Wir bzw. ich habe gerade die neuen Perlisten A3T und A3M frisch in unser Studio bekommen. Es war nicht einfach, diese großen 50-kg-Boliden alleine auszupacken. Aber es hat sich gelohnt.
Schon der erste Blick auf die Fronten der in farbenfrohem Mattschwarz gehaltenen Schallwandler flößt Respekt ein: Zwei 21,5-cm-Carbonfaser-Bass-Mitteltöner und eine 35-mm-Gewebe-Kalotte im großen Waveguide-Horn. Das stammt nicht aus der Designabteilung einer Modefabrik – das ist gebaut, um Dynamik zu liefern.
Um ein kleinstmögliches akustisches Zentrum zu realisieren, wurden die beiden Midbässe sehr nah beieinander montiert, wobei das große Waveguide-Hochtonhorn einen Teil der D’Appolito-Anordnung überragt. Unkonventionell, aber bei der tiefen Trennfrequenz von ca. 1200 Hz kein Problem. Das Ideal: eine Punktschallquelle.
Zum Einspielen etwas bassigen Pop von Lorde (Ein Musiktipp vom Töchterchen) bei gesunder Zimmerlautstärke – und sofort wird klar, wofür diese Lautsprecher entwickelt wurden und was der erste Anblick bereits vermuten ließ: Hier haben wir Livesound mit Druck und Drehmoment.
Das Erfreuliche: Die Lautsprecher stammen aus den Händen des hochkompetenten Perlisten-Entwicklerteams. Wie alle Perlisten-Lautsprecher spielen auch die A3-Pedanten sehr zeitgenau und korrekt, mit holografischer Abbildung. Die Bühnendarstellung reicht von breit bis tief und lässt sich durch unterschiedliches Anwinkeln nach Geschmack justieren. Die Raumabbildung wird primär durch das definiert abstrahlende Waveguide-Horn bestimmt. Im oberen Frequenzbereich musizieren die A3 unangestrengt, aber dynamisch – mit guter Feinauflösung. Durchentwickelte High-End-Lautsprecher mit hochwertigen Bauteilen, also keine Partyboxen.


























