine Liste mit den nächsten drei Upgrades schreiben.

weitere Informationen zum Rega Planar 3 RS Edition


MoFi StudioDeck Plus – Spielfreude und Ruhe, auch bei schwieriger Aufstellung

MoFi StudioDeck Plus Plattenspieler MoFi StudioDeck Plus – 10-Zoll-Tonarm, Delrin-Teller und sehr gute Entkopplung

Der MoFi StudioDeck Plus gehört seit längerer Zeit zu unseren persönlichen Tipps. Nicht weil er besonders spektakulär aussieht, sondern weil er in der Praxis einfach sehr gut funktioniert.

Der rund 19 Millimeter starke Delrin-Teller arbeitet mit einem invertierten Lager, der kardanisch gelagerte 10-Zoll-Tonarm bietet VTA-, Azimut-, Auflagekraft- und Antiskating-Einstellung. Besonders praktisch sind die gut entkoppelnden Füße, durch die der MoFi bei der Aufstellung erfreulich unkritisch ist.

Als Plus-Version wird er mit einem passenden MoFi-MM-Tonabnehmer angeboten. Damit ist das Gerät sofort sinnvoll nutzbar und bleibt trotzdem offen für spätere System-Upgrades.

Klanglich ist der StudioDeck für uns vor allem eines: musikalisch. Er spielt dynamisch, rhythmisch und gleichzeitig angenehm ruhig. Keine audiophile Lupe, die aus jeder mittelmäßigen Aufnahme ein wissenschaftliches Problem macht, sondern ein Plattenspieler, mit dem man tatsächlich Platten hören möchte.

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Pro-Ject X2 B SuperPack – viel Substanz und ein richtiges MC-System

Pro-Ject X2 B SuperPack mit Ortofon Quintet Red MC Pro-Ject X2 B SuperPack – massiver Acrylteller, justierbarer Tonarm und Ortofon Quintet Red MC

Der Pro-Ject X2 B SuperPack ist ein ziemlich vollständiger Plattenspieler. Das massive Chassis und der 30 Millimeter starke Acrylteller sorgen bereits mechanisch für deutlich mehr Substanz als bei den kleineren Modellen.

Der 9-Zoll-Tonarm besteht aus einer Carbon-/Aluminium-Konstruktion und lässt sich unter anderem in VTA und Azimut justieren. Über Mini-XLR ist außerdem eine konsequent symmetrische Phonoverbindung mit geeigneter Phonostufe möglich.

Entscheidend am SuperPack ist der bereits montierte Ortofon Quintet Red MC-Tonabnehmer. Damit bekommt man nicht erst eine gute Laufwerksbasis und anschließend ein Pflicht-Upgrade, sondern bereits ein ernstzunehmendes Gesamtsystem.

Eine vernünftige MC-Phonostufe gehört allerdings dazu. Ein gutes MC-System an einem beliebigen Notfall-Phonoeingang ist ungefähr so sinnvoll wie gute Reifen ohne Luft.

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Rega Planar 6 – konsequenter Leichtbau und richtig gute mechanische Basis

Rega Planar 6 Plattenspieler mit RB330 Tonarm Rega Planar 6 – Tancast-Leichtbau, RB330 und externe Neo-Motorsteuerung

Der Rega Planar 6 ist gegenüber dem Planar 3 RS nicht einfach nur die nächsthöhere Modellnummer. Konstruktiv wird das Rega-Prinzip hier deutlich konsequenter umgesetzt.

Das extrem leichte Tancast-8-Schaumkern-Chassis wird durch HPL-Laminate und die Double-Brace-Versteifung im Bereich von Tellerlager und Tonarm stabilisiert. Dazu kommen ein präzise gefertigter Aluminium-Subteller, ein zweiteiliger Glasteller, der Reference EBLT-Riemen und die externe Neo-Motorsteuerung.

Der handmontierte RB330-Tonarm bietet eine ausgezeichnete Basis für hochwertige MM- und MC-Tonabnehmer. Genau deshalb gefällt uns der Planar 6 besonders als Laufwerk, bei dem das System gezielt zur vorhandenen Phonostufe und restlichen Anlage ausgesucht werden kann.

Klanglich steht das Konzept für Tempo, Dynamik, Präzision und gutes Timing. Wer einen Plattenspieler grundsätzlich erst dann ernst nimmt, wenn zwei Personen ihn auf das Rack heben müssen, wird mit Rega vermutlich nie richtig glücklich. Die Physik kennt allerdings mehr als einen Weg nach Rom.

Wer lieber kein Rega-Logo auf seinem Plattenspieler haben möchte, sollte einen Blick auf den Exposure 360 werfen. Britischer Purismus geht schließlich auch mit einem anderen Namensschild. ;-)

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Pro-Ject RPM 5 Carbon SuperPack – unser puristischer Klangtipp

Pro-Ject RPM 5 Carbon SuperPack Plattenspieler Pro-Ject RPM 5 Carbon SuperPack – freistehender Motor und Carbon-Tonarm für Puristen

Der Pro-Ject RPM 5 Carbon SuperPack verfolgt ein angenehm kompromissloses Konzept. Der Motor steht komplett getrennt vom eigentlichen Laufwerk und überträgt seine Kraft ausschließlich über den Riemen.

Der 9-Zoll-Carbon-Tonarm ist umfangreich justierbar und bietet eine sehr gute Basis für hochwertige Tonabnehmer. In der SuperPack-Version kommt bereits ein hochwertigeres Tonabnehmersystem hinzu.

Komfort ist hier nicht das Hauptthema. Das offene Laufwerk will ordentlich aufgestellt und eingestellt werden. Dafür wurde ein großer Teil des Budgets tatsächlich in Mechanik, Motorentkopplung und Tonarm gesteckt.

Für uns deshalb einer der klanglich interessantesten Kandidaten dieser Klasse. Wer lieber einen besonders guten Plattenspieler als einen besonders praktischen Plattenspieler sucht, sollte ihn unbedingt berücksichtigen.

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Richtung 2.000 Euro – jetzt werden die Konzepte richtig interessant


Pro-Ject X8 B – fünf Kilogramm Teller statt fünf Seiten Werbetext

Pro-Ject X8 B Plattenspieler ohne Tonabnehmer Pro-Ject X8 B – 5,1-kg-Aluminiumteller, magnetunterstütztes Lager und 9cc Evolution Carbon-Tonarm

Der Pro-Ject X8 B geht nahezu in die entgegengesetzte Richtung zum Rega Planar 6. Hier wird mit hoher mechanischer Trägheit und einem wirklich massiven Plattenteller gearbeitet.

Der präzisionsgedrehte Aluminiumteller wiegt rund 5,1 Kilogramm. Das invertierte Tellerlager arbeitet mit Edelstahlspindel, Keramikspitze und magnetischer Unterstützung, wodurch die mechanische Belastung des Lagers reduziert wird.

Dazu kommt der bewährte 9cc Evolution Carbon-Tonarm. VTA, Azimut, Auflagekraft und Antiskating sind einstellbar. Über den 5-poligen Tonarmausgang lässt sich bei Bedarf auch eine symmetrische Verbindung zu einer geeigneten Phonostufe realisieren.

Besonders interessant finden wir die Version ohne Tonabnehmer. Ein Laufwerk dieser Qualität sollte nicht zwangsläufig mit irgendeinem System verheiratet werden, nur damit im Karton alles komplett aussieht. Ein passendes MM- oder MC-System lässt sich gezielt nach Phonostufe und restlicher Anlage auswählen.

Wer eine schwere und mechanisch aufwendige Alternative zum Rega-Leichtbau sucht, bekommt hier ausgesprochen viel Plattenspieler.

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Thorens TD 1500 – klassisches Subchassis modern und sinnvoll umgesetzt

Thorens TD 1500 High End Subchassis Plattenspieler Thorens TD 1500 – klassisches Dreifeder-Subchassis mit TP-150-Tonarm und Ortofon 2M Bronze

Der Thorens TD 1500 greift eines der traditionsreichsten Thorens-Prinzipien wieder auf: Teller und Tonarm sitzen gemeinsam auf einem gefederten Subchassis und werden damit mechanisch von Motor, Zarge und Untergrund entkoppelt.

Drei konische Federn tragen das Subchassis. Sinnvollerweise lassen sie sich von oben justieren – man muss den Plattenspieler also nicht für jede Einstellung auf den Kopf stellen und anschließend hoffen, dass danach noch alles genauso steht wie vorher.

Der TP-150-Tonarm bietet SME-Headshell, Höhen- und Azimutverstellung. Mit dem vormontierten Ortofon 2M Bronze bekommt man bereits einen sehr guten MM-Tonabnehmer mit Fine-Line-Schliff.

Neben Cinch besitzt der TD 1500 auch symmetrische Ausgänge. Insgesamt ein sehr vollständiger und gleichzeitig klassisch gedachter Plattenspieler. Für Freunde des Subchassis-Konzeptes gehört er in dieser Klasse unbedingt auf die Liste.

weitere Informationen zum Thorens TD 1500

Vielleicht in der Preisklasse sogar klanglich sinnvoller: einen guten 900-Euro-Plattenspieler aufrüsten

Es gibt noch eine Alternative, die in klassischen Bestenlisten erstaunlich selten vorkommt: Sie müssen 2.000 Euro nicht zwingend komplett für einen neuen Plattenspieler ausgeben.

Ein mechanisch guter Plattenspieler aus der Klasse um 800 bis 1.000 Euro kann mit einem sorgfältig ausgesuchten Tonabnehmer, einer passenden Phonovorstufe, präziser Justage und sinnvoller Aufstellung klanglich durchaus weiter kommen als ein deutlich teureres Komplettgerät mit durchschnittlicher Serienbestückung.

Interessante Basen dafür sind beispielsweise ein Pro-Ject RPM 3 Carbon, ein Rega Planar 3, ein Pro-Ject X1 B oder ein Gold Note T-5.

Gerade beim Tonabnehmer kann ein gezieltes Upgrade enorm viel bewirken. Ein besserer Nadelschliff, eine aufwendigere Generator-Konstruktion und eine korrekte mechanische Abstimmung auf den Tonarm beeinflussen Abtastfähigkeit, Verzerrungen, Feindynamik und räumliche Darstellung unmittelbar.

Das bedeutet allerdings nicht: möglichst teuren Tonabnehmer anschrauben und fertig. Effektive Tonarmmasse, Nadelnachgiebigkeit und Systemgewicht müssen zusammenpassen. Bei MC-Systemen kommen Ausgangsspannung, Verstärkung und Abschlussimpedanz der Phonostufe hinzu.

Auch die Phonovorstufe sollte nicht unterschätzt werden. Das Signal eines Tonabnehmers ist winzig. Ein hervorragendes Laufwerk mit hochwertigem MC-System an einer mittelmäßigen Phonostufe verschenkt einen erheblichen Teil seines Potenzials.

Und dann wäre da noch die Justage: korrekte Waage, Überhang, Kröpfung, Auflagekraft, Antiskating, Azimut und – wenn einstellbar – VTA. Dazu eine stabile Aufstellung und bei Bedarf eine sinnvolle Entkopplung. Das bringt häufig mehr als Zubehör, dessen Hauptleistung darin besteht, besonders teuer auszusehen.

Ein richtig aufgerüsteter und perfekt eingestellter 900-Euro-Plattenspieler kann deshalb klanglich durchaus die bessere Lösung sein als ein serienmäßiges 2.000-Euro-Komplettgerät. Das gilt nicht immer – aber erheblich häufiger, als eine Preisliste vermuten lässt.

Leichtbau, schwerer Teller, Direktantrieb oder Subchassis?

Diese Auswahl zeigt sehr schön, wie unterschiedlich gute Plattenspieler konstruiert sein können.

Der Thorens TD 403 DD setzt auf einen elektronisch geregelten Direktantrieb. Rega versucht beim Planar 6 dagegen möglichst wenig Energie im Laufwerk zu speichern und verwendet deshalb ein extrem leichtes und steifes Chassis.

Der Pro-Ject X8 B verfolgt mit seinem 5,1 Kilogramm schweren Aluminiumteller einen massestärkeren Ansatz. Die hohe Trägheit des Tellers stabilisiert die Drehbewegung, während das magnetunterstützte Lager die Lagerbelastung reduziert.

Amari LP-16S EU und Thorens TD 1500 arbeiten dagegen mit echten Subchassis-Konstruktionen. Dabei werden Teller und Tonarm gemeinsam vom äußeren Chassis beziehungsweise Untergrund entkoppelt. Gerade auf schwingenden Böden kann dieses Prinzip erhebliche Vorteile haben.

Und Pro-Jects RPM-Konzept stellt den Motor gleich vollständig neben das eigentliche Laufwerk.

Die erfreuliche Erkenntnis: Alle diese Konzepte können hervorragend funktionieren. Entscheidend ist nicht, welches Prinzip sich im Prospekt am wissenschaftlichsten anhört, sondern wie sauber es tatsächlich umgesetzt wurde.

True Balanced – sinnvoll, aber kein Zaubertrick

Mehrere Plattenspieler dieser Auswahl bieten eine symmetrische Anschlussmöglichkeit. Das ist bei einem Tonabnehmer grundsätzlich interessant, weil dessen Generator elektrisch zwei getrennte Signalanschlüsse pro Kanal bereitstellt.

Werden diese Leitungen konsequent getrennt bis zu einer echten symmetrischen Phonovorstufe geführt, können Gleichtaktstörungen besser unterdrückt werden. Gerade bei den sehr kleinen Ausgangsspannungen eines MC-Tonabnehmers kann das technisch sinnvoll sein.

Ein Mini-XLR- oder XLR-Stecker allein macht allerdings noch keine bessere Anlage. Tonabnehmer, Verkabelung und Phonostufe müssen die symmetrische Signalführung konsequent unterstützen. Sonst hat man hauptsächlich einen anderen Stecker gekauft – auch schön, aber klanglich überschaubar.

Welcher Plattenspieler zwischen 1.000 und 2.000 Euro passt zu wem?

Der Pro-Ject Debut Reference 10 ist ein ausgesprochen kompletter Einstieg in diese Klasse und bietet mit 10-Zoll-Tonarm, Acrylteller und Balanced-Option bereits ungewöhnlich viel ernsthafte Analogtechnik.

Der Edwards Audio TT5 ist unser etwas unscheinbarer britischer Tipp für Puristen, die lieber in Lager, Tonarm und Tonabnehmer investieren als in Showeffekte.

Der Thorens TD 403 DD ist die Empfehlung für Freunde eines hochwertigen Direktantriebs, während der Rega Planar 3 RS Edition ein hervorragend abgestimmtes und unkompliziertes Komplettpaket darstellt.

Der MoFi StudioDeck Plus überzeugt mit Spielfreude, Dynamik und besonders praxisgerechter Entkopplung. Der Pro-Ject X2 B SuperPack ist der technisch sehr komplette Allrounder mit MC-System und Balanced-Option.

Der Rega Planar 6 ist dagegen die besonders hochwertige Laufwerksbasis für Freunde von Tempo, Dynamik und konsequentem Leichtbau. Wer Tonabnehmer und Phonostufe gezielt selbst abstimmen möchte, bekommt hier sehr viel Potenzial.

Der Pro-Ject RPM 5 Carbon SuperPack ist unser puristischer Kandidat für Musikfreunde, denen Motorentkopplung, Tonarm und mechanische Konstruktion wichtiger sind als maximaler Bedienkomfort.

Beim Amari LP-16S EU bekommt man – wenn verfügbar – ein erstaunlich aufwendiges Subchassis-Laufwerk mit einem konstruktiven und materiellen Aufwand, den man in dieser Preisklasse nur selten sieht.

Der Pro-Ject X8 B ist die konsequente schwere Alternative mit massivem Aluminiumteller, aufwendigem Lager, sehr gutem Carbon-Tonarm und freier Tonabnehmerwahl.

Der Thorens TD 1500 schließlich verbindet das klassische Subchassis-Prinzip mit moderner Motorregelung, einem sehr guten Tonarm und einem bereits hochwertigen Ortofon 2M Bronze.

Und manchmal ist die klanglich sinnvollste Lösung gar kein neuer 2.000-Euro-Plattenspieler. Ein sehr gutes Laufwerk aus der Klasse darunter mit sorgfältig ausgesuchtem Tonabnehmer, guter Phonostufe, perfekter Justage und vernünftiger Aufstellung kann die musikalisch überzeugendere Investition sein.

Weitere Grundlagen zu Laufwerkskonzepten, Tonarmen, Tonabnehmern und Aufstellung finden Sie in unserer Plattenspieler-Beratung. Passende Systeme finden Sie bei unseren Tonabnehmern und passende Elektronik bei unseren Phonovorverstärkern.

Und wenn ein vorhandener Plattenspieler vielleicht nur einen besseren Tonabnehmer, eine saubere Justage oder etwas technische Zuwendung benötigt: In unserer Plattenspieler-Werkstatt kümmern wir uns um Einstellung, Reparatur, Service und sinnvolle Modifikationen.


Amari LP-16S EU – unser Preis-Leistungs-Überflieger, sofern als deutsche Version lieferbar

Amari Acoustics LP-16S EU Subchassis Plattenspieler Amari LP-16S EU – aufwendiges Vollmetall-Subchassis und erstaunlich viel Maschinenbau fürs Geld

Der Amari LP-16S EU ist einer der technisch ungewöhnlichsten Plattenspieler dieser Preisklasse. Wichtig: Er ist kein klassisches Masselaufwerk, sondern ein aufwendig konstruiertes Subchassis-Laufwerk.

Das dreipunktgelagerte CNC-gefräste Subchassis aus Aluminiumlegierung lässt sich in Höhe, Federvorspannung und Resonanzfrequenz justieren. Darunter sitzt eine Sandwichkonstruktion aus Aluminiumlegierung und Mehrschichtholz.
Dazu kommen ein rund 2,6 Kilogramm schwerer Aluminiumteller, ein aufwendig justierbares Tellerlager mit keramikbeschichteter Welle und Kupferbuchse sowie die Möglichkeit einer magnetischen Lagerentlastung. Eine geregelte Motorsteuerung und die integrierte Drehzahlanzeige treiben den technischen Aufwand noch ein Stück weiter.

Mit rund 14 Kilogramm Gesamtgewicht ist das zwar kein klassisches Masselaufwerk, aber definitiv eine kleine Material- und Konstruktionsschlacht. Wo andere Hersteller in dieser Klasse ein Brett, einen Motor und drei Gummifüße liefern, hat Amari offensichtlich noch nicht aufgehört zu konstruieren.

Sofern der LP-16S EU als deutsche Version lieferbar ist, gehört er für uns zu den Preis-Leistungs-Überfliegern dieser Klasse. Sehr viel nachvollziehbare Mechanik und sehr wenig Voodoo.

weitere Informationen zum Amari LP-16S EU