Atoll Verstärker
High End aus Frankreich mit außergewöhnlichem Preis-Leistungs-Verhältnis
Atoll Electronique gehört zu den europäischen HiFi-Herstellern, bei denen man noch erstaunlich viel echte Verstärkertechnik fürs Geld bekommt. Die Geräte werden in Frankreich entwickelt und gefertigt und folgen einem angenehm bodenständigen Prinzip: saubere Schaltungen, kräftige lineare Netzteile, diskrete Verstärkerstufen und solide Metallgehäuse – statt möglichst viel Geld in Show und kurzlebige Ausstattungsmoden zu stecken.
Das Programm reicht vom klassischen analogen Vollverstärker über leistungsfähige Streaming-Verstärker bis zu separaten Vor- und Endstufen, digitalen Vorverstärkern, Kopfhörerverstärkern, Phonostufen und Mehrkanal-Endstufen. Gerade diese Breite macht Atoll interessant: Die unterschiedlichen Geräte folgen einer sehr ähnlichen konstruktiven Philosophie und lassen sich dadurch sinnvoll miteinander kombinieren.
Klanglich gehören Atoll Verstärker für uns zu den angenehmen Allroundern. Sie spielen dynamisch, kräftig und kontrolliert, wirken dabei aber nicht künstlich hell, analytisch oder nervös. Stimmen besitzen Substanz, der Bass bleibt sauber und die Wiedergabe funktioniert auch über längere Hörsessions ohne den verbreiteten High-End-Effekt „viel Detail, wenig Musik“.
Besonders interessant finden wir das Verhältnis zwischen Aufwand und Preis. Atoll fertigt weiterhin in Europa und steckt einen auffällig großen Teil des Budgets tatsächlich in Netzteile, Schaltung und Bauteile. Man bezahlt hier vergleichsweise wenig für Show – und erfreulich viel für Verstärker.
Atoll Electronique – europäische Fertigung statt anonymer Großserie
Atoll Electronique wurde Mitte der 1990er-Jahre von den Brüdern Stéphane und Emmanuel Dubreuil gegründet. Ausgangspunkt war eine Entwicklung, die damals bereits deutlich sichtbar wurde: Immer mehr europäische HiFi-Hersteller verlagerten ihre Produktion nach Fernost, während bezahlbare, in Europa gefertigte Audiotechnik zunehmend seltener wurde.
Die Idee hinter Atoll war entsprechend pragmatisch: hochwertige HiFi-Elektronik in Europa fertigen, technisch sinnvoll konstruieren und trotzdem in einem Preisbereich bleiben, der nicht ausschließlich einer kleinen High-End-Klientel vorbehalten ist.
Dieses Prinzip erkennt man bis heute. Atoll setzt nicht auf extravagante Gehäuse oder ständig wechselnde Designlinien. Die Geräte sind sachlich, solide und funktional gestaltet. Das Geld steckt sichtbar und unsichtbar dort, wo es elektrisch sinnvoll ist: in Transformatoren, Siebkapazität, Verstärkerstufen, Leiterplatten und hochwertigen Bauteilen.
Für uns ist genau das eine der großen Stärken der Marke. Made in Europe ist hier kein dekorativer Aufkleber, sondern Teil des gesamten Konzepts.
Atoll Vollverstärker – viel Verstärker fürs Geld
Die klassischen Atoll Vollverstärker reichen vom vergleichsweise einfachen IN50 Signature bis zum großen IN400 Evolution. Mit jeder Modellstufe steigt weniger die Zahl der Funktionen als vielmehr der technische Aufwand: Netzteile werden größer, die Kanaltrennung konsequenter, Ausgangsstufen aufwendiger und die Stromreserven höher.
Atoll IN50 Signature – erstaunlich viel HiFi zum Einstieg
Atoll IN50 Signature – klassischer analoger Vollverstärker aus europäischer Fertigung. Der Atoll IN50 Signature ist ein schönes Beispiel für die Philosophie des Herstellers. Statt Display, Streaming und Menüebenen gibt es einen konsequent analogen Verstärker mit diskreter Ausgangsstufe, linearem Netzteil und sauber aufgebauter Elektronik.
Mit vernünftig zu betreibenden Kompakt- oder Standlautsprechern spielt er lebendig, rhythmisch und angenehm substanzvoll. Gerade in dieser Preisklasse ist die europäische Fertigung bemerkenswert.
Technisch liefert der IN50 Signature 2 × 50 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 2 × 70 Watt an 4 Ohm. Der 170-VA-Ringkerntransformator wird von insgesamt 17.874 µF Kapazität unterstützt; die diskrete Single-Push-Pull-MOSFET-Endstufe arbeitet in Class A/B. Mit 5 Hz bis 100 kHz Bandbreite, fünf Cinch-Hochpegeleingängen, Bypass-Eingang und zwei Pre-Outs ist der kleine Atoll erstaunlich vollständig ausgestattet. Optional lassen sich Phono- oder DAC-Module nachrüsten.
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Atoll IN80 Signature – der sinnvolle Einstieg für viele Anlagen
Atoll IN80 Signature – diskrete Vorstufe und kräftige MOSFET-Ausgangsstufe. Der Atoll IN80 Signature besitzt bereits deutlich größere Reserven. Seine Vorstufensektion arbeitet diskret, die Lautsprecher werden über eine MOSFET-Ausgangsstufe angesteuert.
Klanglich ist er typisch Atoll: offen und dynamisch, aber nicht aggressiv abgestimmt. Stimmen und akustische Instrumente besitzen eine angenehme Körperlichkeit, ohne dass Details weichgezeichnet werden.
Der technische Sprung zum IN80 ist deutlich: 2 × 80 Watt an 8 Ohm und 2 × 120 Watt an 4 Ohm stehen einem 340-VA-Ringkerntransformator und insgesamt 31.474 µF Kapazität gegenüber. Die Endstufe arbeitet weiterhin als diskrete Single-Push-Pull-MOSFET-Schaltung in Class A/B; doppelseitige Leiterplatten mit Nickel-/Gold-Finish und MKP-Koppelkondensatoren gehören ebenfalls zum Aufbau. Wie beim IN50 stehen fünf Line-Eingänge, Bypass und zwei Pre-Outs zur Verfügung, optional ergänzt um Phono- oder DAC-Module.
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Atoll IN100 Signature – Doppel-Mono und kräftige Stromversorgung
Atoll IN100 Signature – zwei Ringkerntransformatoren und diskrete MOSFET-Verstärkertechnik. Der Atoll IN100 Signature gehört für uns zu den besonders interessanten Modellen der Signature-Serie. Zwei kräftige Ringkerntransformatoren und eine weitgehend kanalgetrennte Stromversorgung schaffen erheblich größere Reserven.
Der Unterschied zeigt sich weniger in einer einzelnen Leistungszahl als bei größeren Lautsprechern und komplexen Musiksignalen: Bassimpulse bleiben sauber, dynamische Passagen wirken weniger angestrengt und die Wiedergabe behält ihre Struktur.
Europäische Fertigung, zwei ordentliche Netztransformatoren und eine diskrete Verstärkerschaltung zu diesem Preis sind heute keineswegs selbstverständlich.
Der IN100 Signature leistet 2 × 100 Watt an 8 Ohm und 2 × 140 Watt an 4 Ohm. Besonders ungewöhnlich in dieser Klasse sind die zwei separaten 340-VA-Ringkerntransformatoren; insgesamt stehen 31.474 µF Kapazität zur Verfügung. Die diskreten MOSFET-Ausgangsstufen arbeiten in Class A/B, der Frequenzbereich reicht von 5 Hz bis 100 kHz. Fünf Hochpegeleingänge, Bypass, zwei Pre-Outs sowie die Möglichkeit zur Erweiterung mit Phono- und Digitalmodulen machen ihn zugleich sehr flexibel.
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Atoll IN200 Evolution – der große Allrounder
Atoll IN200 Evolution – leistungsstarker Dual-Mono-Vollverstärker mit angenehm musikalischer Abstimmung. Der Atoll IN200 Evolution ist für uns einer der interessantesten Verstärker der gesamten Baureihe. Zwei Ringkerntransformatoren, umfangreiche Siebung und kräftige MOSFET-Ausgangsstufen sorgen für erhebliche Stromreserven.
Gleichzeitig bleibt die Abstimmung angenehm. Atoll versucht nicht, durch einen betonten Hochton künstlich Auflösung zu demonstrieren. Der IN200 spielt klar, dynamisch und kontrolliert, aber eben auch musikalisch geschlossen und langzeittauglich.
Für viele hochwertige Anlagen ist das bereits der Punkt, an dem man vernünftigerweise aufhören könnte. Natürlich wissen wir, wie gut das im High End funktioniert.
Mit 2 × 120 Watt an 8 Ohm und 2 × 200 Watt an 4 Ohm besitzt der IN200 Evolution bereits erhebliche Lastreserven. Zwei 340-VA-Ringkerntransformatoren versorgen die Audiostufen, hinzu kommt eine separate 10-VA-Versorgung für die Digitalsektion; die Gesamtkapazität liegt bei 59.220 µF. Die Endstufe ist als Dual-Push-Pull-MOSFET-Schaltung ausgeführt, die Lautstärkeregelung arbeitet mit einem eigenen Abschwächer pro Kanal, um die Dual-Mono-Struktur konsequent beizubehalten.
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Atoll IN300 Evolution – Leistung und Kontrolle
Atoll IN300 Evolution – diskrete Class-A-Vorstufe, Dual Mono und aufwendige MOSFET-Ausgangsstufen. Beim Atoll IN300 Evolution wird aus dem klassischen Vollverstärker endgültig eine ausgewachsene High-End-Konstruktion. Jeder Kanal besitzt einen eigenen großen Ringkerntransformator, hinzu kommen eine diskrete Class-A-Vorstufe und kräftige parallele MOSFET-Ausgangsstufen.
Gerade diese Kombination gefällt uns: hoher Strom, kräftiger Bass und gute Dynamik, ohne dass der Verstärker hart oder vordergründig analytisch klingt.
Der IN300 Evolution liefert 2 × 150 Watt an 8 Ohm und 2 × 260 Watt an 4 Ohm. Zwei 440-VA-Ringkerntransformatoren übernehmen die Versorgung der Audiokanäle, hinzu kommt eine separate 10-VA-Versorgung für die Digitalsektion; die Gesamtkapazität beträgt 86.150 µF. Pro Kanal arbeitet eine Triple-Push-Pull-MOSFET-Endstufe. Ein XLR-Eingang, fünf Cinch-Line-Eingänge, Bypass, zwei Pre-Outs und optional nachrüstbare Phono- oder DAC-Module machen den Verstärker auch anschlussseitig sehr flexibel.
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Atoll IN400 Evolution – die große integrierte Lösung
Atoll IN400 Evolution – die große integrierte Atoll-Lösung für anspruchsvolle Lautsprechersysteme. Der Atoll IN400 Evolution ist das Spitzenmodell der integrierten Verstärker. Diskrete Class-A-Vorstufen, zahlreiche selektierte MOSFET-Leistungstransistoren, eine massive lineare Stromversorgung und aufwendige Lautstärkeregelung bringen den Vollverstärker konstruktiv nahe an eine getrennte Vor-/Endstufenkombination.
Der IN400 ist unsere Atoll-Lösung für große und anspruchsvolle Lautsprecher, wenn mehrere getrennte Geräte nicht gewünscht sind.
Der IN400 Evolution stellt 2 × 160 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 2 × 300 Watt an 4 Ohm bereit. Insgesamt 96.680 µF Kapazität, acht streng selektierte MOSFET-Leistungstransistoren pro Kanal und ein konsequenter Dual-Mono-Aufbau mit eigenem Lautstärkeabschwächer pro Kanal zeigen den konstruktiven Aufwand. Der symmetrisch ausgelegte Signalweg bietet zwei XLR-Eingänge, fünf Cinch-Line-Eingänge und Bypass; die Bandbreite reicht von 5 Hz bis 100 kHz.
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Atoll Streaming-Verstärker – Streamer, DAC und kräftiger Verstärker in einem Gerät
Mit SDA200 und SDA300 verbindet Atoll die klassische Verstärkertechnik der Marke mit einer vollständigen Netzwerk- und Digitalsektion. Interessant ist dabei, dass nicht einfach ein kleines Streamingmodul in einen gewöhnlichen Verstärker gesteckt wird. Stromversorgung, DAC, Vorstufe und Leistungssektion bleiben konstruktiv klar gegliedert.
Atoll SDA200 Signature – Streaming-Verstärker ohne Spielzeug-Endstufe
Atoll SDA200 Signature – Netzwerkplayer, DAC, Vorstufe und kräftiger MOSFET-Vollverstärker in einem Gerät. Der Atoll SDA200 Signature kombiniert Netzwerkplayer, D/A-Wandler, Vorverstärker und eine kräftige MOSFET-Leistungsstufe.
LAN, WLAN, Bluetooth, AirPlay 2, UPnP/DLNA sowie aktuelle Streaming-Integrationen machen ihn zur komfortablen Zentrale einer modernen Anlage. Gleichzeitig bleibt die Verstärkersektion ein ernstzunehmender Atoll mit großen linearen Netzteilen und umfangreicher Siebkapazität.
Analoge Eingänge, Pre-Out, Bypass, Kopfhöreranschluss und Digitalausgänge sorgen dafür, dass das Gerät auch in einer später wachsenden Anlage sinnvoll eingesetzt werden kann.
Die Verstärkersektion liefert 2 × 120 Watt an 8 Ohm und 2 × 200 Watt an 4 Ohm, gespeist von zwei 340-VA-Ringkerntransformatoren und insgesamt 65.800 µF Kapazität. Die D/A-Wandlung übernimmt ein Burr-Brown PCM1792A mit 24 Bit/192 kHz und 129 dB Dynamikumfang. Unterstützt werden PCM bis 24 Bit/192 kHz sowie DSD64 und DSD128. Zwei analoge Eingänge, je zwei koaxiale und optische Digitaleingänge, zwei USB-A-Anschlüsse, Netzwerk, WLAN und Bluetooth machen den SDA200 zu einer sehr vollständigen Systemzentrale.
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Atoll SDA300 Signature – der große All-in-One
Atoll SDA300 Signature – leistungsstarker All-in-One mit Streaming, DAC und Doppel-Push-Pull-MOSFET-Endstufe. Der Atoll SDA300 Signature ist die größere Streaming-Lösung. Zwei kräftige Ringkerntransformatoren versorgen die Verstärkersektion, während die digitale und analoge Signalverarbeitung getrennt aufgebaut ist.
Die Vorstufen arbeiten diskret, die Lautstärke wird über geschaltete Widerstände geregelt und die MOSFET-Endstufe bietet genügend Reserven für ausgewachsene Standlautsprecher.
Damit ist der SDA300 vor allem dann interessant, wenn möglichst wenige Geräte gewünscht sind, die Qualität der eigentlichen Verstärkerschaltung aber nicht auf typische All-in-One-Technik reduziert werden soll.
Der SDA300 stellt 2 × 150 Watt an 8 Ohm bereit und wird auf der Audioseite von zwei 440-VA-Ringkerntransformatoren versorgt; insgesamt stehen 65.800 µF Kapazität zur Verfügung. Der Burr-Brown PCM1792A arbeitet mit 24 Bit/192 kHz und 129 dB Dynamikumfang, unterstützt werden PCM bis 24 Bit/192 kHz sowie DSD64 und DSD128. Die analoge Lautstärkeregelung arbeitet über geschaltete Widerstände und kann für den Betrieb als reine Quelle umgangen werden.
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Atoll Vorverstärker – getrennte Elektronik ohne Preisexplosion
Separate Vor- und Endstufen müssen nicht automatisch fünfstellige Beträge kosten. Gerade bei den Vorverstärkern zeigt Atoll, wie viel diskrete Analogtechnik und Stromversorgung auch zu vergleichsweise bodenständigen Preisen möglich ist.
Atoll PR200 Signature – erstaunlich aufwendige analoge Vorstufe
Die Atoll PR200 Signature arbeitet durchgehend diskret. Eine Class-A-Vorstufe und eine MOSFET-Ausgangsstufe sorgen für eine stabile Ansteuerung der nachfolgenden Endstufe.
Besonders auffällig ist die für eine Vorstufe sehr großzügige Stromversorgung. Zwei parallele Pre-Outs ermöglichen Bi-Amping, eine zweite Endstufe oder einen aktiven Subwoofer. Phono- und Digitalmodule können optional nachgerüstet werden.
Der Aufwand bei der Stromversorgung ist für eine Vorstufe bemerkenswert: Ein 340-VA-Netzteil und 31.918 µF Gesamtkapazität stehen einer vollständig diskreten Audioschaltung gegenüber. Der Übertragungsbereich reicht von 5 Hz bis 200 kHz, die angegebene Verzerrung bei 1 kHz liegt bei 0,005 %. Fünf Line-Eingänge plus Bypass, zwei Pre-Outs und optionale Phono- beziehungsweise DAC-Module erlauben einen sehr flexiblen Ausbau.
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Atoll PR300 Evolution – symmetrisch und konsequent kanalgetrennt
Atoll PR300 Evolution – symmetrischer Dual-Mono-Vorverstärker mit diskreten Class-A-Audiostufen. Die Atoll PR300 Evolution geht konstruktiv deutlich weiter. Die Audioschaltung arbeitet symmetrisch und kanalgetrennt, während mehrere Transformatoren Audio-, Steuer- und Zusatzsektionen unabhängig versorgen.
Cinch und XLR stehen ebenso zur Verfügung wie mehrere Vorverstärkerausgänge für Endstufen, Subwoofer oder Bi-Amping. Zusammen mit einer AM300 entsteht eine technisch ausgesprochen ernsthafte Vor-/Endstufenkombination.
Die PR300 Evolution ist als vollständig symmetrische Dual-Mono-Vorstufe aufgebaut. Jeder Kanal besitzt eigene symmetrische, in Class A arbeitende Audiostufen und einen eigenen Lautstärkeabschwächer mit geschalteten Widerständen. Zwei 10-VA-Ringkerntransformatoren versorgen die Audiostufen getrennt; weitere Netzteile sind für Digital- und Steuersektion zuständig. Insgesamt stehen 89.000 µF Kapazität zur Verfügung. Neben fünf Line-Eingängen und Bypass gibt es einen XLR-Eingang sowie XLR- und Cinch-Ausgänge.
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Atoll PR400 Evolution – Referenz-Vorstufe
Atoll PR400 Evolution – vollständig symmetrische Dual-Mono-Vorstufe der Referenzserie. Die Atoll PR400 Evolution ist die große analoge Vorstufe der Marke. Linker und rechter Kanal besitzen getrennte Signalwege und eigene Lautstärkeregelungen.
In Verbindung mit der AM400 entsteht eine sehr leistungsfähige europäische Vor-/Endstufenkombination, bei der Atoll den gesamten Aufwand auf analoge Signalverarbeitung und Lautsprecherkontrolle konzentriert.
Die PR400 Evolution ist konsequent in Dual Mono und vollständig symmetrisch aufgebaut. Vier Ringkerntransformatoren – zwei davon mit jeweils 10 VA ausschließlich für die Audiokanäle – trennen Audio-, Logik- und Steuersektionen voneinander; die Gesamtkapazität beträgt 112.000 µF. Zwei synchronisierte motorische ALPS-Potentiometer regeln die Lautstärke kanalgetrennt. Mit 0,5 Hz bis 780 kHz Bandbreite, 0,004 % Verzerrung bei 1 kHz sowie zwei XLR- und fünf Line-Eingängen ist die Konstruktion ausgesprochen aufwendig.
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Atoll Stereo-Endstufen – Stromlieferfähigkeit ohne Materialtheater
Bei den Atoll Endstufen wird besonders deutlich, wohin ein großer Teil des Budgets fließt: Ringkerntransformatoren, Siebkondensatoren und diskrete MOSFET-Ausgangsstufen nehmen im Gehäuse erheblich mehr Platz ein als irgendwelche Zusatzfunktionen.
Atoll MA100 – kompakt und flexibel
Atoll MA100 – kompakte und flexibel einsetzbare Stereo-Endstufe. Die Atoll MA100 eignet sich hervorragend als kompakte Endstufe für Vorverstärker, Streamer mit regelbarem Ausgang oder zusätzliche Bi-Amping-Kanäle.
Die nur 32 cm breite MA100 liefert 2 × 60 Watt an 8 Ohm und 2 × 80 Watt an 4 Ohm. Ein 170-VA-Ringkerntransformator und 16.600 µF Kapazität versorgen die diskrete MOSFET-Endstufe; im gebrückten Monobetrieb stehen 150 Watt an 8 Ohm zur Verfügung. Der Frequenzbereich reicht von 5 Hz bis 200 kHz, ein 12-V-Trigger erleichtert die Kombination mit passenden Vorstufen und Streamern.
Atoll AM100 Signature – klassische Doppel-Netzteil-Endstufe
Atoll AM100 Signature – diskrete MOSFET-Endstufe mit zwei kräftigen Ringkerntransformatoren. Die Atoll AM100 Signature ist eine klassische analoge MOSFET-Endstufe mit zwei Ringkerntransformatoren. Sie eignet sich für Stereo, Bi-Amping oder – bei geeigneten Lautsprechern – den gebrückten Monobetrieb.
Die AM100 Signature leistet 2 × 100 Watt an 8 Ohm und 2 × 140 Watt an 4 Ohm. Zwei 340-VA-Ringkerntransformatoren und 32.247 µF Kapazität versorgen die symmetrisch aufgebauten diskreten MOSFET-Stufen. Der Übertragungsbereich reicht von 5 Hz bis 200 kHz; per internem Umschalter lässt sich die Endstufe auch brücken und als Monoblock betreiben. Ein 12-V-Trigger ist serienmäßig vorhanden.
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Atoll AM200 Evolution – mehr Kontrolle für größere Lautsprecher
Atoll AM200 Evolution – kräftige diskrete MOSFET-Endstufe mit getrennten Stromversorgungen. Die Atoll AM200 Evolution bietet deutlich größere Stromreserven und ist entsprechend für ausgewachsene Standlautsprecher und anspruchsvollere Lasten interessant.
Technisch liefert die AM200 Evolution 2 × 120 Watt an 8 Ohm und 2 × 200 Watt an 4 Ohm, kurzzeitig stehen bis zu 300 Watt Impulsleistung pro Kanal zur Verfügung. Zwei 340-VA-Ringkerntransformatoren und 59.420 µF Gesamtkapazität bilden die Stromversorgung. Die symmetrischen diskreten Audiostufen arbeiten mit einer Dual-Push-Pull-MOSFET-Ausgangsstufe in Class A/B; die Endstufe ist zudem für Mono-Betrieb brückbar.
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Atoll AM300 Evolution – Triple Push-Pull und Dual Mono - Kraft
Atoll AM300 Evolution – Dual-Mono-Endstufe mit dreifacher MOSFET-Push-Pull-Ausgangsstufe. Die Atoll AM300 Evolution arbeitet mit einer konsequenten Dual-Mono-Architektur und eigenen kräftigen Netztransformatoren für beide Kanäle.
Auch hier ist das Verhältnis von Preis und technischem Aufwand bemerkenswert: große lineare Netzteile, aufwendige diskrete Ausgangsstufen und europäische Fertigung.
Die AM300 Evolution liefert 2 × 150 Watt an 8 Ohm und 2 × 280 Watt an 4 Ohm; im gebrückten Monobetrieb stehen bis zu 500 Watt an 8 Ohm zur Verfügung. Zwei 440-VA-Ringkerntransformatoren und 83.600 µF Kapazität bilden die Stromversorgung. Cinch und XLR stehen als Eingänge zur Verfügung, wobei das XLR-Signal intern vollständig symmetrisch verarbeitet wird. Tellurium-Kupfer-Lautsprecherterminals, 12-V-Trigger und ein Signal-Rausch-Abstand von 105 dB unterstreichen den konstruktiven Anspruch.
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Atoll AM400 Evolution – die große audiophile Atoll Endstufe
Atoll AM400 Evolution – große symmetrische Dual-Mono-Endstufe für anspruchsvolle Lautsprechersysteme. Die Atoll AM400 Evolution bildet die Spitze der Stereo-Endstufen. Zahlreiche selektierte MOSFETs, ein sehr großes lineares Netzteil, hohe Siebkapazität und symmetrischer Dual-Mono-Aufbau sorgen für enorme elektrische Reserven.
Versilberte OFC-Innenverkabelung, hochwertige Koppelkondensatoren und massive Anschlüsse zeigen, dass Atoll auch beim großen Modell lieber in die eigentliche Technik investiert als in dekoratives Beiwerk.
Die AM400 Evolution stellt 2 × 170 Watt an 8 Ohm und 2 × 320 Watt an 4 Ohm bereit; gebrückt sind bis zu 600 Watt an 8 Ohm möglich. Ein 1.050-VA-Ringkerntransformator und 111.300 µF Gesamtkapazität bilden die Energieversorgung. Cinch und XLR stehen als Eingänge zur Verfügung, die Lautsprecheranschlüsse bestehen aus Tellurium-Kupfer. Atoll gibt 105 dB Signal-Rausch-Abstand, 0,005 % Verzerrung bei 1 kHz und einen Frequenzbereich von 5 Hz bis 200 kHz an.
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Atoll Mehrkanal-Endstufen – kräftige Verstärkung fürs Heimkino
Auch im Heimkino bleibt Atoll seiner analogen Verstärkerphilosophie treu. AV100 SE und AV500 SE besitzen weder Decoder noch DSP oder Lautstärkeregelung. Sie konzentrieren sich ausschließlich darauf, die Vorverstärkersignale eines AV-Receivers oder AV-Prozessors kräftig und sauber an die Lautsprecher weiterzugeben.
Atoll AV100 SE – drei kräftige Kanäle für Front und Center
Die Atoll AV100 SE ist besonders interessant, wenn Front links, Center und Front rechts eines Heimkinos gezielt von einer separaten Endstufe angetrieben werden sollen.
Diskrete Class-A-Eingangsstufen, MOSFET-Ausgänge und zwei kräftige Ringkerntransformatoren entlasten den AV-Receiver deutlich und konzentrieren die externe Verstärkung auf die klanglich und dynamisch wichtigsten Kanäle.
Die AV100 stellt drei identische Endstufenkanäle mit jeweils 100 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 140 Watt an 4 Ohm bereit; die Impulsleistung beträgt 180 Watt pro Kanal. Zwei 340-VA-Ringkerntransformatoren und 44.210 µF Siebkapazität versorgen die diskreten MOSFET-Stufen. Der Frequenzbereich reicht von 5 Hz bis 200 kHz, Ein- und Ausgänge sind für alle drei Kanäle separat ausgeführt.
Atoll AV500 SE – fünf diskrete Endstufen in einem Gehäuse
Atoll AV500 SE – fünf diskrete MOSFET-Endstufen für hochwertige Mehrkanal- und Heimkinoanlagen. Die Atoll AV500 SE versorgt fünf Lautsprecherkanäle aus einem gemeinsamen, sehr großzügig dimensionierten Netzteil mit zwei Ringkerntransformatoren.
Fünf diskrete MOSFET-Verstärkerzüge übernehmen Front-, Center- und Surroundkanäle. Damit ist sie eine interessante Alternative zu den häufig relativ knapp dimensionierten internen Endstufen eines AV-Receivers.
Bei gleichzeitiger Nutzung aller fünf Kanäle liefert die AV500 5 × 85 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 5 × 100 Watt an 4 Ohm; im Zweikanalbetrieb sind 2 × 100 beziehungsweise 2 × 140 Watt möglich. Zwei 340-VA-Ringkerntransformatoren und insgesamt 73.000 µF Kapazität versorgen die fünf diskreten MOSFET-Verstärkerzüge. Der Frequenzbereich reicht von 5 Hz bis 200 kHz.
Atoll Streaming- und Digital-Vorverstärker
Wer eine separate Endstufe oder aktive Lautsprecher betreibt, findet bei Atoll mehrere interessante digitale Schaltzentralen. Vom kompakten MS120 bis zum ST300 verbinden sie Streaming beziehungsweise D/A-Wandlung mit einer regelbaren hochwertigen Analogstufe.
Atoll MS120 – kompakter Streamer, DAC und Vorverstärker
Atoll MS120 – kompakter Netzwerkplayer, DAC und regelbarer Vorverstärker. Der Atoll MS120 verbindet Netzwerkstreaming, D/A-Wandlung und eine analoge Vorstufe in einem kompakten Gehäuse.
Diskrete Class-A-Ausgangsstufen, eine analoge Lautstärkeregelung über geschaltete Widerstände und getrennte Versorgungsschaltungen machen ihn deutlich interessanter als einen gewöhnlichen Streamer mit nachträglich ergänztem regelbarem Ausgang.
Im MS120 arbeitet ein Burr-Brown PCM1796 mit 123 dB Dynamikumfang und Signal-Rausch-Abstand. Insgesamt 5.435 µF Kapazität und getrennte Versorgungen für Digital- und Audiostufen flankieren die diskreten, in Class A arbeitenden Ausgangsstufen ohne Gegenkopplung. Netzwerk- und USB-Wiedergabe unterstützen PCM bis 24 Bit/192 kHz sowie DSD64 und DSD128. Zwei analoge Eingänge, zwei koaxiale und zwei optische Digitaleingänge, zwei USB-A-Anschlüsse, RJ45, WLAN und Bluetooth 4.2 sorgen für umfassende Konnektivität.
Atoll ST200 Signature – Streamer und vollwertige Vorstufe
Atoll ST200 Signature – Netzwerkplayer mit DAC und hochwertiger analoger Vorverstärkersektion. Der Atoll ST200 Signature kombiniert Streaming, DAC und Vorverstärker und kann direkt eine separate Endstufe oder aktive Lautsprecher ansteuern.
Die analoge Ausgangsstufe ist diskret aufgebaut und in Class A vorgespannt. Separate lineare Netzteile für unterschiedliche Baugruppen reduzieren gegenseitige Störeinflüsse zwischen Streaming-, Digital- und Analogsektion.
Der ST200 Signature nutzt einen Burr-Brown PCM1792A mit 129 dB Dynamikumfang. Ein 30-VA-Lineartransformator plus separate 10-VA-Audioversorgung und insgesamt 27.000 µF Kapazität versorgen Digital- und Analogsektion. Die diskrete Ausgangsstufe arbeitet in Class A ohne Gegenkopplung, die analoge Lautstärke wird über geschaltete Widerstände geregelt und lässt sich umgehen. PCM bis 24 Bit/192 kHz sowie DSD64 und DSD128 werden unterstützt.
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Atoll ST300 Signature – große Streaming-Vorstufe
Atoll ST300 Signature – symmetrische Streaming-Vorstufe mit aufwendiger Stromversorgung. Der Atoll ST300 Signature ist die große Streaming-Vorstufe der Signature-Serie. Zwei separate DAC-Kanäle, vier diskrete Class-A-Ausgangsstufen und mehrere eigene Netzteilsektionen treiben den Aufwand deutlich weiter als beim kleineren ST200.
Symmetrische XLR- und Cinch-Ausgänge erlauben die direkte Verbindung mit hochwertigen Endstufen. Analoge Eingänge sorgen dafür, dass der ST300 nicht auf reine Digitalquellen beschränkt bleibt.
Im ST300 arbeiten zwei Burr-Brown PCM1792A – je einer pro Kanal – mit 132 dB Dynamikumfang und Signal-Rausch-Abstand. Vier diskrete Class-A-Ausgangsstufen ohne Gegenkopplung, ein 30-VA-Lineartransformator plus zwei separate 10-VA-Audiotransformatoren und 69.000 µF Gesamtkapazität treiben den Aufwand deutlich weiter. PCM bis 24 Bit/192 kHz sowie DSD64 und DSD128 werden unterstützt; XLR- und Cinch-Ausgänge können gleichzeitig genutzt werden.
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Atoll DAC200 Signature – DAC und digitaler Vorverstärker
Atoll DAC200 Signature – D/A-Wandler mit regelbarer analoger Class-A-Ausgangsstufe. Der Atoll DAC200 Signature lässt sich dank regelbarer Ausgangsstufe auch direkt als digitale Vorstufe vor einer Endstufe einsetzen.
Diskrete, in Class A arbeitende Ausgangsstufen und mehrere getrennte lineare Stromversorgungen zeigen, dass Atoll die analoge Seite eines DACs genauso ernst nimmt wie den eigentlichen Wandlerchip.
Die Wandlung übernimmt ein ESS ES9028PRO mit 32-Bit-Architektur, 133 dB Dynamikumfang und einem angegebenen THD von -120 dB bei 1 kHz und 0 dBFS. Drei getrennte lineare Transformatoren, zwölf unabhängige Spannungsregelungen und insgesamt 20.030 µF Kapazität versorgen Digital- und Analogsektion. Über USB-B werden PCM-Daten bis 768 kHz sowie DSD64, DSD128, DSD256 und DSD512 verarbeitet; koaxiale, optische, AES/EBU- und Bluetooth-Eingänge ergänzen die Digitalsektion.
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Atoll DAC300 – digitaler Vorverstärker der großen Serie
Atoll DAC300 – digitale Schaltzentrale mit symmetrischer diskreter Class-A-Ausgangsstufe. Der Atoll DAC300 verbindet einen aufwendigen ESS-Sabre-Wandler mit einer vollständig diskreten und symmetrisch ausgelegten analogen Ausgangsstufe.
Die regelbaren Cinch- und XLR-Ausgänge ermöglichen den direkten Betrieb einer Endstufe. Für rein digitale Anlagen kann dadurch eine zusätzliche separate Vorstufe entfallen.
Im DAC300 arbeitet der ESS Sabre ES9038PRO mit 32-Bit-Architektur. Über die asynchrone XMOS-USB-Schnittstelle verarbeitet er PCM bis 768 kHz sowie DSD64, DSD128, DSD256 und DSD512. Drei unabhängige rauscharme Lineartransformatoren, zwölf separate Spannungsregelungen und 20.030 µF Kapazität versorgen die getrennten Digital- und Analogsektionen. Atoll gibt 137 dB Dynamikumfang, 132 dB Signal-Rausch-Abstand und -122 dB THD bei 1 kHz und 0 dBFS an.
Atoll Kopfhörerverstärker – gleichzeitig vollwertige Vorstufen
HD100 und HD120 sind deutlich mehr als kleine Kopfhörerverstärker. Beide Geräte kombinieren hochwertige Kopfhörerausgänge mit einer regelbaren Stereo-Vorstufe und D/A-Wandlung und können deshalb auch direkt vor einer separaten Endstufe oder Aktivlautsprechern eingesetzt werden.
Atoll HD100 – Kopfhörerverstärker, DAC und Vorstufe
Atoll HD100 – Kopfhörerverstärker, DAC und kompakte Stereo-Vorstufe. Der Atoll HD100 besitzt diskrete, in Class A vorgespannte Vorverstärkerstufen und eine kräftige Kopfhörerausgangsstufe.
Drei getrennte lineare Transformatoren und mehrere stabilisierte Versorgungen sind für ein derart kompaktes Gerät ungewöhnlich aufwendig. Zwei Kopfhörerausgänge und der regelbare Pre-Out erlauben sowohl den klassischen Kopfhörerbetrieb als auch den Einsatz als Vorstufe.
Der HD100 liefert nominell 1,4 Watt an 32 Ohm und kurzfristig bis zu 6,8 Watt Impulsleistung an 32 Ohm; die Ausgangsimpedanz beträgt lediglich 1 Ohm. Der Übertragungsbereich reicht von 1 Hz bis 150 kHz. Für die D/A-Wandlung setzt Atoll einen Burr-Brown PCM5102 ein; koaxial, optisch und über USB-B werden Signale bis 24 Bit/192 kHz verarbeitet. Drei unabhängige Lineartransformatoren und acht geregelte Spannungsversorgungen sind für ein derart kompaktes Gerät ungewöhnlich aufwendig.
Atoll HD120 – zusätzlich mit Bluetooth
Atoll HD120 – Kopfhörerverstärker, DAC und Stereo-Vorstufe mit zusätzlichem Bluetooth-Eingang. Der Atoll HD120 erweitert das Konzept des HD100 um Bluetooth und ist damit die flexiblere kompakte Schaltzentrale.
Die Verstärkerschaltung bleibt erfreulich ernsthaft: diskrete Class-A-Vorstufen, lineare Transformatoren und mehrere getrennt stabilisierte Spannungsversorgungen statt einer einfachen USB-DAC-Platine mit Kopfhörerchip.
Leistungsmäßig entspricht der HD120 dem HD100 mit 1,4 Watt Nennleistung und bis zu 6,8 Watt Impulsleistung an 32 Ohm bei nur 1 Ohm Ausgangsimpedanz. Auch hier arbeitet ein Burr-Brown PCM5102 mit bis zu 24 Bit/192 kHz an den kabelgebundenen Digitaleingängen. Der zusätzliche Bluetooth-Empfänger wird intern direkt per I²S an die Digitalsektion angebunden; drei Transformatoren und acht geregelte Versorgungen bleiben erhalten.
Welcher Atoll Verstärker passt zu Ihrer Anlage?
Bei Atoll lässt sich die Modellhierarchie erfreulich logisch nachvollziehen. Mit jeder Stufe steigen Netzteilaufwand, Ausgangsstufe und Stromreserven – nicht einfach nur die Modellnummer.
IN50 und IN80 Signature passen hervorragend zu vernünftig zu betreibenden Kompakt- und Standlautsprechern. Der IN100 Signature besitzt bereits deutlich mehr Autorität. Der IN200 Evolution ist für uns einer der besonders interessanten Allrounder: kräftig genug für sehr viele ernsthafte Lautsprecher, angenehm abgestimmt und preislich noch ausgesprochen vernünftig.
Mit IN300 und IN400 Evolution kommen wir in Bereiche, in denen auch größere, wirkungsgradschwächere oder impedanzkritischere Lautsprecher souverän betrieben werden können.
Wer Streaming und Verstärker in einem Gerät möchte, findet mit SDA200 und SDA300 Signature zwei Lösungen, bei denen die Endstufensektion nicht zum notwendigen Übel eines All-in-One-Gerätes degradiert wurde.
Für getrennte Anlagen reichen die Möglichkeiten vom kompakten MS120 über ST200 und ST300 bis zu den analogen PR-Vorstufen und den entsprechenden AM-Endstufen. Selbst ein HD100 oder HD120 kann als kompakte Vorstufe vor einer Endstufe eingesetzt werden.
Angenehm abgestimmt statt künstlich spektakulär
Atoll gehört für uns nicht zu den Verstärkern, die beim fünfminütigen Umschaltvergleich möglichst spektakulär auffallen sollen.
Die Wiedergabe ist sauber, offen und dynamisch, besitzt aber gleichzeitig eine angenehme Geschlossenheit. Der Hochton wird nicht künstlich hervorgehoben, Stimmen wirken nicht ausgedünnt und der Bass bleibt kräftig, ohne permanent im Vordergrund zu stehen.
Das macht Atoll besonders interessant für Musikliebhaber, die viel und lange hören – und nicht nach zwanzig Minuten von einem vermeintlich hochauflösenden Verstärker genug haben möchten.
Atoll bei ART&VOICE hören
Welche Verstärkerstufe tatsächlich sinnvoll ist, hängt vom Lautsprecher, Raum und gewünschten Pegel ab. Wirkungsgrad allein reicht dabei nicht: Auch Impedanzverlauf und elektrische Last spielen eine wesentliche Rolle.
In unseren HiFi- und High-End-Studios können wir unterschiedliche Atoll-Verstärker mit passenden Lautsprechern kombinieren und gemeinsam feststellen, ab welcher Modellstufe ein größerer Verstärker wirklich einen Vorteil bringt.
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Atoll ist für uns einer der besten Beweise dafür, dass ein leistungsfähiger, musikalischer und in Europa gefertigter Verstärker nicht zwangsläufig ein kleines Vermögen kosten muss.
Atoll Verstärkertechnik – warum die Geräte so viel fürs Geld bieten
Der konstruktive Ansatz von Atoll ist vergleichsweise klassisch. Statt möglichst komplizierte Schaltungen einzusetzen, versucht der Hersteller, die einzelnen Verstärkerstufen sauber, diskret und mit ausreichend dimensionierten Stromversorgungen aufzubauen.
Das klingt zunächst wenig spektakulär. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick ins Innere.
Ein Blick ins Innere – Netzteile statt Show
Typischer Atoll-Aufbau – große lineare Netzteile, kräftige Siebung und diskrete Leistungselektronik statt unnötiger Spielereien. Die Innenansicht zeigt sehr schön, wo Atoll investiert. Große Ringkerntransformatoren, umfangreiche Kondensatorbänke, klar getrennte Funktionsbereiche und kräftige Kühlkörper bestimmen den Aufbau.
Genau hier steckt ein erheblicher Teil des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses: Geld fließt in Stromversorgung und Verstärkerschaltung statt in Dekoration.
Diskreter Aufbau
Atoll verwendet in den wesentlichen analogen Verstärkerstufen diskrete Bauteile. Transistoren, Widerstände und Kondensatoren werden entsprechend ihrer Aufgabe ausgewählt und zu eigenen Verstärkerschaltungen aufgebaut.
Eine diskrete Schaltung ist nicht automatisch besser als ein guter integrierter Verstärkerbaustein. Sie gibt dem Entwickler jedoch erheblich mehr Freiheit bei Arbeitspunkt, Stromversorgung, Gegenkopplung und Ausgangsstufe.
Class-A-Vorstufen
Bei vielen Atoll-Geräten arbeiten empfindliche Vorverstärker- und Ausgangsstufen in Class A. Da eine Vorstufe nur relativ kleine Ströme liefern muss, lässt sich dieses Prinzip dort ohne die extreme Wärmeentwicklung einer großen Class-A-Endstufe sinnvoll realisieren.
Die eigentliche Lautsprecherendstufe arbeitet anschließend effizienter in Class A/B.
MOSFET-Ausgangsstufen
Ein charakteristisches Merkmal vieler Atoll-Verstärker sind MOSFET-Leistungstransistoren. Entscheidend ist dabei weniger der Transistortyp allein als dessen gesamte Schaltungsumgebung: Arbeitspunkt, Treiberstufe, Stromversorgung, Kühlung und Gegenkopplung bestimmen gemeinsam das tatsächliche Verhalten.
Bei den größeren Modellen werden mehrere MOSFET-Paare parallel betrieben. Dadurch steigen Stromlieferfähigkeit und thermische Reserven deutlich.
Dual Mono – warum getrennte Stromversorgungen sinnvoll sind
Schon vergleichsweise preiswerte Atoll-Verstärker arbeiten mit zwei Ringkerntransformatoren. Bei den größeren Evolution-Modellen werden linker und rechter Kanal zunehmend konsequenter voneinander getrennt.
Der Vorteil liegt nicht darin, möglichst viele Transformatoren zählen zu können. Wenn beide Kanäle ihre Energie aus weitgehend unabhängigen Versorgungen beziehen, beeinflussen sie sich bei dynamischen Lastwechseln weniger gegenseitig.
Große Netzteile – weil Lautsprecher keine Widerstände sind
Ein Lautsprecher besitzt keine konstante Impedanz. Je nach Frequenz kann seine elektrische Last erheblich schwanken; zusätzlich entstehen Phasenverschiebungen zwischen Spannung und Strom.
Atoll dimensioniert Transformatoren und Siebkapazitäten deshalb auffällig großzügig. Besonders bei IN300, IN400 sowie AM300 und AM400 sieht man, wie viel Raum allein die Stromversorgung beansprucht.
Streaming-Verstärker – digital vorne, analog hinten
SDA200 und SDA300 zeigen, dass ein moderner Streaming-Verstärker nicht zwangsläufig aus Schaltnetzteil, Digitalplatine und kleiner Class-D-Endstufe bestehen muss.
Atoll kombiniert die digitale Streaming- und DAC-Technik mit klassischen linearen Netzteilen, diskreten Vorstufen und kräftigen MOSFET-Endstufen. Die unterschiedlichen Baugruppen erhalten eigene beziehungsweise getrennte Stromversorgungen, damit Netzwerk- und Digitaltechnik die empfindlichen Analogstufen möglichst wenig beeinflussen.
Damit bleiben SDA200 und SDA300 im Kern echte Atoll-Verstärker – sie können nur zusätzlich streamen.
Streaming-Vorstufen – Netzwerktechnik und Analogsektion getrennt gedacht
Auch MS120, ST200 und ST300 behandeln die analoge Ausgangsstufe nicht als nebensächliches Anhängsel des DAC-Chips.
Diskrete Class-A-Schaltungen, analoge Lautstärkeregelung und getrennte lineare Stromversorgungen sorgen dafür, dass diese Geräte vollwertig als Vorverstärker vor einer Endstufe oder aktiven Lautsprechern genutzt werden können.
Kopfhörerverstärker – kleine Last, kein kleines Thema
HD100 und HD120 zeigen denselben Ansatz in kompakter Form. Mehrere Transformatoren und getrennt stabilisierte Spannungsversorgungen wirken für einen Kopfhörerverstärker zunächst beinahe übertrieben.
Elektrisch ist der Aufwand jedoch sinnvoll: Kopfhörer können sehr unterschiedliche Impedanzen und Wirkungsgrade besitzen, während Rauschen und Kanalabweichungen aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Ohr besonders schnell auffallen.
Phonovorverstärker – Verstärkung kleinster Signale
Bei PH100 und PH200 verarbeitet Atoll Signale, die um Größenordnungen kleiner sind als die Ausgangsspannung eines normalen CD-Players oder DACs.
Deshalb kommen besonders rauscharme separate Transformatoren, diskrete Signalstufen und kanalgetrennte Versorgungen zum Einsatz. Gerade bei Low-Output-MC-Systemen sind solche Details wesentlich wichtiger als hohe Leistungszahlen.
Moderate Gegenkopplung statt maximaler Korrektur
Atoll setzt auf vergleichsweise geradlinige Verstärkerschaltungen und bewusst moderate Gegenkopplung. Ziel ist eine stabile und lineare Schaltung mit gutem dynamischem Verhalten – nicht ein möglichst spektakulärer Einzelmesswert.
Gegenkopplung ist dabei grundsätzlich nichts Negatives. Richtig eingesetzt reduziert sie Verzerrungen und stabilisiert Verstärkerparameter. Entscheidend ist die gesamte Konstruktion und nicht die einfache Behauptung „mit“ oder „ohne“ Gegenkopplung.
Symmetrische Technik bei den größeren Modellen
IN300, IN400 sowie größere Vor-, Digital- und Endstufen verfügen über zunehmend konsequent symmetrisch ausgelegte Signalwege.
Das ist erheblich aufwendiger, als lediglich eine XLR-Buchse auf der Rückseite eines intern unsymmetrischen Gerätes zu montieren.
Modular statt nach wenigen Jahren veraltet
Viele Atoll Voll- und Vorverstärker lassen sich mit Phono- oder Digitalmodulen erweitern. Wer zunächst ausschließlich analog hören möchte, muss deshalb nicht automatisch für eine Digitalsektion bezahlen.
Das ist aus unserer Sicht sinnvoll: Ein hochwertiger Analogverstärker kann Jahrzehnte funktionieren, während digitale Schnittstellen und Streamingplattformen wesentlich schneller altern.
Warum Atoll preislich interessant bleibt
Natürlich baut auch Atoll keine Verstärker zum Selbstkostenpreis. Trotzdem ist auffällig, wie viel klassische Audiotechnik man für das Geld bekommt.
Ein vergleichsweise schlichtes Gehäuse, eine überschaubare Modellpolitik und die Konzentration auf die eigentliche Elektronik ermöglichen es, einen größeren Teil des Verkaufspreises in jene Komponenten zu stecken, die technisch tatsächlich relevant sind.
Dazu kommt die Fertigung in Frankreich. Wer Wert auf europäische Produktion legt, muss hier nicht automatisch in extreme Preisregionen wechseln.
Genau deshalb mögen wir Atoll: keine Wundertechnik, kein übertriebenes High-End-Theater – sondern sauber gemachte, leistungsfähige und angenehm musikalische Verstärker zu Preisen, die angesichts der europäischen Fertigung erstaunlich vernünftig geblieben sind.
















