Velodyne Acoustics Deep Blue 8 – Aktiv-Subwoofer
Der Velodyne Acoustics Deep Blue 8 ist ein kompakter Aktiv-Subwoofer für Musik-Setups und Heimkino-Anwendungen, bei denen ein präzises Tieftonfundament in wohnraumfreundlichen Abmessungen gefragt ist. Das Konzept setzt auf ein nach vorne abstrahlendes 8-Zoll-Chassis in einem geschlossenen MDF-Gehäuse, wodurch der Bass kontrolliert und sauber eingebunden werden kann – besonders dann, wenn der Subwoofer nahe an Möbeln oder Wänden platziert werden muss. Mit seiner integrierten Endstufe ist der Deep Blue 8 direkt an AV-Receiver, Vorstufen oder Stereo-Verstärker mit Sub-/Pre-Out anschließbar und übernimmt den Frequenzbereich unterhalb der Hauptlautsprecher. Die Abstimmung zielt auf schnelle Anstiegszeiten und eine konturierte Wiedergabe, sodass Kickdrums, Bassläufe und Effekte nicht nur „mehr“, sondern vor allem definierter wirken können. In klassischen 2.1-Setups ist er eine sinnvolle Ergänzung für Kompaktlautsprecher, während er im Heimkino als Subwoofer in kleineren bis mittleren Räumen eine solide Basis für LFE und Tiefbasseffekte liefert. Die regelbaren Einstellmöglichkeiten (Pegel, Trennfrequenz, Phase) unterstützen dabei, den Subwoofer möglichst unauffällig ins Gesamtsystem zu integrieren.
Konstruktiv arbeitet der Deep Blue 8 mit einem langhubigen 8-Zoll-Treiber (Front-Firing) und einer verstärkten Polypropylen-Membran, ausgelegt für hohe Auslenkungen bei kontrolliertem Verhalten. Der Antrieb nutzt einen doppelten Ferrit-Magnetmotor, ergänzt durch eine 4-lagige 2-Zoll-Schwingspule (52 mm), was thermische Stabilität und Belastbarkeit bei dynamischen Pegelspitzen unterstützt. Angetrieben wird das System von einer Class-AB-Endstufe mit 300 Watt RMS und bis zu 800 Watt dynamischer Leistung, was dem Subwoofer Reserven für kurzzeitige Transienten gibt und gleichzeitig eine saubere Kontrolle im Arbeitsbereich ermöglicht. Das Gehäuse ist als geschlossene MDF-Konstruktion ausgeführt und besitzt eine besonders starke Frontschallwand (52 mm / 2"), wodurch Gehäuseresonanzen und Vibrationen reduziert werden sollen und der Bass subjektiv „trockener“ und präziser ausfällt als bei vielen portierten Konzepten gleicher Größe. Für die Anpassung an unterschiedliche Hauptlautsprecher und Räume steht ein einstellbarer Tiefpass zur Verfügung (50–180 Hz, 12 dB/Oktave), ergänzt um eine variable Phasenanpassung (0–180°), um Überschneidungen im Übergangsbereich zu minimieren. In der Praxis ist die Stärke dieses Aufbaus weniger maximale Tiefbass-Masse als vielmehr saubere Kontur und Impulstreue, wenn der Subwoofer korrekt eingepegelt und sauber getrennt wird.
In der Praxis empfiehlt sich die Anbindung über den LFE-/Sub-Out eines AV-Receivers oder über Line-Out/Pre-Out im Stereo-Setup, wobei die Trennfrequenz so gewählt werden sollte, dass die Hauptlautsprecher im Grundton nicht ausgedünnt wirken und der Subwoofer im Übergang nicht ortbar wird. Durch das geschlossene Gehäuse lässt sich der Deep Blue 8 oft unkomplizierter aufstellen als viele Bassreflex-Modelle; dennoch lohnt es sich, mit Wandabstand und Position (z. B. vorn zwischen den Frontlautsprechern oder seitlich nahe der Front) zu experimentieren, um Raummoden zu glätten. Das Einpegeln sollte eher konservativ erfolgen, denn ein sauber integrierter Subwoofer wirkt meist erst dann „richtig“, wenn er nicht als eigene Bassquelle auffällt, sondern einfach Fundament liefert. Für Timbre- und Timing-Kohärenz ist eine saubere Übergabe (Trennfrequenz, Phase) wichtiger als ein möglichst hoher Pegel, gerade bei schnellen Musikstilen. Wenn ein Room-EQ (AVR-Einmessung) vorhanden ist, kann es sinnvoll sein, den Subwoofer zunächst grob manuell zu setzen (Pegel/Phase/Trennfrequenz) und erst danach die automatische Einmessung laufen zu lassen.
Highlights & Besonderheiten
- Geschlossenes MDF-Gehäuse mit 52 mm Frontschallwand → kontrollierter, präziser Bass und weniger Gehäuseresonanzen
- 8″ High-Excursion Front-Firing-Treiber mit PP-verstärkter Membran → sauberer Punch und gute Impulstreue
- Class-AB-Endstufe (300 W RMS / 800 W dynamisch) → Reserven für Transienten und stabile Kontrolle
- Flexible Anpassung: Tiefpass 50–180 Hz (12 dB/Okt.) & Phase 0–180° → erleichtert sauberes Integrieren ins System
Technische Daten & Spezifikationen
- Kategorie: Aktiv-Subwoofer, aktiv
- Wege / Prinzip: Subwoofer; Front-Firing; Gehäuse geschlossen (MDF)
- Treiberbestückung: 1× 8″ Woofer (High-Excursion), PP-verstärkte Membran; doppelter Ferrit-Magnetmotor; 4-lagige 2″/52 mm Schwingspule
- Frequenzweiche: Low-Pass 50–180 Hz, 12 dB/Oktave; Phase 0–180° einstellbar
- Frequenzgang (gesamt): 18 – 300 Hz
- Frequenzgang (± 3 dB): 32 – 180 Hz
- Verstärkerleistung: Class AB, 300 W RMS; 800 W dynamisch
- Abstrahlverhalten: Tiefton kugelförmig/omnidirektional (bereichsabhängig); Integration primär über Aufstellung/Trennung/Phase
- Gehäuse: MDF Closed Box; 52 mm / 2″ Frontschallwand
- Anschlüsse: Eingang: vergoldeter Stereo RCA (Line In), LFE In, vernickelter High-Level; Ausgang: vergoldeter LFE/RCA
- Oberflächen: Schwarz
- Empf. Verstärkerleistung: – (Aktiv-Subwoofer; Ansteuerung über Pre-Out/LFE empfohlen)
- Aufstellung: flexibel platzierbar; Feinabstimmung über Pegel/Trennfrequenz/Phase; Experimente mit Wandabstand/Position empfohlen
- Abmessungen (H × B × T): 280 × 260 × 290 mm (entspricht 26 × 28 × 29 cm; inkl. Füße und Anschlüsse)
- Gewicht (pro Stück): ca. 9 kg
Lieferumfang
- 1× Velodyne Acoustics Deep Blue 8 Aktiv-Subwoofer
- Netzkabel
- Dokumentation / Kurzanleitung
Installation & Tipps
- Für Heimkino: Anschluss über LFE/Sub-Out am AV-Receiver; Trennung je nach Frontlautsprechern typischerweise im Bereich 60–100 Hz starten und fein anpassen
- Für Stereo: Line-In (RCA) oder High-Level nutzen; Pegel moderat einstellen und Übergang so wählen, dass der Bass nicht ortbar wird
- Feinabstimmung: Phase (0–180°) auf maximalen, gleichzeitig „sauberen“ Übergang im Hörplatz optimieren; danach ggf. AVR-Einmessung/Room-EQ nutzen
Klangcharakter / Performance
Bei korrekter Einstellung spielt der Deep Blue 8 eher kontrolliert und konturiert als überbetont, was besonders bei Musik mit schnellen Transienten (Kick/Bass) positiv auffällt. Der Bass wirkt in der Regel straff und gut getimt, während der Oberbass sauber an Hauptlautsprecher anschließen kann, wenn Trennfrequenz und Phase passend gewählt werden. In kleineren bis mittleren Räumen lässt sich ein solides Fundament aufbauen, wobei die endgültige Wirkung stark von der Aufstellung und der Raumakustik abhängt – wenige Zentimeter Positionsänderung können im Tiefbass bereits deutlich hörbar sein. Mit einem lastigen Film-LFE in großen Räumen sind physikalisch Grenzen durch Gehäusevolumen und Chassisgröße zu erwarten, im realistischen Wohnraumszenario ist der Subwoofer jedoch auf Präzision und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Eine hochwertige Vorstufe/AVR-Sektion und sauberes Einmessen helfen dabei, den Subwoofer als integralen Bestandteil der Bühne wahrzunehmen statt als separate Bassquelle.
Support & Services
- Garantie: 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung
- Service/Upgrades: Prüfung, Reparatur und Ersatzteile über autorisierte Partner bzw. den Velodyne Acoustics Service
- Dokumente/Downloads: Handbücher und Datenblätter über den Service-/Downloadbereich von Velodyne Acoustics
Individuelle Beratung & Vorführung
Für eine saubere Systemabstimmung (Trennfrequenz, Phase, Aufstellung) lohnt sich eine kurze Beratung, weil der größte Performance-Gewinn bei Subwoofern fast immer aus Integration und Raum entsteht.
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