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Fezz Audio Röhrenverstärker

Moderne Röhrentechnik aus Europa zu fairen Preisen

Fezz Audio gehört für uns zu den interessantesten europäischen Herstellern moderner Röhrenverstärker. Die Geräte verbinden klassische Röhrenschaltungen mit praxisgerechter Technik wie Auto-Bias, Schutzschaltungen, Fernbedienung und teilweise modularer Erweiterbarkeit – ohne daraus eine elektronische Weihnachtsbaumveranstaltung zu machen.

Besonders interessant ist die Herkunft des Herstellers. Fezz Audio kommt aus dem Umfeld des polnischen Transformatorenspezialisten Toroidy.pl. Netztransformatoren und vor allem Ausgangsübertrager sind bei einem Röhrenverstärker keine nebensächlichen Bauteile, sondern bestimmen wesentlich Bandbreite, Ausgangsimpedanz, Leistungsübertragung und letztlich auch die Qualität der Lautsprecheransteuerung.

Das Programm reicht vom relativ kompakten Luna Mini über klassische EL34- und KT88-Push-Pull-Verstärker bis zu konsequenten 300B-Single-Ended-Konzepten und dem kräftigen Olympia mit acht KT88. Damit deckt Fezz sehr unterschiedliche Anwendungen ab – vom wirkungsgradstarken Lautsprecher bis zum ausgewachsenen Standlautsprecher, der etwas mehr Leistung verlangt.

Klanglich gefallen uns Fezz Verstärker besonders durch ihre Kombination aus Farbigkeit und Natürlichkeit. Gute Röhrentechnik soll aus unserer Sicht weder dumpf noch künstlich weich spielen. Stimmen dürfen Körper besitzen, Räume dürfen groß wirken und Instrumente dürfen Klangfarben haben – der Bass sollte trotzdem nicht beim ersten Schlagzeugsolo kapitulieren.

Fezz Röhrenverstärker – die Technik dahinter

Bei Röhrenverstärkern entscheidet nicht allein die verwendete Röhre über den Klang. Eine 300B macht noch keinen guten 300B-Verstärker und vier KT88 garantieren weder Leistung noch Kontrolle. Entscheidend ist die gesamte Schaltung aus Eingangsstufe, Treiberstufe, Arbeitspunkt, Netzteil und vor allem Ausgangsübertrager.

Warum der Ausgangsübertrager so wichtig ist

Leistungsröhren arbeiten mit deutlich höheren Spannungen und Ausgangsimpedanzen als ein typischer Lautsprecher. Der Ausgangsübertrager übernimmt deshalb die elektrische Anpassung zwischen Röhrenstufe und Lautsprecher.

Seine Wicklungsgeometrie, Induktivität, Streuinduktivität, Kernmaterialien und Übersetzungsverhältnisse beeinflussen unter anderem Frequenzgang, Phasenverhalten, Bassübertragung und Hochtonbandbreite. Genau hier besitzt Fezz durch die Verbindung mit Toroidy einen interessanten technischen Hintergrund.

Ungewöhnlich ist insbesondere der konsequente Einsatz speziell entwickelter Ringkern-Ausgangsübertrager. Ringkerne können bei entsprechend sorgfältiger Konstruktion sehr geringe Streufelder und eine hohe magnetische Effizienz ermöglichen, stellen bei Ausgangsübertragern aber auch hohe Anforderungen an Wicklung und Kernauslegung.

Single Ended – maximale Einfachheit

Beim klassischen Single-Ended-Verstärker übernimmt eine Leistungsröhre beziehungsweise eine parallel geschaltete Gruppe von Röhren den kompletten Signalverlauf. Die Endstufe arbeitet üblicherweise in Class A und kennt deshalb keine Übernahme zwischen positiver und negativer Halbwelle wie eine Push-Pull-Schaltung.

Der Preis dafür ist geringe Leistung und eine hohe dauerhafte Verlustleistung. Genau deshalb sollte ein 8-Watt-300B-Verstärker nicht mit einem beliebigen 84-dB-Lautsprecher kombiniert werden und anschließend dafür verantwortlich gemacht werden, dass Metallica bei Konzertpegel etwas müde wirkt.

PSE – Parallel Single Ended

Beim Parallel Single Ended werden mehrere Leistungsröhren parallel betrieben. Das Grundprinzip des Single-Ended-Verstärkers bleibt erhalten, die verfügbare Ausgangsleistung und Stromlieferfähigkeit steigen jedoch.

Fezz verwendet dieses Konzept beispielsweise beim Lybra 300B und bei den Mira-Ceti-Monoblöcken. Zwei parallel arbeitende 300B pro Kanal ermöglichen etwa 15 Watt – für eine 300B-Schaltung bereits ausgesprochen praxisgerecht.

Push-Pull – mehr Leistung und Lautsprecherkontrolle

In Push-Pull-Schaltungen arbeiten zwei beziehungsweise mehrere Röhrengruppen gemeinsam. Eine Hälfte übernimmt vereinfacht gesagt die positive und die andere die negative Signalhälfte. Dadurch lassen sich deutlich höhere Leistungen erzielen und der Ausgangsübertrager wird anders magnetisch belastet als bei Single Ended.

Luna, Titania und Olympia nutzen dieses Prinzip. Besonders der Olympia zeigt, dass ein Röhrenverstärker keineswegs automatisch leistungsschwach sein muss.

EL34, KT88 und 300B – drei sehr unterschiedliche Konzepte

Die EL34 ist eine klassische Leistungs-Pentode und seit Jahrzehnten in Audioverstärkern etabliert. Sie eignet sich hervorragend für moderate bis hohe Leistungen und besitzt einen ausgesprochen interessanten Mitteltonbereich.

Die KT88 kann deutlich höhere Leistungen verarbeiten und eignet sich entsprechend gut für kräftige Push-Pull-Verstärker. Sie ist deshalb bei Titania und Olympia die logische Wahl.

Die direkt geheizte 300B-Triode verfolgt dagegen eine völlig andere Philosophie. Sie besitzt eine vergleichsweise geringe Leistung, arbeitet dafür mit einer sehr einfachen Kennlinie und wird besonders für ihre natürliche, räumliche und farbstarke Wiedergabe geschätzt.

Auto-Bias – Röhrenverstärker ohne Messgeräte-Seminar

Bei einem Röhrenverstärker muss der Ruhestrom der Leistungsröhren zum vorgesehenen Arbeitspunkt passen. Bei klassischen Fixed-Bias-Konstruktionen muss dieser Wert teilweise regelmäßig kontrolliert und nachgestellt werden.

Fezz verwendet bei vielen aktuellen Verstärkern eine automatische Bias-Regelung. Die Elektronik hält die Leistungsröhren im vorgesehenen Arbeitsbereich und reduziert damit Wartungsaufwand und Bedienfehler.

Das macht aus Röhren selbstverständlich keine wartungsfreien Halbleiter. Leistungsröhren bleiben Verschleißteile – aber man muss deshalb auch nicht jeden Sonntag mit Multimeter und Schraubendreher neben der Anlage verbringen.

4- und 8-Ohm-Ausgänge – bitte nicht ignorieren

Viele Fezz Röhrenverstärker besitzen getrennte Ausgangsabgriffe für 4 und 8 Ohm. Diese entstehen durch unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse des Ausgangsübertragers.

Welche Einstellung tatsächlich optimal ist, hängt nicht ausschließlich von der auf dem Lautsprecher aufgedruckten Nennimpedanz ab. Ein nomineller 8-Ohm-Lautsprecher kann beispielsweise über weite Frequenzbereiche erheblich tiefer liegen. Im Zweifel lohnt sich deshalb ein Hörvergleich beziehungsweise ein Blick auf den tatsächlichen Impedanzverlauf.

Fezz Röhren-Vollverstärker – vom Luna Mini bis Olympia


Fezz Luna Mini – Class A und EL34 zum Einstieg

Fezz Audio Luna Mini Evolution Röhren-Vollverstärker Fezz Luna Mini – kompakter Einstieg in die Fezz Röhrenverstärker-Welt.

Der Fezz Luna Mini ist der kompakte Einstieg in die aktuelle Fezz-Röhrenwelt. Die aktuelle Generation arbeitet in Class A und liefert 2 × 10 Watt.

Interessant ist die Röhrenbestückung: Zwei EL34 übernehmen die Leistungsstufe, zwei 12AX7 die Signal- und Treiberstufen. Anders als bei den größeren Push-Pull-Konstruktionen geht es hier bewusst um einen reduzierten Verstärker für passende Lautsprecher und normale Hörentfernungen.

Der Verstärker besitzt getrennte 4- und 8-Ohm-Ausgänge und erreicht laut Hersteller eine Bandbreite von 16 Hz bis 130 kHz. Die automatische Bias-Regelung übernimmt die Arbeitspunkte der Leistungsröhren.

Mit drei Cinch-Eingängen, Subwoofer-Ausgang, Fernbedienung und Erweiterungs-Slot ist der kleine Fezz überraschend flexibel. Je nach Konfiguration können unter anderem DAC-, Phono-, XLR-, zusätzliche RCA- oder Bluetooth-Funktionen ergänzt werden.

Die 10 Watt setzen trotzdem klare Grenzen. Wir würden den Luna Mini deshalb bevorzugt mit elektrisch unkomplizierten Lautsprechern und gutem Wirkungsgrad kombinieren. Dann ist er ein erstaunlich erwachsener kleiner Röhrenverstärker – und kein Versuch, aus zehn Watt auf wundersame Weise hundert zu machen.

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Fezz Luna – EL34 mit Ultralinear- und Triodenbetrieb

Fezz Audio Luna EVO Röhren-Vollverstärker Fezz Luna EVO – klassischer Röhren-Vollverstärker mit kräftiger Push-Pull-Ausgangsstufe.

Der Fezz Luna ist für uns einer der interessantesten Einstiege in hochwertige klassische Röhrenverstärkertechnik. Vier EL34-Leistungsröhren und drei 12AX7 arbeiten in einer Push-Pull-Class-AB-Schaltung.

Besonders interessant ist die Umschaltung zwischen Ultralinear- und Triodenbetrieb. Im Ultralinearmodus liefert der Luna rund 40 Watt, im Triodenmodus etwa 20 Watt.

Im Ultralinearbetrieb wird ein Teil des Schirmgittersignals über einen zusätzlichen Abgriff des Ausgangsübertragers geführt. Das verbindet Eigenschaften von Pentoden- und Triodenbetrieb und ermöglicht höhere Leistung bei gleichzeitig vergleichsweise niedrigen Verzerrungen.

Im Triodenbetrieb sinkt die verfügbare Leistung, gleichzeitig verändern sich Ausgangswiderstand, Verstärkung und Verzerrungsspektrum. Welche Betriebsart besser passt, hängt deshalb vom Lautsprecher und vom persönlichen Geschmack ab – ein kostenlos eingebauter Verstärkervergleich gewissermaßen.

Fezz gibt eine Bandbreite von 16 Hz bis 115 kHz und weniger als 0,05 % THD bei 1 kHz und voller Leistung an. 4- und 8-Ohm-Ausgänge, Auto-Bias, drei RCA-Eingänge und Direct-Eingang machen den Luna alltagstauglich.

Für viele normale Stand- und Kompaktlautsprecher ist der Luna bereits ein ausgesprochen vernünftiger Röhrenverstärker. Genau deshalb mögen wir ihn: richtige Röhrentechnik, vernünftige Leistung und kein finanzieller Größenwahn.

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Fezz Mira Ceti Evo MK II – klassische 300B Single Ended

Fezz Audio Mira Ceti Evo MK II 300B Röhren-Vollverstärker Fezz Mira Ceti Evo MK II – klassische Single-Ended-Schaltung mit direkt geheizten 300B-Trioden.

Der Fezz Mira Ceti Evo MK II geht technisch in die entgegengesetzte Richtung. Statt möglichst viel Leistung zu erzeugen, arbeitet pro Kanal eine direkt geheizte 300B-Leistungsröhre in klassischer Single-Ended-Schaltung.

Die Ausgangsleistung beträgt 8 Watt pro Kanal. Zwei 300B bilden die Leistungsstufe, drei 6SN7 übernehmen Vorverstärkung und Treiberaufgaben. Die Ausgangsübertrager besitzen getrennte Abgriffe für 4 und 8 Ohm.

Mit 12 Hz bis 48 kHz ist der Mira Ceti für einen klassischen Single-Ended-300B-Verstärker ausgesprochen breitbandig ausgelegt. Eine automatische Bias-Regelung und die verzögerte Zuschaltung der Anodenspannung erleichtern den Betrieb und schonen die Röhren beim Einschalten.

Der Mira Ceti ist kein Universalverstärker. Acht Watt benötigen den richtigen Lautsprecher. Hoher Wirkungsgrad allein genügt dabei nicht – auch der Impedanzverlauf sollte röhrenfreundlich sein.

Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, zeigt eine gute 300B-Schaltung allerdings Qualitäten, wegen derer diese Röhre seit Jahrzehnten einen beinahe legendären Ruf besitzt: außergewöhnlich plastische Stimmen, feine Klangfarben und eine sehr unmittelbare räumliche Darstellung.

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Fezz Lybra 300B Evolution – vier 300B und 2 × 15 Watt

Fezz Audio Lybra 300B Evolution Röhren-Vollverstärker Fezz Lybra 300B Evolution – Parallel-Single-Ended-Class-A-Verstärker mit vier 300B.

Der Fezz Lybra 300B Evolution ist gewissermaßen die leistungsstärkere Interpretation des klassischen 300B-Konzepts.

Pro Kanal arbeiten zwei 300B parallel in einer PSE – Parallel Single Ended – Schaltung. Dadurch steigt die Ausgangsleistung auf 2 × 15 Watt, ohne den grundsätzlichen Class-A-Single-Ended-Aufbau aufzugeben.

Vier 300B-Leistungsröhren werden von zwei 6SN7 und einer 12AX7 angesteuert. Die speziell für dieses Modell entwickelten Ringkern-Ausgangsübertrager besitzen 4- und 8-Ohm-Abgriffe.

Fezz gibt weniger als 0,25 % THD sowie einen Frequenzgang von 12 Hz bis 60 kHz an. Das Netzteil besitzt eine verzögerte Zuschaltung der Anodenspannung, während Auto-Bias die Arbeitspunkte der vier Leistungsröhren kontrolliert.

15 Watt erweitern die Lautsprecherauswahl gegenüber einem klassischen 8-Watt-300B deutlich. Trotzdem bleibt auch der Lybra ein Verstärker, bei dem Lautsprecher und Verstärker bewusst aufeinander abgestimmt werden sollten.

Mit dem passenden Lautsprecher ist das für uns eine der besonders spannenden Fezz-Lösungen: die typischen Qualitäten einer guten 300B mit etwas mehr Leistungsreserve und Alltagstauglichkeit.

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Fezz Titania Evo MK II – 2 × 60 Watt aus KT88

Fezz Audio Titania Evo MK II KT88 Röhren-Vollverstärker Fezz Titania Evo MK II – kräftiger KT88-Push-Pull-Röhrenverstärker mit 2 × 60 Watt.

Mit dem Fezz Titania Evo MK II kommen wir in einen Leistungsbereich, in dem ein Röhrenverstärker erheblich universeller einsetzbar wird.

Vier KT88-Leistungsröhren und drei 12AX7 arbeiten in einer Push-Pull-Class-AB-Schaltung. Die Ausgangsleistung beträgt 2 × 60 Watt. Separate 4- und 8-Ohm-Abgriffe ermöglichen die Anpassung des Ausgangsübertragers an unterschiedliche Lautsprecher.

Die aktuelle MK-II-Generation besitzt eine überarbeitete Eingangs- und Treiberstufe sowie ein elektronisches Schutzsystem für die Leistungsröhren. Die automatische Bias-Regelung überwacht und korrigiert die Arbeitspunkte selbstständig.

Der Frequenzgang reicht laut Fezz von 16 Hz bis 120 kHz. Der THD-Wert liegt bei weniger als 0,05 % bei 1 kHz und voller Leistung. Damit gehört der Titania zu den technisch ausgesprochen breitbandig ausgelegten Röhrenverstärkern.

Zwei Erweiterungsslots ermöglichen zusätzliche Module. Sub-Out und Direct beziehungsweise Pre-In erleichtern außerdem die Integration eines aktiven Subwoofers oder einer externen Vorstufe.

Für uns ist der Titania besonders interessant für Hörer, die zwar bewusst einen Röhrenverstärker möchten, aber keine speziell für acht oder fünfzehn Watt ausgesuchten Lautsprecher verwenden wollen.

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Fezz Olympia Evolution – 2 × 100 Watt und echter Dual-Mono-Aufbau

Fezz Audio Olympia Evolution Dual Mono Röhren-Vollverstärker Fezz Olympia Evolution – Dual-Mono-Röhrenverstärker mit acht KT88 und 2 × 100 Watt.

Der Fezz Olympia Evolution ist der große Vollverstärker im Programm und zeigt recht eindrucksvoll, dass Röhrentechnik nicht zwangsläufig etwas mit 8 Watt und Hornlautsprechern zu tun haben muss.

Acht KT88-Leistungsröhren arbeiten in einer konsequenten Dual-Mono-Push-Pull-Architektur. Zwei 12AX7 und zwei 12AU7 übernehmen Eingangs- und Treiberaufgaben.

Die Ausgangsleistung beträgt 2 × 100 Watt. Fezz spezifiziert einen Leistungsfrequenzgang von 16 Hz bis 80 kHz, einen Dämpfungsfaktor von über 30 und weniger als 0,1 % THD unterhalb von 100 Watt.

Der Dual-Mono-Aufbau trennt beide Kanäle wesentlich konsequenter als bei einfacheren Stereo-Röhrenverstärkern. Das ist insbesondere bei hohen Leistungen sinnvoll, weil sich dynamische Stromanforderungen eines Kanals weniger stark auf den anderen Kanal auswirken.

Ein zweiminütiger Vorheizzyklus und Standby-Funktion schaffen kontrollierte Einschaltbedingungen. Auto-Bias und die elektronische Röhrenschutzschaltung übernehmen gleichzeitig einen Teil jener Arbeiten, die bei älteren Hochleistungs-Röhrenverstärkern durchaus Aufmerksamkeit verlangten.

Mit 4- und 8-Ohm-Lautsprecherausgängen, Direct-Eingang, Sub-Out und Fernbedienung ist der Olympia trotz seiner acht KT88 erstaunlich alltagstauglich.

Wer Röhrenklang möchte, aber ausgewachsene Standlautsprecher und realistische Pegel nicht aufgeben will, landet bei Fezz ziemlich zwangsläufig hier.

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Fezz Röhren-Vorverstärker

Fezz Sagita Evolution Prestige – Röhrenvorstufe mit RCA und XLR

Fezz Audio Sagita Evolution Prestige Röhren-Vorverstärker Fezz Sagita Evolution Prestige – Röhren-Line-Vorstufe mit RCA- und XLR-Anschlüssen.

Die Fezz Sagita Evolution Prestige ist die passende Röhren-Line-Vorstufe für getrennte Anlagen und insbesondere für die großen Fezz-Endstufen.

Zwei 12AU7 beziehungsweise ECC82 übernehmen die aktive Signalverstärkung. Die stabilisierte Stromversorgung arbeitet mit einem Supreme-Audio-Grade-Ringkerntransformator aus dem Toroidy-Umfeld.

Anschlussseitig stehen vier Cinch-Eingänge, ein Direct-Eingang und zwei symmetrische XLR-Eingänge zur Verfügung. Ausgangsseitig bietet die Vorstufe zwei Cinch- und zwei XLR-Stereoausgänge.

Fezz spezifiziert weniger als 0,005 % Gesamtverzerrungen, einen Signal-Rausch-Abstand von über 92 dB und eine Kanaltrennung von mehr als 94 dB. Für eine Röhrenvorstufe sind das ausgesprochen ordentliche Werte.

Die Sagita eignet sich damit nicht nur für Fezz-Röhrenendstufen. Auch eine kräftige Transistorendstufe lässt sich sinnvoll mit einer Röhrenvorstufe kombinieren, wenn deren klangliche Eigenschaften gewünscht sind, ohne auf hohe Lautsprecherleistung zu verzichten.

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Fezz Röhren-Endstufen – von 300B bis 150 Watt KT88

Fezz Mira Ceti Mono Evolution – 300B PSE als Monoblock

Fezz Audio Mira Ceti Mono Evolution 300B Röhren-Endstufe Fezz Mira Ceti Mono Evolution – 15-Watt-300B-PSE-Monoblock in Class A.

Die Fezz Mira Ceti Mono Evolution überträgt das Parallel-Single-Ended-Konzept auf vollständig getrennte Mono-Endstufen.

Jeder Monoblock arbeitet mit zwei 300B-Leistungsröhren und zwei 6SN7 in Class A. Die beiden 300B sind parallel geschaltet und ermöglichen 15 Watt Ausgangsleistung.

Die speziell entwickelten Ausgangsübertrager besitzen Anschlüsse für 4 und 8 Ohm. Fezz gibt weniger als 0,1 % THD und eine Bandbreite von 12 Hz bis 60 kHz an.

Jede Endstufe besitzt ihre eigene Stromversorgung, ihr eigenes Gehäuse und ihren eigenen Ausgangsübertrager. Dadurch werden linker und rechter Kanal vollständig voneinander getrennt.

Die Mira Ceti Mono wird für Stereo paarweise eingesetzt. In Verbindung mit einer hochwertigen Vorstufe wie der Sagita entsteht eine ausgesprochen konsequente 300B-Anlage.

Nur der Lautsprecher muss dazu passen. 15 Watt bleiben auch dann 15 Watt, wenn zwei ziemlich große Gehäuse danebenstehen.

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Fezz Titania PA Evo MK II – 60-Watt-KT88-Endstufe

Fezz Audio Titania PA Evo MK II Röhren-Endstufe Fezz Titania PA Evo MK II – reine KT88-Leistungsendstufe mit 60 Watt.

Die Fezz Titania PA Evo MK II ist die reine Leistungsendstufe auf Basis der aktuellen Titania-Technik.

Vier KT88 und drei 12AX7 arbeiten in einer Class-AB-Push-Pull-Schaltung. Die Ausgangsleistung beträgt 60 Watt; Lautsprecher werden über getrennte 4- beziehungsweise 8-Ohm-Abgriffe angeschlossen.

Die aktuelle MK-II-Version besitzt überarbeitete Eingangs- und Treiberstufen sowie die elektronische Röhrenschutzschaltung und automatische Bias-Regelung der neuen Generation.

Der Frequenzbereich von 16 Hz bis 120 kHz und weniger als 0,05 % THD bei Nennleistung zeigen, dass Fezz die Endstufe nicht als romantisch verfärbenden Effektgenerator entwickelt hat, sondern als ernsthaften Leistungsverstärker.

Cinch und XLR stehen als Eingänge zur Verfügung. Damit lässt sich die Titania PA sowohl mit der Sagita als auch mit Vorstufen anderer Hersteller kombinieren.

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Fezz Olympia PA Evo – 150 Watt aus vier KT88 pro Kanal

Fezz Audio Olympia PA Evo Röhren-Mono-Endstufen Fezz Olympia PA Evo – 150-Watt-KT88-Monoblöcke für leistungsstarke Röhrenanlagen.

Die Fezz Olympia PA Evo bildet die Leistungsspitze der aktuellen Fezz Röhren-Endstufen.

Pro Monoblock arbeiten vier KT88 in einer Parallel-Push-Pull-Schaltung. Eine 12AX7 und eine 12AU7 übernehmen Eingang und Treiberstufe. Die Endstufe ist symmetrisch aufgebaut und stellt sowohl Cinch- als auch XLR-Eingänge zur Verfügung.

Die Ausgangsleistung beträgt beeindruckende 150 Watt pro Monoblock. Der Leistungsfrequenzgang reicht von 16 Hz bis 80 kHz, der Dämpfungsfaktor liegt über 30.

Fezz gibt weniger als 0,1 % THD unterhalb von 100 Watt und weniger als 1 % bei voller Ausgangsleistung an. Die Eingangsimpedanz beträgt 100 kOhm, die Empfindlichkeit 0,7 Volt.

Besonders interessant ist die mikroprozessorgesteuerte Bias-Regelung. Vier parallel arbeitende Leistungsröhren müssen elektrisch sauber zusammenarbeiten; eine kontrollierte Bias-Regelung ist hier entsprechend sinnvoller als regelmäßige Handarbeit mit Messgerät und Trimmpotentiometern.

Mit 150 Watt pro Kanal bewegt sich der Olympia in einem Bereich, in dem auch viele Lautsprecher interessant werden, die man mit einem klassischen Single-Ended-Verstärker vernünftigerweise nicht kombinieren würde.

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Welcher Fezz Röhrenverstärker passt zu welchem Lautsprecher?

Bei Röhrenverstärkern ist die Lautsprecherwahl besonders wichtig. Die einfache Angabe des Wirkungsgrades reicht dafür nicht aus. Ebenso entscheidend sind Impedanzminimum, Impedanzverlauf, elektrische Phasenwinkel, Raumgröße, Hörabstand und gewünschter Maximalpegel.

Luna Mini und Mira Ceti sind mit ihren rund 8 bis 10 Watt Spezialisten für wirkungsgradstarke und elektrisch unkomplizierte Lautsprecher.

Der Lybra 300B besitzt mit 15 Watt bereits deutlich mehr Reserve, bleibt aber ein Verstärker, bei dem wir den Lautsprecher bewusst auswählen würden.

Der Luna ist mit bis zu 40 Watt erheblich universeller und eignet sich für viele normale hochwertige Kompakt- und Standlautsprecher.

Mit Titania MK II und seinen 2 × 60 Watt wird die Lautsprecherauswahl nochmals deutlich größer. Der Verstärker besitzt genügend Leistung für viele ausgewachsene HiFi-Lautsprecher, sofern deren Impedanzverlauf nicht ausgesprochen problematisch ist.

Der Olympia ist schließlich die Fezz-Lösung für Hörer, die Röhrentechnik mit ernsthaften Leistungsreserven kombinieren möchten. 2 × 100 Watt beim Vollverstärker beziehungsweise 150 Watt pro Olympia-Monoblock sind für Röhrenverhältnisse eine Ansage.

Mehr Watt ist nicht automatisch besser

Es wäre trotzdem falsch, den Olympia grundsätzlich über einen Mira Ceti oder Lybra zu stellen. Die Geräte verfolgen völlig unterschiedliche Konzepte.

Ein hervorragend passender 300B-Single-Ended-Verstärker an einem wirkungsgradstarken Lautsprecher kann klanglich etwas außergewöhnlich Direktes und Natürliches bieten. Derselbe Verstärker an einem wirkungsgradschwachen Mehrwege-Lautsprecher kann dagegen schlicht die falsche Kombination sein.

Umgekehrt benötigt ein großer Lautsprecher in einem großen Raum möglicherweise genau die Reserven einer Titania- oder Olympia-Endstufe.

Röhrenverstärker im Alltag – ein paar Dinge sollte man wissen

Röhren benötigen Luft

Leistungsröhren werden heiß. Ein Fezz Röhrenverstärker gehört deshalb nicht in ein knapp bemessenes geschlossenes Möbelfach. Über und um das Gerät muss ausreichend Luft zirkulieren können.

Niemals ohne Lautsprecher betreiben

Bei Ausgangsübertrager-Röhrenverstärkern sollte die Endstufe grundsätzlich nicht ohne geeignete Last betrieben werden. Hohe induzierte Spannungen am Ausgangsübertrager können andernfalls Bauteile belasten beziehungsweise beschädigen.

Röhren sind Verschleißteile

Vorstufenröhren halten häufig sehr lange, Leistungsröhren werden dagegen stärker beansprucht. Wie lange ein Satz hält, hängt von Röhrentyp, Arbeitspunkt, Betriebsdauer, Ein- und Ausschaltzyklen und Qualität der Röhren ab.

Auto-Bias erleichtert den Austausch erheblich, ersetzt aber nicht die Verwendung elektrisch geeigneter und bei mehreren parallel beziehungsweise im Gegentakt arbeitenden Röhren sinnvoll selektierter Sätze.

Tube Rolling – möglich, aber bitte mit Verstand

Verschiedene Hersteller und Produktionsserien eines kompatiblen Röhrentyps können sich in Messwerten und teilweise auch klanglich unterscheiden. Das macht Tube Rolling interessant.

Die aufgedruckte Sockelbezeichnung allein bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jede vermeintlich ähnliche Röhre elektrisch austauschbar ist. Heizstrom, maximale Anodenverlustleistung, Sockelbelegung und vorgesehener Arbeitspunkt müssen passen.

Welcher Fezz Röhrenverstärker ist der richtige?

Wer einen unkomplizierten Einstieg in hochwertige Röhrentechnik sucht, sollte sich Luna und Luna Mini ansehen. Der Luna ist dabei mit seiner höheren Leistung erheblich universeller.

Wer bewusst den besonderen Charakter direkt geheizter Trioden sucht und passende Lautsprecher besitzt, landet beim Mira Ceti 300B oder beim kräftigeren Lybra 300B. Hier geht es weniger um Leistungsrekorde als um Klangfarben, Natürlichkeit und räumliche Darstellung.

Titania MK II ist für uns einer der vernünftigsten Fezz-Verstärker für klassische hochwertige Standlautsprecher. 60 Watt, KT88, Auto-Bias und moderne Schutztechnik ergeben einen leistungsfähigen Röhrenverstärker ohne allzu viele Einschränkungen.

Der Olympia ist die Lösung für große Anlagen und hohe Leistungsanforderungen. Acht KT88 im Vollverstärker beziehungsweise vier KT88 pro Mono-Endstufe liefern Reserven, die man mit klassischer kleiner Röhrentechnik schlicht nicht erreicht.

Für getrennte Anlagen stehen mit der Sagita Prestige, der Mira Ceti Mono, Titania PA MK II und den Olympia PA sehr unterschiedliche Kombinationen zur Verfügung – von 15 Watt 300B bis 150 Watt KT88 pro Kanal.

Fezz Audio bei ART&VOICE hören

Gerade Röhrenverstärker sollte man nicht anhand von Röhrentyp, Wattzahl oder irgendeiner Bestenliste auswählen. Ein Verstärker kann technisch hervorragend sein und trotzdem nicht zum vorhandenen Lautsprecher passen.

In unseren HiFi- und High-End-Studios können wir unterschiedliche Röhrenkonzepte mit passenden Lautsprechern kombinieren und gemeinsam feststellen, welche Leistung und welches Schaltungskonzept tatsächlich sinnvoll sind.

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Fezz Audio gefällt uns, weil hier klassische Röhrentechnik nicht nostalgisch konserviert, sondern sinnvoll weiterentwickelt wird: gute Übertrager, nachvollziehbare Schaltungen, moderne Schutztechnik und vom kleinen Class-A-Verstärker bis zum 150-Watt-Monoblock für fast jeden passenden Lautsprecher eine vernünftige Lösung.