Sugden Verstärker
Britische Class-A-Verstärker seit 1967
Sugden Audio gehört zu den wenigen Herstellern, bei denen Class A nicht irgendwann als zusätzliche Modellvariante ins Programm aufgenommen wurde – die Verstärkerphilosophie der britischen Manufaktur basiert seit 1967 darauf.
Die Geräte entstehen in West Yorkshire und wirken im besten Sinne angenehm unmodisch. Keine riesigen Displays, keine ständig wechselnden Plattformen und keine Materialschlacht um ihrer selbst willen. Stattdessen konzentriert sich Sugden auf analoge Verstärkerschaltungen, kräftige Stromversorgungen, kurze Signalwege, thermisch stabile Arbeitspunkte und eine handwerklich geprägte Fertigung in England.
Charakteristisch sind insbesondere die klassischen A21-Verstärker mit ihrer reinen Single-Ended-Class-A-Schaltung. Sie besitzen auf dem Papier vergleichsweise wenige Watt – können mit einem passenden Lautsprecher aber ausgesprochen dynamisch, kontrolliert und selbstverständlich spielen.
Klanglich schätzen wir Sugden vor allem wegen seiner natürlichen und unaufdringlichen Abstimmung. Stimmen und Instrumente besitzen Körper und Farbe, feine Dynamik bleibt erhalten und die Wiedergabe wirkt räumlich geschlossen, ohne Details künstlich in den Vordergrund zu stellen.
Sugden ist damit keine Verstärkermarke für den Datenblattvergleich. Entscheidend ist die richtige Kombination aus Verstärker und Lautsprecher.
Sugden Audio – Class-A-Tradition aus West Yorkshire
Sugden wurde 1967 von James Edward Sugden in West Yorkshire gegründet. Die Wurzeln des Unternehmens lagen ursprünglich in der Entwicklung von Mess- und Labortechnik. Bereits die frühen Transistorverstärker des Hauses beschäftigten sich mit einem grundsätzlichen Problem damaliger Halbleiterschaltungen: den Übernahmeverzerrungen konventioneller Class-B-Ausgangsstufen.
Die Lösung war ebenso konsequent wie aufwendig: Die Ausgangstransistoren sollten permanent in ihrem linearen Arbeitsbereich betrieben werden. Sugden gehörte damit zu den Pionieren serienmäßig gefertigter reiner Class-A-Transistorverstärker.
Der A21 wurde zum bekanntesten Verstärker der Marke und sein Grundkonzept wird bis heute weiterentwickelt. Das ist bemerkenswert: Während andere Hersteller Verstärkertechnologien, Modellserien und Plattformen immer wieder vollständig austauschten, blieb Sugden seiner grundsätzlichen Philosophie über Jahrzehnte treu.
Auch die Fertigung ist ungewöhnlich traditionell geblieben. Sugden produziert weiterhin in Yorkshire. Besonders die Masterclass-Komponenten entstehen in ausgeprägter Manufakturfertigung und werden von erfahrenen Technikern aufgebaut und geprüft.
Das Ergebnis sind Geräte, die weniger wie kurzlebige Unterhaltungselektronik und eher wie langlebige analoge Werkzeuge wirken.
Sugden Vollverstärker – wenige Watt können verdammt erwachsen klingen
Bei Sugden sollte man sich möglichst schnell von der üblichen Watt-Diskussion verabschieden. A21 und A21SE sind keine Verstärker für beliebige Lautsprecher und extreme Pegel. Mit einem vernünftig passenden Lautsprecher können ihre nominell überschaubaren Leistungswerte jedoch vollkommen ausreichen.
Entscheidend sind Wirkungsgrad, Impedanzverlauf, Raumgröße und Hörabstand. Wird das berücksichtigt, zeigen die klassischen Sugden-Verstärker sehr eindrucksvoll, warum reine Class-A-Schaltungen seit Jahrzehnten eine so treue Anhängerschaft besitzen.
Sugden A21 Signature – der Klassiker
Sugden A21 Signature – der klassische britische Single-Ended-Class-A-Vollverstärker. Der Sugden A21 Signature ist das Herz der Marke. Seine Ausgangsstufe arbeitet konsequent in reiner Class A und verwendet das für die A21-Serie typische Single-Ended-Voltage-Rail-Prinzip.
Auf dem Papier stehen lediglich wenige Watt zur Verfügung. Genau deshalb sollte man den A21 auch nicht blind mit jedem beliebigen Lautsprecher kombinieren. Mit einem guten Wirkungsgrad und einem vernünftigen Impedanzverlauf kann er jedoch überraschend souverän spielen.
Klanglich gefällt uns besonders die Verbindung aus feiner Dynamik, natürlichen Klangfarben und einer sehr entspannten Selbstverständlichkeit. Der A21 versucht nicht, einzelne Details spektakulär herauszustellen. Musik wirkt vielmehr geschlossen und organisch.
Der A21 ist als reine Line-Version sowie mit integrierter MM/MC-Phonostufe erhältlich. Eine Phonostufe kann bei entsprechenden Geräten auch nachträglich ergänzt werden.
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Sugden A21SE Signature – mehr Reserven, gleiche Grundidee
Sugden A21SE Signature – reiner Single-Ended-Class-A-Verstärker mit deutlich größerer Stromversorgung. Der Sugden A21SE Signature entwickelt das klassische A21-Konzept weiter. Die reine Single-Ended-Class-A-Schaltung bleibt erhalten, die Stromversorgung wurde jedoch deutlich größer dimensioniert und auch die Vorverstärkersektion ist aufwendiger aufgebaut.
Das bringt mehr Kontrolle und größere dynamische Reserven. Besonders mit ausgewachsenen Standlautsprechern oder bei höheren Hörpegeln kann das ein entscheidender Unterschied sein.
Der A21SE klingt deshalb nicht einfach wie ein stärkerer A21. Er wirkt im Bass souveräner, besitzt mehr Reserven bei dynamischen Spitzen und behält gleichzeitig die typische flüssige und natürliche Sugden-Spielweise.
Für viele klassische Stereoanlagen ist der A21SE eine ausgesprochen interessante Lösung: puristisch genug, um die ursprüngliche Sugden-Idee zu erhalten, aber kräftig genug für eine deutlich größere Auswahl hochwertiger Lautsprecher.
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Sugden ANV-50 – Class A einmal völlig anders gedacht
Sugden ANV-50 – Class-A-Spannungsverstärkung mit ungewöhnlicher korrigierender Ausgangsstufe. Der Sugden ANV-50 entstand zum 50-jährigen Firmenjubiläum und unterscheidet sich technisch deutlich von den klassischen A21-Modellen.
Im Zentrum arbeitet weiterhin eine reine Class-A-Verstärkerstufe. Daran schließt Sugden jedoch eine speziell entwickelte Ideal Final Output Stage an. Eine Vergleichs- und Korrekturschaltung überwacht dabei das Ausgangssignal und korrigiert lastabhängige Abweichungen der Leistungsstufe.
Das Ziel ist eine hohe Stromlieferfähigkeit und ein sehr niedriger Ausgangswiderstand, ohne die klangbestimmende Class-A-Stufe durch eine konventionelle große Leistungsverstärkung zu ersetzen.
Ungewöhnlich für Sugden ist auch die Stromversorgung: Der ANV-50 arbeitet mit einem sehr schnellen Schaltnetzteil mit hoher Schaltfrequenz. Dadurch reagiert die Versorgung extrem schnell auf Laständerungen und der Verstärker bleibt im Betrieb wesentlich kühler als die traditionellen Class-A-Modelle.
Der ANV-50 ist deshalb besonders interessant, wenn die Sugden-Philosophie gewünscht wird, der Lautsprecher aber größere Leistungs- und Stromreserven verlangt.
Sugden IA-4 Masterclass – der große klassische Vollverstärker
Sugden IA-4 Masterclass – großer integrierter Class-A-Verstärker mit aufwendiger Stromversorgung. Der Sugden IA-4 Masterclass ist der große klassische Vollverstärker der Marke. Auch seine Leistungsstufe arbeitet laut Sugden konsequent in Class A.
Gegenüber der A21-Serie werden Netzteil, Siebung, Ausgangsstufe und Vorverstärkersektion erheblich aufwendiger ausgeführt. Goldbeschichtete Leiterplatten, vollständige Relaisumschaltung und eine präzise Eingangswahl ergänzen das Konzept.
Interessant ist die integrierte hochwertige MM-Phonostufe. Damit kann auch eine anspruchsvolle analoge Anlage ohne zusätzliche Phonobox aufgebaut werden.
Der IA-4 bietet erheblich mehr Reserven als A21 und A21SE, behält aber die grundsätzliche Sugden-Idee bei: analoge Class-A-Verstärkung, überschaubare Ausstattung und möglichst wenig Ablenkung vom eigentlichen Musiksignal.
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Sugden Vorverstärker – analog puristisch oder digital komplett
Bei den separaten Vorverstärkern verfolgt Sugden zwei unterschiedliche Wege. Der LA-4 ist eine konsequent analoge Line-Vorstufe, während der DAP-800 hochwertige analoge Vorverstärkung mit einer integrierten D/A-Wandlung verbindet.
Sugden LA-4 – analoge Masterclass-Vorstufe
Sugden LA-4 – konsequent analoge Masterclass-Line-Vorstufe. Der Sugden LA-4 konzentriert sich vollständig auf analoge Hochpegelsignale. Keine Digitalsektion, kein Streaming und kein unnötiger Funktionsballast.
Diskrete Schaltungen, eine lineare Stromversorgung, relaisgeschaltete Eingänge und kurze Signalwege entsprechen ziemlich genau dem, was man von einem klassischen Sugden-Vorverstärker erwartet.
Der LA-4 bietet sich besonders als Partner für SPA-4 oder die großen MPA-4-Monoblöcke an. Wer digitale Quellen verwendet, ergänzt einfach einen separaten DAC oder Streamer.
Sugden DAP-800 – analoge Vorstufe und DAC in einem Gerät
Sugden DAP-800 – analoge Sapphire-Vorstufe mit integrierter hochwertiger D/A-Wandlung. Der Sugden DAP-800 ist keine Streaming-Vorstufe, sondern eine hochwertige analoge Vorstufe mit zusätzlicher D/A-Wandlung.
Analoge und digitale Sektionen werden konstruktiv voneinander getrennt und besitzen eigene Stromversorgungsbereiche. Digitale Quellen wie Streamer, CD-Laufwerk oder Computer können direkt angeschlossen werden, ebenso klassische analoge Quellen.
Die analoge Verstärkersektion arbeitet mit Sugden-eigener VCV-Schaltung und Class-A-Ausgangsstufe. Symmetrische und unsymmetrische Ausgänge ermöglichen die Verbindung mit unterschiedlichen Endstufen.
Der DAP-800 ist damit besonders interessant für Anlagen, in denen analoge und digitale Quellen über eine zentrale hochwertige Vorstufe geführt werden sollen.
Sugden Endstufen – Class A mit größeren Reserven
Separate Sugden-Endstufen übertragen die Class-A-Philosophie auf leistungsfähigere Anlagen. Die Unterschiede liegen weniger in einer möglichst imposanten Wattzahl als in Stromversorgung, Kanaltrennung, Schaltungstopologie und der Fähigkeit, anspruchsvollere Lautsprecher stabil anzutreiben.
Sugden SPA-4 – Masterclass Stereo-Endstufe
Sugden SPA-4 – kräftige Masterclass-Stereo-Endstufe in reiner Class-A-Technik. Die Sugden SPA-4 ist die klassische Stereo-Endstufe der Masterclass-Serie. Sie arbeitet mit derselben grundsätzlichen Class-A-Schaltung wie die größeren MPA-4-Monoblöcke, bringt beide Kanäle aber in einem gemeinsamen Gehäuse unter.
RCA- und symmetrische Eingänge ermöglichen eine flexible Verbindung mit unterschiedlichen Vorverstärkern. Das große Gehäuse und die kräftigen Kühlkörper sind bei einer solchen Class-A-Endstufe keine Dekoration, sondern notwendig, um die permanent entstehende Verlustwärme abzuführen.
Die SPA-4 ist besonders interessant, wenn mehr Reserven als bei den integrierten A21-Verstärkern benötigt werden, zwei große Monoblöcke aber weder notwendig noch gewünscht sind.
Sugden MPA-4 – Class-A-Monoblöcke mit erheblichen Reserven
Sugden MPA-4 – vollständig getrennte Class-A-Monoblöcke für anspruchsvolle Lautsprecher. Die Sugden MPA-4 wird für den Stereo-Betrieb als Paar eingesetzt. Jeder Kanal erhält damit sein eigenes Gehäuse, eigenes Netzteil und eine vollständig eigenständige Leistungsverstärkung.
Das bringt nicht nur erheblich mehr Leistungsreserven, sondern verhindert auch eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Kanäle über eine gemeinsame Stromversorgung.
Die Schaltung arbeitet weiterhin konsequent in Class A und ist vollständig symmetrisch aufgebaut. Damit können auch Lautsprecher eingesetzt werden, die für einen klassischen A21 elektrisch schlicht zu anspruchsvoll wären.
Die MPA-4 zeigen sehr schön, dass „Sugden“ und „wenige Watt“ keineswegs zwangsläufig dasselbe bedeuten.
Sugden FBA-800 – Floating Bridge Class A
Sugden FBA-800 – vollständig symmetrische Floating-Bridge-Class-A-Endstufe der Sapphire-Serie. Die Sugden FBA-800 verfolgt innerhalb des Programms ein besonders interessantes Konzept.
Die sogenannte Floating-Bridge-Architektur kombiniert vier Class-A-Verstärker innerhalb eines Stereo-Gehäuses. Pro Kanal arbeiten zwei Verstärkerzweige gebrückt zusammen. Der komplette Signalweg ist vom symmetrischen Eingang bis zum Ausgang entsprechend symmetrisch aufgebaut.
Ein eigens entwickelter bifilar gewickelter Netztransformator besitzt vier getrennte Wicklungen und versorgt die einzelnen Verstärkerbereiche.
Auch hier zeigt sich sehr schön, warum die reine Wattangabe nur einen kleinen Teil der Geschichte erzählt. Die FBA-800 ist weniger auf maximale Zahlenspiele als auf niedrige Ausgangsimpedanz, Laststabilität, geringe Störanteile und einen vollständig symmetrischen Aufbau ausgelegt.
Sugden Phonovorverstärker – analoge Verstärkung kleinster Signale
Auch die Phonovorverstärker gehören für uns eindeutig auf eine vollständige Sugden-Verstärkerseite. Schließlich müssen hier besonders kleine Signale erheblich verstärkt und gleichzeitig exakt nach der RIAA-Kennlinie entzerrt werden.
Sugden A21SE Stage Two – separate MM/MC-Phonostufe
Sugden A21SE Stage Two – kompakte MM/MC-Phonostufe mit ausgelagerter Stromversorgung. Der Sugden A21SE Stage Two ist eine eigenständige Phonovorstufe für MM- und MC-Tonabnehmer.
Verstärkerschaltung und Stromversorgung befinden sich in zwei getrennten Gehäusen. Dadurch wird der Netztransformator räumlich von den besonders empfindlichen Phonosignalen entfernt – bei den sehr kleinen Ausgangsspannungen eines Tonabnehmers eine durchaus sinnvolle Maßnahme.
MM und MC lassen sich intern auswählen; für MC stehen unterschiedliche Abschlusswerte zur Verfügung.
Die Stage Two passt hervorragend zu A21 und A21SE, ist aber selbstverständlich nicht auf Sugden-Verstärker beschränkt.
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Sugden PA-4 – Masterclass Phonovorverstärker
Sugden PA-4 – hochwertige diskrete MM/MC-Phonostufe der Masterclass-Serie. Der Sugden PA-4 ist die große Phonovorstufe der Masterclass-Serie.
Die rein analoge, diskret aufgebaute Schaltung ist für hochwertige MM- und MC-Tonabnehmer ausgelegt. Eine separate lineare Stromversorgung, sorgfältige Verstärkungsstruktur und kurze Signalwege sollen Rauschen und Störeinflüsse möglichst gering halten.
Gerade bei hochwertigen MC-Systemen ist das entscheidend. Hier wird ein extrem kleines Eingangssignal verarbeitet, sodass Netzteil, Masseführung und Rauschverhalten wesentlich kritischer werden als bei einem normalen Hochpegeleingang.
Welcher Sugden Verstärker passt zu Ihrer Anlage?
Bei Sugden ist die Frage nach dem passenden Lautsprecher besonders wichtig. Die klassischen Class-A-Verstärker besitzen bewusst keine dreistelligen Leistungsangaben, nur damit im Prospekt eine größere Zahl steht.
Der A21 Signature ist ideal für wirkungsgradstarke bis durchschnittlich effiziente, elektrisch gutmütige Lautsprecher und normale Hörentfernungen. Gerade mit hochwertigen Kompaktlautsprechern oder entsprechend unkomplizierten Standlautsprechern kann diese Kombination ausgesprochen überzeugend sein.
Der A21SE Signature bietet bei grundsätzlich ähnlicher Verstärkerphilosophie eine deutlich größere Stromversorgung und zusätzliche Reserven. Er ist entsprechend flexibler und für viele hochwertige Standlautsprecher die interessantere Lösung.
Der ANV-50 verfolgt einen anderen Weg. Seine korrigierende Ausgangsstufe ermöglicht eine wesentlich größere Lautsprecherauswahl und macht ihn interessant, wenn klassische Sugden-Tugenden mit höherer Laststabilität kombiniert werden sollen.
Mit dem IA-4 Masterclass wird das traditionelle Class-A-Konzept nochmals deutlich aufwendiger umgesetzt. Größeres Netzteil, aufwendigere Vorstufe und integrierte MM-Phonosektion machen ihn zur großen integrierten Lösung.
Wer Verstärkung vollständig trennen möchte, kann LA-4 oder DAP-800 mit SPA-4, MPA-4 oder FBA-800 kombinieren. Damit lassen sich auch erheblich anspruchsvollere Lautsprecher sinnvoll betreiben.
Bei Sugden ist der Lautsprecher wichtiger als die Wattzahl
Zwei Lautsprecher mit identischem nominellen Wirkungsgrad können elektrisch vollkommen unterschiedliche Anforderungen an einen Verstärker stellen.
Neben dem Wirkungsgrad interessieren uns deshalb insbesondere der Impedanzverlauf, das Impedanzminimum, elektrische Phasenwinkel, Raumgröße, Hörabstand und der normalerweise gewünschte Pegel.
Ein passender Lautsprecher kann mit einem A21 erstaunlich erwachsen spielen. Ein ungünstiger Lautsprecher kann dagegen selbst bei einer nominell deutlich höheren Verstärkerleistung Probleme verursachen.
Deshalb ist ein Sugden nichts, was wir anhand einer Excel-Tabelle verkaufen würden.
Natürlich und musikalisch statt demonstrativ analytisch
Die Sugden-Abstimmung gehört für uns zu den großen Stärken der Marke. Die Geräte lösen fein auf, versuchen diese Auflösung aber nicht über einen betonten Hochton oder eine künstlich schlanke Abstimmung vorzuführen.
Stimmen besitzen Körper, Instrumente behalten ihre natürlichen Klangfarben und räumliche Informationen werden in einen nachvollziehbaren musikalischen Zusammenhang eingebettet.
Das wirkt beim schnellen Umschalten vielleicht weniger spektakulär als manches auf Effekt getrimmte High-End-Gerät. Nach mehreren Stunden Musikhören sieht die Sache häufig ganz anders aus.
Sugden bei ART&VOICE hören
Gerade bei reinen Class-A-Verstärkern empfehlen wir eine sinnvolle Abstimmung auf den vorhandenen oder geplanten Lautsprecher. Ein A21 an der richtigen Box kann erheblich mehr Freude machen als ein wesentlich leistungsstärkerer Verstärker an einer ungünstigen Kombination.
In unseren HiFi- und High-End-Studios können wir unterschiedliche Kombinationen unter realistischen Bedingungen hören und gemeinsam beurteilen, welcher Sugden technisch und klanglich zur Anlage passt.
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Sugden ist für uns ein schönes Gegenmittel gegen den üblichen Leistungswahn: lieber wenige wirklich gute Watt am richtigen Lautsprecher als eine dreistellige Zahl, die musikalisch nichts zu erzählen hat.
Sugden Verstärkertechnik – was echtes Class A ausmacht
Class A wird im HiFi-Bereich gerne verwendet, weil der Begriff hochwertig klingt. Technisch ist die Sache allerdings recht eindeutig: Bei einer echten Class-A-Ausgangsstufe bleiben die aktiven Leistungstransistoren während des gesamten Signalverlaufs in ihrem leitenden Arbeitsbereich.
Bei Sugden ist dieses Prinzip keine Marketing-Ergänzung, sondern seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil der Verstärkerentwicklung.
Class A – permanenter Ruhestrom statt Umschaltbetrieb
Bei einer üblichen Class-AB-Push-Pull-Endstufe übernehmen unterschiedliche Transistoren die positive und negative Halbwelle des Musiksignals. Im Übergangsbereich muss die Stromübernahme zwischen beiden Ausgangszweigen möglichst sauber funktionieren.
Bei einer entsprechend ausgelegten Class-A-Schaltung bleibt der Ausgangstransistor beziehungsweise die Ausgangsstufe über den gesamten Signalverlauf aktiv. Klassische Übernahmeverzerrungen am Nulldurchgang werden dadurch konstruktiv vermieden.
Der Preis dafür ist ein hoher Ruhestrom. Ein Class-A-Verstärker verbraucht deshalb bereits ohne Musik erhebliche Leistung und wandelt einen großen Teil davon in Wärme um.
Große Kühlflächen und freie Belüftung sind entsprechend keine Option, sondern Bestandteil des Verstärkerkonzeptes.
Single-Ended Voltage Rail – das klassische A21-Prinzip
A21 und A21SE arbeiten mit Sugden eigener Single-Ended-Voltage-Rail-Class-A-Schaltung.
„Single Ended“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Ausgangssignal nicht klassisch zwischen zwei komplementären Ausgangszweigen aufgeteilt wird. Der aktive Verstärker arbeitet kontinuierlich über den gesamten Signalverlauf.
Das Konzept ist schaltungstechnisch vergleichsweise puristisch, thermisch aber anspruchsvoll. Der hohe konstante Ruhestrom verlangt stabile Arbeitspunkte und eine sorgfältige Wärmeabfuhr.
Genau dieser konstruktive Purismus ist ein wesentlicher Bestandteil des klassischen Sugden-Charakters.
Warum 25 oder 30 Watt nicht automatisch wenig sind
Watt ist zunächst lediglich eine Leistungsangabe. Sie sagt allein relativ wenig darüber aus, wie gut ein Verstärker mit einem realen Lautsprecher harmoniert.
Bei normalem Hörpegel werden häufig nur wenige Watt benötigt. Kritisch wird es bei großen dynamischen Spitzen, großen Hörabständen, niedrigen Wirkungsgraden oder Lautsprechern mit problematischem Impedanzverlauf.
Deshalb können A21 oder A21SE an einem passenden Lautsprecher ausgesprochen souverän klingen. An einer sehr leistungshungrigen Box in einem großen Raum stößt das Konzept dagegen naturgemäß an Grenzen.
Das ist kein Qualitätsproblem, sondern Physik.
Das Netzteil – bei Class A besonders wichtig
Ein konventioneller Verstärker benötigt hohe Ströme vor allem bei entsprechenden Musiksignalen. Eine reine Class-A-Endstufe zieht dagegen bereits im Ruhezustand dauerhaft erheblichen Strom.
Transformator, Gleichrichtung, Siebung und Kühlung müssen deshalb für eine hohe kontinuierliche Belastung ausgelegt werden.
Beim A21SE wurde die Stromversorgung gegenüber dem klassischen A21 erheblich vergrößert. Das erhöht nicht nur die mögliche Ausgangsleistung, sondern verbessert vor allem die Reserven bei dynamischen Lastwechseln und anspruchsvolleren Lautsprechern.
Sugden ANV-50 – warum hier ein Schaltnetzteil sinnvoll sein kann
Der ANV-50 zeigt sehr schön, dass Sugden keinem technischen Dogma folgt. Während die klassischen Verstärker mit konventionellen linearen Stromversorgungen arbeiten, verwendet der ANV-50 ein sehr schnell arbeitendes Schaltnetzteil.
Die hohe Schaltfrequenz ermöglicht eine schnelle Energiebereitstellung und reduziert gleichzeitig Gewicht und Verlustleistung. Nach Herstellerangabe arbeitet die Stromversorgung mit etwa 1 MHz.
Entscheidend ist also nicht die pauschale Aussage „Schaltnetzteil schlecht, Ringkerntransformator gut“, sondern wie eine Stromversorgung konstruiert und in die Gesamtschaltung integriert wird.
Ideal Final Output Stage – Stromverstärkung mit Fehlerkorrektur
Auch die Ausgangsstufe des ANV-50 unterscheidet sich vom traditionellen A21-Prinzip.
Eine reine Class-A-Verstärkerstufe erzeugt das eigentliche verstärkte Spannungssignal. Daran anschließend arbeitet die sogenannte Ideal Final Output Stage.
Eine Vergleichsschaltung kontrolliert das Ausgangssignal und korrigiert Abweichungen, die durch Laständerungen oder die eigentliche Leistungsstufe entstehen können. Gleichzeitig arbeitet die Schaltung mit Current Feedback und sehr niedriger Ausgangsimpedanz.
Das ermöglicht größere Stromreserven und eine höhere Laststabilität, ohne einfach eine klassische große Class-AB-Endstufe hinter die Class-A-Stufe zu setzen.
IA-4, SPA-4 und MPA-4 – Class A wird größer
Mit der Masterclass-Serie zeigt Sugden, dass reine Class-A-Technik nicht auf kleine Ausgangsleistungen beschränkt sein muss.
Der IA-4 verwendet eine gegenüber der A21-Serie weiterentwickelte Class-A-Ausgangsstufe mit erheblich größerer Stromversorgung. Die SPA-4 überträgt das Konzept auf eine separate Stereo-Endstufe.
Bei der MPA-4 wird schließlich jeder Kanal vollständig in einem eigenen Gehäuse aufgebaut. Stromversorgung, Massebezug und Leistungselektronik werden dadurch vollständig voneinander getrennt.
Der technische Aufwand – und leider auch Stromverbrauch, Abwärme, Gewicht und Preis – steigt entsprechend.
Floating Bridge – die besondere Konstruktion der FBA-800
Die Sapphire FBA-800 verfolgt nochmals einen anderen Ansatz. In ihrem Gehäuse arbeiten insgesamt vier Class-A-Verstärker.
Pro Stereokanal werden zwei Verstärker in einer Floating-Bridge-Konfiguration miteinander kombiniert. Dadurch lässt sich bei gegebener Versorgungsspannung eine größere Ausgangsspannung erreichen, während gleichzeitig die Vorteile des konstanten Class-A-Arbeitspunktes erhalten bleiben.
Der Signalweg ist vollständig symmetrisch aufgebaut. Selbst der eigens angefertigte bifilar gewickelte Netztransformator besitzt vier getrennte Wicklungen für die einzelnen Verstärkersektionen.
Das ist wesentlich interessanter als einfach nur einen noch größeren Transformator ins Gehäuse zu schrauben.
Symmetrisch heißt nicht einfach XLR
Eine XLR-Buchse allein macht noch keinen symmetrischen Verstärker. Entscheidend ist, ob das Signal intern tatsächlich in zwei spiegelbildlichen Zweigen weiterverarbeitet wird.
Bei Komponenten wie MPA-4 und FBA-800 ist der symmetrische Aufbau Bestandteil der eigentlichen Verstärkerarchitektur.
Dadurch lassen sich gemeinsame Störungen unterdrücken und bei konsequenter Umsetzung sehr saubere Masse- und Signalverhältnisse erreichen.
DAP-800 – digitale Quellen, analoge Verstärkerphilosophie
Der DAP-800 zeigt, dass Sugden digitale Technik akzeptiert, solange die analoge Signalverarbeitung nicht zur Nebensache wird.
Digitale und analoge Baugruppen besitzen getrennte Stromversorgungen. Nach der D/A-Wandlung übernimmt eine hochwertige analoge Vorverstärkersektion mit Class-A-Ausgangsstufe das Signal.
Damit unterscheidet sich das Konzept deutlich von einem einfachen DAC-Chip mit nachgeschaltetem Standard-Ausgangsverstärker.
Phonostufen – Mikrovolt statt Watt
Bei einer Phonovorstufe sind nicht hohe Ausgangsströme, sondern Rauschen und Störfreiheit die eigentlichen Herausforderungen.
Insbesondere ein Low-Output-MC-Tonabnehmer liefert nur ein extrem kleines Signal. Dieses muss um ein Vielfaches verstärkt werden, bevor es von einem normalen Verstärkereingang verarbeitet werden kann.
Gleichzeitig muss die bei der Schallplattenherstellung verwendete RIAA-Kennlinie präzise entzerrt werden.
Bei der A21SE Stage Two trennt Sugden deshalb sogar die Stromversorgung räumlich vom eigentlichen Phonoverstärker. Bei solchen Signalgrößen ist das erheblich sinnvoller als eine beeindruckende Zahl im Datenblatt.
Handmade in England – hier tatsächlich relevant
„Handmade“ wird im High-End-Bereich gerne großzügig verwendet. Bei Sugden ist die traditionelle Fertigung dagegen ein wesentlicher Bestandteil des Herstellungsprozesses.
Die Geräte werden in West Yorkshire aufgebaut und geprüft. Besonders bei den Masterclass-Geräten folgt Sugden dem Prinzip, dass ein erfahrener Techniker ein Gerät weitgehend komplett aufbaut.
Das ist keine Garantie für guten Klang – aber es ermöglicht eine andere Qualitätskontrolle und erleichtert langfristig Service und Reparatur gegenüber stark integrierten Wegwerfplattformen.
Class A braucht Luft
Ein letzter Punkt ist banal, aber wichtig: Ein echter Class-A-Verstärker wird warm.
A21, A21SE, IA-4 und die großen Class-A-Endstufen sollten deshalb niemals eng in einem geschlossenen Möbel stehen. Oberhalb und seitlich muss genügend Luft zirkulieren können.
Die Wärme ist dabei kein Zeichen eines schlechten Wirkungsgrades aufgrund schlechter Konstruktion – der schlechte Wirkungsgrad ist prinzipbedingt ein Bestandteil der Class-A-Arbeitsweise.
Warum wir Sugden mögen
Sugden versucht nicht, jedes technische Problem mit immer mehr Schaltung, immer größeren Leistungsangaben oder immer neuen Funktionen zu beantworten.
Viele Geräte verfolgen vielmehr die Frage, wie wenig Verstärkerschaltung notwendig ist, wenn Netzteil, Arbeitspunkt, Bauteile und Lautsprecher sinnvoll zusammenpassen.
Das funktioniert nicht für jede Anlage und nicht für jeden Lautsprecher. Genau deshalb ist Sugden aber interessant.
Wenige ehrliche Watt, echte Class-A-Technik, britische Handarbeit und eine angenehm natürliche Musikwiedergabe – ziemlich altmodisch. Und genau deshalb ziemlich gut.
















