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Soulnote Verstärker

Kompromissloses High End aus Japan

Soulnote Verstärker gehören zu den ungewöhnlichsten Transistorverstärkern, die wir in den letzten Jahren kennengelernt haben. Der japanische Hersteller verfolgt dabei keinen klassischen Weg nach dem Motto „mehr Leistung, mehr Bauteile, bessere Messwerte“, sondern konzentriert sich auf möglichst direkte Signalwege, hohe Stromlieferfähigkeit, extrem schnelle Stromversorgungen und vollständig diskrete Verstärkerschaltungen ohne globale Gegenkopplung.

Das Ergebnis ist auch klanglich eigenständig. Soulnote spielt außergewöhnlich offen, unmittelbar und räumlich, besitzt aber gleichzeitig eine Natürlichkeit und Geschlossenheit, die man bei hochauflösenden Transistorverstärkern nicht immer findet. Details werden nicht künstlich beleuchtet, Stimmen behalten Körper und Instrumente wirken nicht wie sauber ausgeschnittene Einzelteile einer HiFi-Demonstration.

Gerade deshalb gehören Soulnote Verstärker inzwischen zu unseren persönlichen Favoriten. Vom erstaunlichen 10-Watt-A-0 ver.2 bis zum kompromisslosen A-3 und den großen M-3/M-3X Monoblöcken zieht sich dieselbe technische und klangliche Philosophie durch das gesamte Programm.

Soulnote Verstärkertechnik – anders gedacht

Chefentwickler Hideki Kato unterscheidet zwischen klassisch messbarer „statischer“ Performance und dem zeitlichen Verhalten eines Verstärkers bei realen Musiksignalen. Soulnote legt deshalb besonderen Wert auf Impulsverhalten, Phasenverhalten, Stromlieferfähigkeit und möglichst kurze elektrische Speicher- und Signalwege.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass geringe Gegenkopplung automatisch besser klingt oder perfekte Messwerte grundsätzlich schlecht wären. Gegenkopplung ist ein völlig legitimes und leistungsfähiges Werkzeug der Verstärkerentwicklung. Soulnote verfolgt schlicht einen anderen konstruktiven Ansatz: Die eigentliche Verstärkerschaltung soll so linear, schnell und stabil arbeiten, dass eine globale Korrekturschleife möglichst vermieden werden kann.

Diskrete Non-NFB-Schaltungen

Die Verstärkerstufen der aktuellen Soulnote Modelle sind vollständig diskret aufgebaut und arbeiten ohne globale Gegenkopplung. Dafür müssen Arbeitspunkte, Transistorauswahl, Stromversorgung und thermische Stabilität besonders sorgfältig kontrolliert werden. Die zum Teil extrem große Bandbreite der Verstärker zeigt, wie schnell die Schaltungen ausgelegt sind.

Wenige Transistoren statt Transistorfriedhof

Besonders bei den größeren Modellen versucht Soulnote, die Zahl der aktiven Bauelemente im eigentlichen Signalweg gering zu halten. A-3, A-3 Core und M-3 setzen beispielsweise auf eine Single-Push-Pull-Endstufe. Beim neuen M-3X wird diese Grundidee zur Erhöhung der Stromlieferfähigkeit auf eine exakt gepaarte parallele Push-Pull-Ausgangsstufe erweitert.

Schnelle Stromversorgung statt Kondensator-Wettrüsten

Soulnote verfolgt auch bei den Netzteilen einen ungewöhnlichen Weg. Insbesondere in der Serie 3 werden große Ringkerntransformatoren nicht einfach mit gigantischen Elektrolytkondensatorbänken kombiniert. Stattdessen kommen viele vergleichsweise kleine, schnelle Folienkondensatoren und SiC-Gleichrichter zum Einsatz. Entscheidend ist aus Sicht des Herstellers nicht nur die gespeicherte Energiemenge, sondern wie schnell der Verstärker bei dynamischen Laständerungen Strom nachliefern kann.

Relaisgeschaltete Lautstärkeregelung

Bei den größeren Soulnote Voll- und Vorverstärkern wird die Lautstärke nicht über ein gewöhnliches Potentiometer geregelt. Präzisionswiderstände werden über Relais geschaltet. Das ermöglicht sehr guten Kanalgleichlauf auch bei kleinen Lautstärken und hält zusätzliche aktive Bauteile aus dem Signalweg heraus.

Mechanik als Teil der Schaltung

Auch mechanisch geht Soulnote eigene Wege. Gehäusedeckel, Platinen und Verstärkerblöcke werden teilweise bewusst nicht maximal starr mit dem Chassis verschraubt. Transformatoren stehen gezielt über Spikes beziehungsweise definierte Kontaktpunkte zum Untergrund. Die Idee dahinter ist nicht maximale Dämpfung um jeden Preis, sondern eine kontrollierte Ableitung mechanischer Energie.


Soulnote Vollverstärker – vom 10-Watt-Geheimtipp bis zur Referenz

Interessant ist die Modellhierarchie von Soulnote, weil sie sich nicht einfach an der Wattzahl ablesen lässt. Mit jeder Serie steigen Schaltungsaufwand, Stromversorgung, mechanische Konstruktion und Signalführung. Trotzdem bleiben selbst die großen Modelle erstaunlich puristisch.


Soulnote A-0 ver.2 – 10 Watt, aber richtig

Soulnote A-0 ver.2 Vollverstärker Soulnote A-0 ver.2 – puristischer Non-NFB-Vollverstärker und Klang-Highlight.

Der Soulnote A-0 ver.2 ist wahrscheinlich einer der ungewöhnlichsten Verstärker seiner Preisklasse. Gerade einmal 2 × 10 Watt an 8 Ohm, keine Fernbedienung, kein DAC, kein Streaming und kein Ausstattungsfeuerwerk. Dafür steckt fast der gesamte Aufwand in der eigentlichen Verstärkerschaltung.

Die Ausgangsstufe arbeitet als Single Push-Pull mit schnellen TO-220-Transistoren und einer vierstufigen Darlington-Ansteuerung. Die gesamte Verstärkerschaltung ist diskret aufgebaut und arbeitet ohne globale Gegenkopplung. Der Frequenzgang reicht bei einem Watt an 8 Ohm von 5 Hz bis 350 kHz – ein Hinweis auf die außergewöhnlich breitbandige Auslegung.

Zusätzlich besitzt der A-0 ver.2 einen kräftigen Kopfhörerausgang mit 2 × 3 Watt an 32 Ohm und kann über seine Cinch- beziehungsweise XLR-Pre-Outs auch als Vorverstärker eingesetzt werden. Beim XLR-Ausgang arbeitet Soulnote mit einem Floating-Ground-Konzept. Die Verstärkung lässt sich zwischen High und Low umschalten.

Die Einschränkung ist offensichtlich: Zehn Watt bleiben zehn Watt. Für wirkungsgradschwache Lautsprecher, sehr große Räume oder extreme Pegel ist der A-0 nicht gedacht. Mit passenden Lautsprechern ist der kleine Soulnote klanglich allerdings um Dimensionen größer, als seine Leistungsangabe vermuten lässt. Eine neue Verstärker-Legende!

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Soulnote A-1 ver.2 – mehr Strom statt Watt-Rekord

Soulnote A-1 ver.2 Vollverstärker Soulnote A-1 ver.2 – Single-Push-Pull-Ausgangsstufe und relaisgeschaltete Lautstärkeregelung.

Mit dem Soulnote A-1 ver.2 beginnt für viele Anlagen der besonders interessante Bereich. Er liefert 2 × 40 Watt an 8 Ohm und verdoppelt seine Leistung auf 2 × 80 Watt an 4 Ohm.

Interessanterweise besitzt der Vorgänger A-1 auf dem Papier mehr Leistung. Die niedrigere Nennleistung der Version 2 ist jedoch Absicht: Soulnote hat die Sekundärspannung des Ringkerntransformators reduziert und die Stromversorgung stärker auf niedrige Impedanzen und hohe momentane Stromlieferfähigkeit ausgelegt.

Die Endstufe arbeitet als Single-Push-Pull-Schaltung mit schnellen TO-3P-Leistungstransistoren in vierstufiger Darlington-Konfiguration. Hinzu kommen eine neue Bias-Schaltung, eine diskrete Non-NFB-Stromversorgung und eine relaisgeschaltete Widerstands-Lautstärkeregelung.

Mit 2 Hz bis 200 kHz Bandbreite bei einem Watt und 110 dB Signal-Rausch-Abstand ist der A-1 ver.2 technisch ausgesprochen breitbandig ausgelegt. Für normal bis gut wirkende hochwertige Lautsprecher besitzt er erstaunlich viel Kontrolle und Dynamik.

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Soulnote A-2 ver.2 – für uns einer der spannendsten Vollverstärker seiner Klasse

Soulnote A-2 ver.2 High End Vollverstärker Soulnote A-2 ver.2 – parallele Push-Pull-Endstufe mit Technologien aus der Serie 3.

Der Soulnote A-2 ver.2 übernimmt zahlreiche konstruktive Ideen aus Soulnotes großer Serie 3 und gehört für uns zu den außergewöhnlichsten Transistor-Vollverstärkern seiner Klasse.

Seine parallele Push-Pull-Ausgangsstufe liefert 2 × 80 Watt an 8 Ohm und 2 × 160 Watt an 4 Ohm. Die schnellen TO-3P-Leistungstransistoren werden hinsichtlich ihres Stromverstärkungsfaktors selektiert und gepaart. Eine ebenfalls mit kräftigen TO-3P-Transistoren aufgebaute Treiberstufe sorgt für die notwendige Stromlieferfähigkeit.

Der Leistungsbereich sitzt auf einer vierlagigen Leiterplatte mit 70 µm starken Kupferlagen, die gleichzeitig als niederinduktive Stromschienen dienen. Signalleitungen und Stromversorgung werden weitgehend ohne Steckverbinder direkt verlötet. Die Bandbreite reicht von 3 Hz bis 240 kHz.

Praktisch interessant ist seine Flexibilität. Der A-2 ver.2 arbeitet als klassischer Stereo-Vollverstärker, als Bi-Amp-/Mono-Vollverstärker, als reine Stereo-Endstufe oder als Bi-Amp-/Mono-Endstufe. Im Endstufenbetrieb werden Mikrocontroller, Eingangswahl und Lautstärkeregelung aus dem Signalweg genommen.

Klanglich ist das genau die Richtung, die uns an Soulnote begeistert: extrem offen und räumlich, schnell und hochauflösend, gleichzeitig aber körperhaft und natürlich. Kein künstliches Pling-Plang-High-End, sondern erstaunlich glaubwürdige Musik.

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Soulnote A-3 – unser Referenz-Vollverstärker

Soulnote A-3 Ultra High End Vollverstärker Soulnote A-3 – P-3-Vorstufentechnik und zwei M-3-Endstufenprinzipien in einem Gehäuse.

Der Soulnote A-3 ist für uns einer der beeindruckendsten Transistor-Vollverstärker überhaupt. Technisch beschreibt Soulnote ihn vereinfacht als Kombination aus der P-3-Vorstufe und zwei M-3-Monoblöcken in einem Gehäuse.

Die beiden Audiokanäle sind nicht nur signaltechnisch, sondern auch hinsichtlich ihrer Masseführung außergewöhnlich konsequent voneinander getrennt. Selbst Steuerleitungen für Eingangswahl, Lautstärke und Schutzschaltungen werden über Optokoppler entkoppelt.

Die vollständig symmetrische Type-R-Spannungsverstärkung arbeitet ohne globale Gegenkopplung. In der Endstufe sitzt pro Kanal lediglich eine Single-Push-Pull-SEPP-Ausgangsstufe mit bipolaren TO-3-Metalltransistoren, angetrieben von kräftigen TO-3P-Treibern in vierstufiger Darlington-Konfiguration.

Für die Versorgung der Leistungskanäle stehen zwei separate, nicht vergossene 700-VA-Ringkerntransformatoren bereit. Ein dritter Transformator kümmert sich um die Steuerung. In der Gleichrichtung arbeitet Soulnote mit schnellen SiC-Dioden und vergleichsweise kleinen 470-µF-Folienkondensatoren statt mit riesigen trägen Kondensatorbänken.

Die Nennleistung von 2 × 120 Watt an 4 Ohm beschreibt diesen Verstärker nur unzureichend. Der A-3 ist keine Wattmaschine, sondern ein äußerst konsequent entwickelter Verstärker für Anlagen, bei denen Natürlichkeit, Raumabbildung, Dynamik und zeitliche Präzision wichtiger sind als eine möglichst eindrucksvolle Zahl auf dem Datenblatt.

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Soulnote Vorverstärker

Soulnote P-3 – die analoge Schaltzentrale der Serie 3

Soulnote P-3 High End Vorverstärker Soulnote P-3 – vollständig symmetrische Non-NFB-Vorstufe mit aufwendiger Relais-Lautstärkeregelung.

Der Soulnote P-3 zeigt eindrucksvoll, wie viel Aufwand man treiben kann, obwohl eine Vorstufe im Grunde nur Quellen auswählen und deren Pegel regeln soll.

Die Ausgangsstufe arbeitet mit diskreten symmetrischen Type-R-Schaltungen ohne globale Gegenkopplung. Bei nur 6,8 Ohm Ausgangsimpedanz und maximal 21 Vrms Ausgangsspannung kann der P-3 auch lange Kabel und anspruchsvolle Endstufeneingänge problemlos ansteuern. Die Bandbreite reicht von 2 Hz bis 1 MHz.

Besonders aufwendig ist die Lautstärkeregelung. Im P-3 arbeiten 94 speziell für Soulnote gefertigte Reed-Relais und 156 hochwertige Naked-Foil-Widerstände. Die Lautstärke wird damit tatsächlich über definierte Festwiderstände geschaltet statt über ein konventionelles Potentiometer oder einen integrierten Lautstärkechip.

Vier symmetrische XLR- und vier Cinch-Eingänge bieten ausreichend Anschlüsse auch für größere Anlagen. Ausgangsseitig stehen mehrere symmetrische und unsymmetrische Verbindungen zur Verfügung.

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Soulnote Endstufen – kurze Signalwege und extreme Stromversorgung

Soulnote A-3 Core – der A-3 ohne Vorstufe

Soulnote A-3 Core Stereo Endstufe Soulnote A-3 Core – die Leistungsverstärkertechnik des A-3 als reine Stereo-Endstufe.

Die Soulnote A-3 Core ist im Wesentlichen die Leistungsverstärkersektion des großen A-3 ohne Eingangswahl und Lautstärkeregelung. Damit eignet sie sich für Anlagen mit separatem Vorverstärker – naheliegenderweise besonders mit dem P-3.

Auch hier sind linker und rechter Kanal einschließlich der Masseführung konsequent getrennt. Zwei 700-VA-Ringkerntransformatoren versorgen die Leistungskanäle, hinzu kommt eine eigene Stromversorgung für die Steuerung.

Die Ausgangsstufe arbeitet mit einer einzelnen TO-3-Single-Push-Pull-Stufe pro Kanal, einer vierstufigen Darlington-Ansteuerung und vollständig symmetrischer Non-NFB-Type-R-Spannungsverstärkung. Die A-3 Core liefert 2 × 120 Watt an 4 Ohm und besitzt eine Bandbreite von 2 Hz bis 200 kHz.

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Soulnote M-3 – puristischer Single-Push-Pull-Monoblock - Ultra-High-End

Soulnote M-3 Mono Endstufe Soulnote M-3 – 31 Kilogramm schwere Single-Push-Pull-Mono-Endstufe mit 1600-VA-Ringkerntransformator.

Beim Soulnote M-3 wird das Konzept radikal reduziert: ein symmetrischer Eingang, ein Lautsprecherausgang und ein Netzschalter. Mehr muss eine Mono-Endstufe aus Sicht von Soulnote offenbar nicht können.

Die Ausgangsstufe arbeitet als Single Push-Pull mit TO-3-Leistungstransistoren und kräftigen TO-3P-Treibern. Die Transistoren sitzen direkt auf Kupferplatten, die gleichzeitig als Kühlkörper, Stromschiene und mechanische Verbindung dienen. Zusätzliche Kabelwege werden dadurch minimiert.

Bemerkenswert ist das Verhältnis zwischen Ausgangsleistung und Netzteil: 160 Watt an 4 Ohm stehen einem gewaltigen 1600-VA-Ringkerntransformator gegenüber. Auch hier setzt Soulnote auf schnelle 470-µF-Folienkondensatoren und SiC-Gleichrichter.

Jeder Monoblock wiegt 31 Kilogramm. Für eine Stereoanlage werden selbstverständlich zwei Geräte benötigt – spätestens an dieser Stelle sollte das Rack nicht nur audiophil aussehen, sondern tatsächlich etwas aushalten.

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Soulnote M-3X – mehr Strom für anspruchsvolle Lautsprecher

Soulnote M-3X Monoblock Endstufe Soulnote M-3X – Hochstromversion des M-3 mit paralleler Push-Pull-Ausgangsstufe.

Der Soulnote M-3X ist keine völlig neue Verstärkerphilosophie, sondern eine gezielte Hochstrom-Weiterentwicklung des M-3.

Der wichtigste Unterschied sitzt in der Endstufe. Statt der einzelnen Push-Pull-Ausgangsstufe des M-3 arbeitet der M-3X mit parallel geschalteten Transistorpaaren. Soulnote hat hierfür ein besonders präzises Verfahren zur Paarung der Leistungstransistoren entwickelt, damit die parallelen Halbleiter den Strom möglichst gleichmäßig untereinander aufteilen.

Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Stromlieferfähigkeit. Soulnote spezifiziert maximal 240 Watt an 2,7 Ohm. Der große 1600-VA-Ringkerntransformator bleibt erhalten, ebenso die schnelle Stromversorgung mit Folienkondensatoren, SiC-Dioden, Kupfer-Busbars und der mechanisch vom Hauptgehäuse getrennte Verstärkerblock.

Der M-3X ist damit insbesondere für Lautsprecher interessant, deren Impedanz deutlich absinkt oder die hohe Ströme verlangen. Wer dagegen keine problematische Last betreibt, sollte den ursprünglichen M-3 nicht automatisch als „kleinere schlechte Version“ betrachten – das Single-Push-Pull-Konzept ist bewusst maximal puristisch.

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Soulnote A-1 und A-2 – interessante Vorgänger und Schnäppchen

Mit den aktuellen ver.2-Modellen hat Soulnote A-1 und A-2 technisch deutlich verändert. Das macht die Vorgängermodelle allerdings keineswegs schlecht. Im Gegenteil: Gerade als Demo- oder Abverkaufsgerät können sie ausgesprochen interessant sein. Solange wir noch entsprechende Geräte verfügbar haben, gehören sie deshalb weiterhin auf diese Seite.

Soulnote A-1 – mehr Nennleistung, klassische erste Generation

Soulnote A-1 Vollverstärker Soulnote A-1 – Vorgänger des aktuellen A-1 ver.2 und weiterhin klanglich hochinteressant.

Der Soulnote A-1 liefert 2 × 80 Watt an 8 Ohm und 2 × 120 Watt an 4 Ohm. Auch er arbeitet bereits mit diskreten Non-NFB-Schaltungen, relaisgeschaltetem symmetrischem Lautstärkeabschwächer, selektierten Ausgangstransistoren und einer breitbandigen Hochgeschwindigkeits-Stromversorgung.

Der aktuelle A-1 ver.2 besitzt bewusst weniger Nennleistung, wurde aber hinsichtlich Ausgangsstufe, Bias, Stromversorgung und mechanischem Aufbau grundlegend weiterentwickelt. Der alte A-1 bleibt deshalb kein schlechter Verstärker – nur ein anderes Konzept.

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Soulnote A-2 – der ursprüngliche Kraftprotz

Soulnote A-2 Vollverstärker Soulnote A-2 – leistungsstarker Vorgänger des aktuellen A-2 ver.2.

Der Soulnote A-2 war bereits ein außergewöhnlich aufwendig gebauter Vollverstärker. Ein 600-VA-Ringkerntransformator, vier parallel geschaltete Hochgeschwindigkeits-Ausgangstransistoren pro Verstärkerstufe und eine vierstufige Darlington-Ansteuerung sorgen für 2 × 100 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 2 × 200 Watt an 4 Ohm.

Im BTL-Monobetrieb stehen sogar 400 Watt an 8 Ohm zur Verfügung. Zusätzlich kann der A-2 als Stereo-Endstufe, Mono-Endstufe oder für Bi-Amping-Konfigurationen eingesetzt werden.

Der aktuelle A-2 ver.2 besitzt nominell weniger Leistung, übernimmt dafür wesentliche Ideen aus der Serie 3 und wurde unter anderem hinsichtlich Treiberstufe, Stromversorgung, Transistorauswahl und mechanischem Aufbau neu konzipiert. Wer jedoch einen originalen A-2 zum attraktiven Abverkaufspreis bekommt, erhält weiterhin verdammt viel Verstärker.

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Welcher Soulnote Verstärker passt zu Ihrer Anlage?

Bei Soulnote sollte man die Auswahl nicht ausschließlich an Wattzahlen festmachen. Die Unterschiede zwischen den Modellen betreffen nicht nur maximale Ausgangsleistung, sondern vor allem Stromversorgung, Ausgangsstufen, Signalführung und mechanischen Aufbau.

Der A-0 ver.2 ist unser Tipp für wirkungsgradstarke Lautsprecher, normale Pegel und Hörer, die maximale klangliche Qualität mit möglichst wenig Schaltung verbinden möchten. Seine zehn Watt setzen physikalische Grenzen, aber das Klangniveau ist Ultr-High-End.

Der A-1 ver.2 passt bereits zu einem deutlich größeren Spektrum hochwertiger Lautsprecher. Seine 40 Watt an 8 Ohm wirken zunächst bescheiden, die Verdopplung an 4 Ohm zeigt jedoch, dass die Stromversorgung ernst genommen wurde.

Der A-2 ver.2 ist aus unserer Sicht der Sweet Spot im aktuellen Programm. Er besitzt ausreichend Leistungsreserven für sehr viele hochwertige Lautsprecher und kommt konstruktiv der großen Serie 3 bereits erstaunlich nahe.

Der A-3 ist die integrierte Referenzlösung. Wer auf eine getrennte Vor-/Endstufenkombination verzichten möchte, findet hier einen Verstärker, bei dem technisch kaum der Eindruck entsteht, dass aus Kostengründen irgendwo einfach aufgehört wurde.

Bei getrennten Anlagen bietet sich die Kombination aus P-3 und A-3 Core an. Wer maximale Kanaltrennung und noch größere Netzteile möchte, landet bei den M-3 Monoblöcken. Für besonders stromhungrige Lautsprecher bietet der neue M-3X zusätzliche Reserven.

Soulnote bei ART&VOICE hören

Gerade bei Soulnote ist Probehören sinnvoll. Die Unterschiede zu klassischen, stark gegengekoppelten Transistorverstärkern lassen sich in einer vernünftig abgestimmten Anlage deutlich besser beurteilen als anhand von THD-Werten oder Wattangaben.

Wichtig ist dabei die Kombination mit dem Lautsprecher. Wirkungsgrad, Impedanzminimum, elektrischer Phasenwinkel, Raumgröße und gewünschter Pegel entscheiden gemeinsam darüber, welcher Soulnote sinnvoll ist.

In unseren HiFi- und High-End-Studios können wir Soulnote Verstärker mit unterschiedlichen Lautsprechern vergleichen und gemeinsam herausfinden, welche Kombination tatsächlich passt.

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Soulnote gehört für uns zu den wenigen High-End-Herstellern, bei denen eine ungewöhnliche technische Philosophie nicht nur auf dem Papier interessant aussieht. Die Verstärker spielen außergewöhnlich natürlich, schnell und räumlich – und lassen erstaunlich oft vergessen, dass man gerade eine HiFi-Anlage hört.

Soulnote A-0V2 Vollverstärker
Soulnote A-2 V2 Vollverstärker
Soulnote A-3 Aufbau