Mastersound Röhrenverstärker
Italienische Class-A-Manufaktur für Musikliebhaber
Mastersound gehört zu den Röhrenverstärker-Herstellern, bei denen eine konsequente technische Philosophie noch wichtiger ist als Modellnamen, Displays oder möglichst viele Ausstattungsmerkmale. Die Verstärker werden in Italien entwickelt und gefertigt und arbeiten überwiegend mit Single-Ended- beziehungsweise Parallel-Single-Ended-Schaltungen in Class A – ohne globale Gegenkopplung.
Eine entscheidende Rolle spielen dabei die von Mastersound selbst entwickelten und gefertigten Ausgangsübertrager. Bei einem Röhrenverstärker sind sie keineswegs nur notwendige Transformatoren zwischen Röhre und Lautsprecher, sondern ein wesentlicher Teil der eigentlichen Verstärkerschaltung. Bandbreite, Phasenverhalten, Ausgangsimpedanz und Basskontrolle hängen erheblich von ihrer Konstruktion ab.
Was uns an Mastersound zusätzlich gefällt, ist die konsequente Fertigung. Die Geräte entstehen in der italienischen Manufaktur in vergleichsweise kleinen Stückzahlen und mit hohem manuellen Anteil. Ausgangsübertrager werden im eigenen Haus gewickelt, Röhren selektiert und vermessen und die fertigen Verstärker vor der Auslieferung einem längeren Funktionstest unterzogen. Gerade bei leistungsstarken Röhrengeräten ist eine solche saubere Fertigung wichtiger als die nächste exotische High-End-Zutat.
Auch mechanisch sind Mastersound Verstärker ausgesprochen solide gemacht. Massive Stahlchassis, sauber eingepasste Holzseitenteile, robuste Röhrenschutzkonstruktionen und hochwertige fest montierte Anschlüsse vermitteln nicht nur Wertigkeit, sondern bilden eine vernünftige Grundlage für einen langfristig zuverlässigen Betrieb.
Genau hier liegt für uns eine der großen Stärken von Mastersound. Die Verstärker besitzen die Farbigkeit, Plastizität und Natürlichkeit guter Röhrentechnik, ohne in den gern als „Röhrenklang“ verkauften weichen Wummerbass oder künstlich gedämpfte Höhen abzudriften.
Vom DueVenti über den Compact 300B und Compact 845 bis zum großen Evolution 845 reicht das Programm von vergleichsweise vernünftigen Class-A-Verstärkern bis zu geradezu absurden Parallel-Single-Ended-Konstruktionen mit vier 845-Röhren. Vernünftig muss High End schließlich nicht immer sein.
Handarbeit, Verarbeitung und Zuverlässigkeit
Röhrenverstärker arbeiten mit hohen Spannungen, erheblichen Temperaturen und Bauteilen, deren elektrische Eigenschaften deutlich stärker streuen können als bei modernen Halbleitern. Gerade deshalb sollte man bei einem hochwertigen Röhrenverstärker nicht nur auf Klang und Röhrenbestückung achten, sondern auch auf Fertigungsqualität, thermische Auslegung und Qualitätskontrolle.
Mastersound fertigt seine Verstärker im italienischen Arcugnano einzeln und mit hohem Handarbeitsanteil. Besonders bemerkenswert ist, dass auch die Ausgangsübertrager im eigenen Haus entwickelt und von Hand gewickelt werden. Damit bleibt eines der wichtigsten Bauteile eines Röhrenverstärkers unter direkter Kontrolle des Herstellers.
Auch die Röhren werden nicht einfach aus dem Karton gesteckt. Mastersound selektiert und vermisst sie, gleicht nach der Montage die beiden Kanäle ab und betreibt die fertigen Verstärker vor dem Verpacken mindestens 48 Stunden im Test. Das reduziert zwar nicht den prinzipiellen Verschleiß einer Leistungsröhre, schafft aber gute Voraussetzungen für stabile Arbeitspunkte und zuverlässigen Betrieb.
Hinzu kommen massive Stahlchassis, hochwertige mechanische Bauteile und bei vielen Modellen eine automatische Bias-Regelung. Gerade letztere ist im Alltag sinnvoll: Der Ruhestrom bleibt kontrolliert, ohne dass der Besitzer regelmäßig mit Messgerät und Schraubendreher am Verstärker arbeiten muss.
Mastersound ist für uns deshalb nicht nur klanglich interessant. Die Geräte vermitteln den Eindruck von klassischer, langfristig reparierbarer Audiotechnik – sorgfältig aufgebaut, mechanisch solide und nicht darauf ausgelegt, nach der nächsten Softwaregeneration ersetzt zu werden.
Mastersound Röhrenverstärker – die Technik hinter dem Konzept
Mastersound verfolgt einen bemerkenswert konsequenten Ansatz. Statt Röhrenverstärker mit möglichst viel Gegenkopplung auf möglichst niedrige Messwerte zu trimmen, werden die eigentlichen Verstärkerstufen so aufgebaut, dass sie ohne globale Gegenkopplung stabil arbeiten können.
0 dB Gegenkopplung
Nahezu alle aktuellen Mastersound-Verstärker arbeiten mit 0 dB globaler Gegenkopplung. Das bedeutet nicht, dass Gegenkopplung grundsätzlich schlecht wäre. Sie ist ein technisch vollkommen legitimes Werkzeug zur Reduktion von Verzerrungen, zur Stabilisierung von Verstärkung und zur Verringerung der Ausgangsimpedanz.
Mastersound geht jedoch bewusst einen anderen Weg. Die einzelnen Verstärkerstufen, Arbeitspunkte, Treiber und Ausgangsübertrager werden so aufeinander abgestimmt, dass keine übergreifende Korrekturschleife notwendig sein soll.
Parallel Single Ended statt klassischem Push-Pull
Ein besonderes Merkmal vieler Mastersound-Verstärker ist das Parallel-Single-Ended-Konzept. Mehrere Leistungsröhren arbeiten parallel, ohne das grundsätzliche Single-Ended-Prinzip aufzugeben.
Damit lässt sich die verfügbare Leistung erhöhen, während die charakteristischen Eigenschaften einer Single-Ended-Class-A-Schaltung erhalten bleiben. Genau dieses Prinzip findet sich beispielsweise beim DueVenti, DueTrenta, Evo 300B und Evolution 845.
Class A – permanent im Arbeitspunkt
Die Leistungsröhren der klassischen Mastersound-Konzepte arbeiten permanent in Class A. Der Vorteil liegt darin, dass die Ausgangsstufe nicht zwischen unterschiedlichen Verstärkerhälften umschalten muss.
Der Preis dafür ist eine geringe elektrische Effizienz. Ein erheblicher Teil der aufgenommenen Energie wird in Wärme umgesetzt. Mastersound-Verstärker brauchen deshalb Luft – und zwar nicht nur die zwei Zentimeter, die im schicken HiFi-Möbel zufällig noch übrig geblieben sind.
Ausgangsübertrager – das eigentliche Herzstück
Röhren arbeiten mit hohen Spannungen und vergleichsweise hohen Ausgangsimpedanzen. Ein Lautsprecher benötigt dagegen niedrige Spannungen, hohe Ströme und eine niederohmige Quelle. Der Ausgangsübertrager übernimmt diese Anpassung.
Mastersound entwickelt und fertigt seine Ausgangsübertrager selbst. Das ermöglicht eine direkte Abstimmung von Übersetzungsverhältnis, Kern, Wicklungsaufbau und Bandbreite auf die verwendete Röhre und die jeweilige Schaltung.
Bei den großen PF-Litz-Monoblöcken steigt der Aufwand nochmals. Dort kommen speziell in Litz-Technik ausgeführte Ausgangsübertrager zum Einsatz.
Trioden- und Pentodenbetrieb
Bei DueVenti, DueTrenta und Icona lässt sich die Betriebsart umschalten. Im Pentodenbetrieb steht mehr Ausgangsleistung zur Verfügung. Im Triodenbetrieb sinkt die Leistung deutlich, gleichzeitig verändern sich Verstärkung, Ausgangsimpedanz und Verzerrungsspektrum.
Das ist keine einfache „Klangtaste“. Je nach Lautsprecher kann eine der beiden Betriebsarten elektrisch und klanglich sinnvoller funktionieren.
300B, 845, EL34, KT120 und KT150
Mastersound nutzt bewusst sehr unterschiedliche Leistungsröhren. Die EL34 des DueVenti ermöglicht ein vergleichsweise kompaktes und bezahlbares Konzept. Der DueTrenta verwendet kräftigere KT120, während Icona und Gemini auf KT150 setzen.
Die direkt geheizte 300B wird in den puristischen Triodenverstärkern eingesetzt. Sie liefert vergleichsweise wenig Leistung, besitzt aber eine für Audioanwendungen sehr interessante Kennlinie und gehört nicht ohne Grund seit Jahrzehnten zu den berühmtesten Verstärkerröhren überhaupt.
Die große 845-Triode ermöglicht dagegen erheblich höhere Spannungen und Leistungen. Mastersound nutzt sie vom Compact 845 bis zu den geradezu monumentalen PF200-Monoblöcken.
Mastersound Röhren-Vollverstärker – vom DueVenti bis zum Evolution 845
Mastersound DueVenti – für uns einer der schönsten Einstiege in echtes High End mit Röhren
Mastersound DueVenti – Parallel-Single-Ended-Class-A mit EL34 und italienischer Manufakturverarbeitung. Der Mastersound DueVenti gehört schon seit längerem zu unseren persönlichen Empfehlungen. Er ist kein Röhrenverstärker, der ausschließlich mit schön glimmenden EL34 Eindruck machen möchte, sondern ein ausgesprochen konsequent aufgebauter Parallel-Single-Ended-Class-A-Verstärker.
Vier EL34-Leistungsröhren und zwei ECC802 bilden die Verstärkerschaltung. Im Pentodenbetrieb stehen 20 Watt pro Kanal zur Verfügung, im Triodenbetrieb 10 Watt.
Die Leistung klingt zunächst überschaubar. Entscheidend ist deshalb die Kombination mit dem Lautsprecher. Mit einem wirkungsgradstarken, elektrisch gutmütigen Lautsprecher spielt der DueVenti ausgesprochen dynamisch und besitzt überraschend gute Basskontrolle.
Die hauseigenen Mastersound-Ausgangsübertrager besitzen getrennte 4- und 8-Ohm-Abgriffe. Der Frequenzbereich reicht von 15 Hz bis 30 kHz bei 0 dB. Globale Gegenkopplung wird nicht eingesetzt.
Praktisch ist auch die Ausstattung: drei Line-Eingänge, MM-Phono, Line-Out sowie ein kombinierter Subwoofer-/Pre-Out. Automatische Bias-Regelung und Fernbedienung machen den DueVenti deutlich alltagstauglicher als manches historische Röhrenkonzept.
Auch die Verarbeitung passt zum Anspruch: solides Metallchassis, sauber integrierte Holzelemente, stabile Anschlüsse und eine übersichtliche analoge Konstruktion. Das ist kein empfindliches Boutique-Spielzeug, sondern ein Verstärker, der bei vernünftiger Behandlung viele Jahre Musik machen soll.
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Mastersound DueTrenta – mehr Leistung mit KT120
Mastersound DueTrenta – Parallel-Single-Ended-Class-A mit vier KT120. Der Mastersound DueTrenta übernimmt das grundsätzliche Parallel-Single-Ended-Class-A-Konzept des DueVenti, verwendet aber vier kräftigere KT120-Leistungsröhren.
Damit steigt die Leistung auf 2 × 30 Watt im Pentodenbetrieb beziehungsweise 2 × 15 Watt im Triodenbetrieb. Zwei ECC802 übernehmen die Spannungsverstärkung beziehungsweise Ansteuerung.
Auch hier arbeitet die Schaltung vollständig ohne globale Gegenkopplung. Die Mastersound-Ausgangsübertrager besitzen 4- und 8-Ohm-Abgriffe, der Frequenzbereich liegt bei 15 Hz bis 30 kHz.
Der DueTrenta ist damit besonders interessant, wenn die klangliche Richtung des DueVenti gefällt, der vorhandene Lautsprecher aber etwas mehr Leistungsreserve verlangt.
Mit drei Line-Eingängen, MM-Phono, Pre-/Sub-Out, Line-Out, automatischer Bias-Regelung und Fernbedienung ist auch der DueTrenta erstaunlich praxisgerecht ausgestattet. Der klassische Aufbau und die überschaubare Schaltung sind gleichzeitig gute Voraussetzungen für langfristige Wart- und Reparierbarkeit.
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Mastersound Icona – KT150 Single Ended mit Triodenumschaltung
Der Mastersound Icona geht einen interessanten Mittelweg. Pro Kanal arbeitet eine kräftige KT150 im Single-Ended-Class-A-Betrieb.
Im Pentodenmodus stehen 24 Watt pro Kanal zur Verfügung, im Triodenbetrieb 12 Watt. Damit bietet der Icona deutlich mehr Leistung als viele klassische Single-Ended-Verstärker mit direkt geheizten Trioden.
Zwei ECC802 treiben die KT150 an. Die Verstärkerschaltung arbeitet ohne globale Gegenkopplung und besitzt Mastersound-Ausgangsübertrager mit 4- und 8-Ohm-Abgriffen.
Der Übertragungsbereich reicht von 20 Hz bis 37 kHz. Neben drei Line-Eingängen steht ein MM-Phonoeingang zur Verfügung; ein Direct-Eingang erlaubt die Umgehung der internen Vorstufensektion.
Automatischer Bias, robuste mechanische Konstruktion und der bewusst klassische Schaltungsaufbau machen den Icona trotz seiner exotisch wirkenden KT150-Technik erfreulich unkompliziert im Alltag.
Mastersound Compact 300B – die klassische Triode
Mastersound Compact 300B – klassischer Single-Ended-Class-A-Verstärker mit direkt geheizten 300B-Trioden. Der Mastersound Compact 300B ist ein konsequenter Single-Ended-Class-A-Verstärker mit einer direkt geheizten 300B pro Kanal.
Die aktuelle Herstellerangabe liegt bei 11 Watt pro Kanal. Zwei ECC802 und zwei 6SN7 übernehmen Vor- und Treiberstufen. Auch hier arbeitet die gesamte Schaltung ohne globale Gegenkopplung.
Besonders bemerkenswert ist die Bandbreite: Mastersound gibt 8 Hz bis 40 kHz bei 0 dB an. Gerade bei einem Ausgangsübertrager-gekoppelten Single-Ended-Verstärker ist eine derart breite Übertragung keineswegs selbstverständlich.
Drei Cinch- und ein XLR-Line-Eingang stehen ebenso zur Verfügung wie direkte RCA- und XLR-Eingänge. Dadurch kann der Compact 300B bei Bedarf auch unmittelbar von einer externen Vorstufe angesteuert werden.
Der mechanische Aufbau ist typisch Mastersound: massives Gehäuse, solide Holzelemente und eine übersichtliche Konstruktion. Hinzu kommen selektierte Röhren und Auto-Bias. Gerade bei einem 300B-Verstärker ist diese saubere Grundkonstruktion für uns wesentlich wichtiger als irgendein vermeintlich magisches Tuning-Bauteil.
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Mastersound Compact 845 – Single Ended mit ernsthafter Leistung
Mastersound Compact 845 – 24 Watt reine Single-Ended-Class-A-Leistung. Der Mastersound Compact 845 zeigt sehr schön, warum die große 845-Triode im High End so beliebt ist. Das Single-Ended-Class-A-Grundprinzip bleibt erhalten, die verfügbare Leistung steigt gegenüber der klassischen 300B aber erheblich.
Zwei 845-Leistungsröhren liefern 24 Watt pro Kanal. Je zwei ECC802 und 6SN7 übernehmen die Vor- und Treiberstufen.
Die Ausgangsübertrager werden von Mastersound selbst gefertigt und besitzen 4- und 8-Ohm-Abgriffe. Die Bandbreite wird mit beeindruckenden 8 Hz bis 40 kHz angegeben, globale Gegenkopplung gibt es auch hier nicht.
Mit RCA und XLR sowie zusätzlichen Direct-Eingängen kann der Compact 845 sowohl als Vollverstärker als auch über eine externe Vorstufe betrieben werden.
Der Compact 845 ist mit rund 34 Kilogramm alles andere als ein Leichtgewicht. Das stabile Chassis, die massive mechanische Konstruktion und die aufwendigen Übertrager machen deutlich, wo das Gewicht steckt. Genau diese solide Auslegung ist bei den thermisch und elektrisch anspruchsvollen 845-Trioden ein wichtiger Punkt für zuverlässigen Betrieb.
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Mastersound Evo 300B – vier 300B im Parallel-Single-Ended-Betrieb
Mastersound Evo 300B – vier 300B und 2 × 21 Watt Parallel Single Ended Class A. Der Mastersound Evo 300B ist die kräftigere Interpretation des klassischen 300B-Konzepts.
Statt einer 300B pro Kanal arbeiten hier zwei Röhren parallel. Vier 300B insgesamt ermöglichen 2 × 21 Watt Class A, ohne das Parallel-Single-Ended-Prinzip aufzugeben.
Zwei ECC802 und zwei 6SN7 bilden Vor- und Treiberstufen. Die Ausgangsübertrager besitzen 4- und 8-Ohm-Abgriffe, der Frequenzbereich reicht von 8 Hz bis 30 kHz. Globale Gegenkopplung: 0 dB.
Gerade bei vier parallel arbeitenden 300B sind saubere Röhrenselektion und kontrollierte Arbeitspunkte wichtig. Hier zahlt sich die Mastersound-Philosophie mit vermessenen Röhren, Auto-Bias und langem Funktionstest besonders aus.
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Mastersound Gemini – 49 Watt Class A mit vier KT150
Mastersound Gemini – Push-Pull-Class-A mit vier KT150 und 2 × 49 Watt. Der Mastersound Gemini ist innerhalb der Mastersound-Welt bewusst anders aufgebaut. Vier KT150 arbeiten in einer Push-Pull-Class-A-Ausgangsstufe und liefern 49 Watt pro Kanal.
Vier ECC802 übernehmen die Ansteuerung. Trotz des Push-Pull-Konzepts bleibt Mastersound seiner Philosophie treu und verwendet keine globale Gegenkopplung.
Die Ausstattung ist praxisgerecht: drei Line-Eingänge, MM-Phono, Pre-/Sub-Out, Line-Out und Fernbedienung. Die Lautsprecheranschlüsse sind für 4 und 8 Ohm ausgelegt.
Der Gemini ist damit einer der universellsten Mastersound-Vollverstärker. Seine kräftige Stromversorgung, automatische Bias-Regelung und solide thermische Konstruktion sind auch unter Zuverlässigkeitsgesichtspunkten sinnvoll – vier KT150 in Class A sind schließlich keine LED-Lämpchen.
Mastersound Evolution 845 – vier 845, 2 × 50 Watt und Dual Mono
Mastersound Evolution 845 – Parallel-Single-Ended-Dual-Mono-Class-A der Referenzklasse. Der Mastersound Evolution 845 ist die große integrierte Lösung und technisch ein ziemlich beeindruckendes Gerät.
Vier 845-Trioden arbeiten als Parallel Single Ended in Class A. Pro Kanal stehen 50 Watt zur Verfügung. Das gesamte Gerät ist konsequent in Dual-Mono-Struktur aufgebaut.
Zwei ECC802 und zwei 6SN7 treiben die vier großen 845-Leistungsröhren. Die Mastersound-Ausgangsübertrager arbeiten mit 4- und 8-Ohm-Abgriffen, der Frequenzbereich reicht von 8 Hz bis 40 kHz.
Auch hier verzichtet Mastersound vollständig auf globale Gegenkopplung. Drei RCA-, ein XLR- sowie jeweils ein direkter RCA- und XLR-Eingang machen den großen Vollverstärker erstaunlich flexibel.
53 Kilogramm Gewicht und rund 460 Watt Leistungsaufnahme machen ziemlich deutlich, dass „Single Ended“ nicht zwangsläufig klein, leicht und energiesparend bedeutet.
Gerade bei einem solchen Verstärker ist die Fertigungsqualität entscheidend. Vier 845-Trioden, hohe Betriebsspannungen und permanenter Class-A-Betrieb verlangen thermisch und elektrisch nach einer sauberen Konstruktion. Massive Mechanik, selbst gefertigte Übertrager, Röhrenselektion und kontrollierter Bias sind hier keine Dekoration, sondern Voraussetzung für langfristig stabilen Betrieb.
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Mastersound Röhren-Endstufen – wenn Single Ended richtig groß wird
Mastersound 845 Monoblock – Class-A-Triodenendstufe
Mastersound 845 Monoblock – 50 Watt Parallel-Single-Ended-Class-A pro Kanal. Die Mastersound 845 Monoblöcke trennen die beiden Kanäle vollständig voneinander. Jeder Monoblock arbeitet mit zwei 845-Leistungstrioden und zwei 6SN7.
Pro Kanal stehen 50 Watt reine Class-A-Leistung zur Verfügung. Die Schaltung arbeitet als Parallel Single Ended ohne globale Gegenkopplung; die Bandbreite reicht laut aktuellem Herstellerdatenblatt von 2 Hz bis 90 kHz.
Separate Netzteile, eigene Ausgangsübertrager und getrennte Gehäuse verhindern gegenseitige Beeinflussungen zwischen linkem und rechtem Kanal. Lautsprecher werden über getrennte 4- und 8-Ohm-Abgriffe angeschlossen.
Auch mechanisch gehören die Monoblöcke zu den besonders schönen Mastersound-Konstruktionen. Massive Walnussholzteile, stabiles Chassis, hochwertige fest verschraubte Anschlüsse und die zugängliche Technik vermitteln echte Manufakturqualität statt aufgeklebter Luxusoptik.
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Mastersound PF100 Litz – 107 Watt Parallel Single Ended
Mastersound PF100 Litz – vier 845 pro Monoblock und 107 Watt reine Class-A-Leistung. Die Mastersound PF100 Litz gehört zu den Konstruktionen, bei denen die üblichen Vorstellungen von einem Single-Ended-Verstärker langsam etwas durcheinandergeraten.
Vier 845-Trioden arbeiten pro Monoblock parallel in Class A. Die aktuelle Herstellerangabe beträgt 107 Watt pro Kanal.
Drei 6SN7 übernehmen die Ansteuerung. Besonders aufwendig sind die speziell für dieses Modell gefertigten Mastersound-Litz-Ausgangsübertrager.
Die Bandbreite reicht laut Hersteller von 12 Hz bis 90 kHz bei 0 dB. RCA und XLR stehen als Eingänge zur Verfügung, Lautsprecher können an 4 oder 8 Ohm angeschlossen werden. Jeder Monoblock wiegt rund 50 Kilogramm.
Dass Mastersound auch hier automatischen Bias verwendet, ist mehr als Komfort. Vier parallel betriebene 845 pro Kanal müssen sauber im vorgesehenen Arbeitspunkt gehalten werden. Genau solche konstruktiven Details entscheiden bei einer Endstufe dieser Größenordnung über problemlosen Langzeitbetrieb.
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Mastersound PF200 Litz – acht 845 und 200 Watt Class A pro Kanal
Mastersound PF200 Litz – acht 845-Trioden und 200 Watt Class A pro Monoblock. Bei den Mastersound PF200 Litz wird das Konzept endgültig etwas verrückt – erfreulicherweise im besten Sinne.
Pro Monoblock arbeiten acht 845-Leistungsröhren und sechs 6SN7. Das Ergebnis sind 200 Watt reine Class-A-Leistung aus einer Parallel-Single-Ended-Triodenschaltung.
Die speziell gefertigten Litz-Ausgangsübertrager arbeiten ohne globale Gegenkopplung und bieten 4- und 8-Ohm-Abgriffe. Der Frequenzbereich wird mit 8 Hz bis 68 kHz angegeben.
Jeder Monoblock nimmt maximal rund 1.288 Watt auf und wiegt etwa 84,5 Kilogramm. Wer beide Endstufen ins Rack stellt, sollte also vorher weniger über Kabelklang und etwas mehr über Statik nachdenken.
Bei acht parallel betriebenen Leistungstrioden ist Zuverlässigkeit kein Nebenthema. Röhrenselektion, automatischer Bias, massive Kühlung und sauber dimensionierte Netz- und Ausgangsübertrager sind hier elementare Teile der Konstruktion. Gerade bei solchen Extremgeräten zeigt sich, ob ein Hersteller nur spektakuläre Röhren auf ein Chassis stellt oder tatsächlich weiß, wie man damit einen langlebigen Verstärker baut.
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Welcher Mastersound passt zu welchem Lautsprecher?
Gerade bei Mastersound sollte man die Modellwahl nicht nach Preis oder Größe treffen. Ein Compact 300B kann mit dem richtigen Lautsprecher klanglich spektakulär gut funktionieren – mit dem falschen Lautsprecher dagegen schlicht zu wenig Leistung besitzen.
DueVenti und Compact 300B eignen sich besonders für wirkungsgradstarke und elektrisch gutmütige Lautsprecher. In dieser Kombination können vergleichsweise kleine Ausgangsleistungen vollkommen ausreichen.
DueTrenta, Icona und Evo 300B bieten bereits etwas mehr Reserve und erweitern dadurch die Auswahl geeigneter Lautsprecher.
Der Compact 845 verbindet Single-Ended-Class-A-Technik mit 24 Watt und ist dadurch deutlich universeller als klassische kleine Triodenverstärker.
Mit dem Gemini und seinen knapp 50 Watt Class A lassen sich auch viele normale hochwertige Standlautsprecher sinnvoll betreiben.
Evolution 845 sowie die großen Mono-Endstufen bewegen sich schließlich in Leistungsregionen, in denen selbst ein konsequentes Single-Ended-Konzept nicht mehr zwangsläufig einen Hochwirkungsgradlautsprecher benötigt.
Impedanz ist mindestens so wichtig wie Wirkungsgrad
Die häufige Empfehlung „Röhrenverstärker brauchen Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad“ ist nur die halbe Wahrheit.
Ein Lautsprecher mit 92 dB Wirkungsgrad, dessen Impedanz auf 2,5 Ohm absinkt und gleichzeitig ungünstige elektrische Phasenwinkel besitzt, kann schwieriger anzutreiben sein als ein sauberer 88-dB-Lautsprecher mit gutmütigem Impedanzverlauf.
Bei einem Ausgangsübertrager-Röhrenverstärker sollte deshalb die gesamte elektrische Last betrachtet werden – nicht nur die Zahl auf dem Datenblatt.
Mastersound im Alltag – was man bei großen Röhrenverstärkern wissen sollte
Class A produziert Wärme
Die Ausgangsröhren laufen permanent mit erheblichem Ruhestrom. Mastersound-Verstärker benötigen deshalb großzügige Belüftung und gehören nicht in geschlossene Möbel.
Auto-Bias erhöht die Alltagssicherheit
Die automatische Bias-Regelung vieler aktueller Mastersound-Modelle hält den Ruhestrom der Leistungsröhren im vorgesehenen Bereich und reduziert den regelmäßigen Einstellaufwand erheblich. Gerade bei mehreren parallel arbeitenden Röhren ist das ein sinnvoller Beitrag zu gleichmäßigem und zuverlässigem Betrieb.
4- und 8-Ohm-Abgriffe ausprobieren
Die unterschiedlichen Lautsprecherausgänge verändern das Übersetzungsverhältnis des Ausgangsübertragers. Nicht immer ist die nominelle Impedanzangabe des Lautsprechers automatisch die klanglich optimale Wahl. Bei Lautsprechern mit schwankendem Impedanzverlauf kann ein Vergleich sinnvoll sein.
Röhren sind Verschleißteile – der Verstärker muss es nicht sein
Auch die besten Röhren halten nicht unbegrenzt. Vorstufenröhren erreichen häufig sehr hohe Betriebszeiten, Leistungsröhren werden dagegen deutlich stärker beansprucht.
Das ist aus unserer Sicht ein wichtiger Unterschied: Eine verschlissene Röhre ist ein vorgesehen austauschbares Bauteil. Der eigentliche Verstärker ist klassisch aufgebaut und lässt sich warten und reparieren. Genau diese langfristige Servicefähigkeit schätzen wir bei hochwertiger HiFi-Technik.
845-Röhren arbeiten mit hohen Spannungen
Große direkt geheizte Leistungstrioden wie die 845 arbeiten intern mit sehr hohen Betriebsspannungen. Ein solcher Verstärker gehört deshalb im Fehlerfall grundsätzlich in fachkundige Hände. Aufschrauben und neugierig nachsehen ist hier keine gute DIY-Freizeitbeschäftigung.
Welcher Mastersound Röhrenverstärker ist der richtige?
Für wirkungsgradstarke Lautsprecher ist der DueVenti für uns weiterhin einer der schönsten Mastersound-Verstärker. Er ist technisch konsequent, hervorragend verarbeitet, noch vergleichsweise überschaubar und klanglich alles andere als eine kleine Lösung.
Wer etwas mehr Leistung benötigt, sollte DueTrenta oder Icona anhören. Beide bleiben konsequente Class-A-Verstärker, besitzen aber mehr Reserven.
Der Compact 300B ist die Wahl für Hörer, die bewusst eine klassische direkt geheizte Triode möchten und den passenden Lautsprecher besitzen. Wer das Single-Ended-Prinzip mit mehr Leistung kombinieren möchte, landet beim Compact 845.
Der Evo 300B wiederum ist besonders interessant, wenn die klanglichen Qualitäten der 300B gewünscht sind, elf Watt aber schlicht nicht ausreichen.
Gemini ist der universellste größere Vollverstärker und bietet mit seinen KT150 deutlich mehr Leistungsreserve.
Mit Evolution 845, PF100 und PF200 verlässt man schließlich endgültig die Welt normaler Röhrenverstärker. Hier werden Parallel-Single-Ended-Class-A-Schaltungen in Leistungsbereiche getrieben, die man eher von kräftigen Transistorendstufen erwarten würde.
Mastersound bei ART&VOICE hören
Gerade bei Mastersound entscheidet die Lautsprecherkombination darüber, welches Modell tatsächlich sinnvoll ist. Wir halten wenig davon, einen riesigen 845-Verstärker zu verkaufen, wenn ein DueVenti am vorhandenen Lautsprecher musikalisch bereits perfekt funktioniert.
Umgekehrt bringt der schönste 300B-Verstärker wenig Freude, wenn er permanent an seiner Leistungsgrenze arbeiten muss.
Für uns gehören bei einer hochwertigen Röhrenanlage neben dem Klang auch Verarbeitung, Zuverlässigkeit und langfristige Servicefähigkeit zur Kaufentscheidung. Genau deshalb führen wir Mastersound: Die Geräte sind klassisch und nachvollziehbar konstruiert, hochwertig gefertigt und im Fall der Fälle keine versiegelte Elektronik-Blackbox.
In unseren HiFi- und High-End-Studios können wir Mastersound-Verstärker mit passenden Lautsprechern kombinieren und die unterschiedlichen Röhren- und Schaltungskonzepte direkt miteinander vergleichen.
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Mastersound gehört für uns zu den Röhrenherstellern, bei denen nicht nur der Klang stimmt: Class A, keine globale Gegenkopplung, selbst entwickelte und handgewickelte Ausgangsübertrager, sorgfältige Röhrenselektion und eine ausgesprochen solide italienische Manufakturverarbeitung ergeben Verstärker, die nicht nur faszinieren, sondern auf langfristigen Musikgenuss ausgelegt sind.
















